26 | 06 | 2019

Beschäftigte in den Versandzentren von Amazon sind – egal ob in Deutschland oder anderen Ländern – mit enormer Arbeitshetze, Kontrolldruck und der Missachtung von Arbeitnehmerrechten konfrontiert. Das bleibt nicht ohne Gegenwehr. Immer mehr Beschäftigte und Gewerkschaften vernetzen und koordinieren sich. Unter dem Dach der UNI global union und in Zusammenarbeit mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) findet am 29. und 30. April 2019 in Berlin ein Treffen des UNI-Amazon-Netzwerkes statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus über 15 Ländern: Ägypten, Argentinien, Australien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Österreich, Pakistan, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien und den USA.

„Der Kampf gegen die unternehmerische Gier Amazons ist einer der wichtigsten Arbeitskämpfte der jüngeren Geschichte. Amazons erschreckender Umgang mit Beschäftigten, die Nichtanerkennung von Gewerkschaften und die unethische Steuervermeidungspraxis sind inakzeptabel. Globale Probleme verlangen nach globalen Lösungen. Deswegen vernetzen sich Gewerkschaften aus aller Welt, um Amazon zu reformieren“, sagte Christy Hoffmann, Generalsekretärin von UNI global union.

„Amazon tritt die Rechte der Beschäftigten mit Füßen. Die Streiks der vergangenen Jahre haben in Deutschland wichtige Verbesserungen gebracht, aber das Ziel bleibt ein Tarifvertrag für existenzsichernde Einkommen sowie gute und gesunde Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Amazon hat die Wahl, endlich den Konflikt beizulegen. Wenn nicht, stellen wir uns auf weitere Auseinandersetzungen ein. Wir haben einen langen Atem und werden uns noch stärker länderübergreifend koordinieren“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Quelle:

ver.di

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