24 | 08 | 2019

Die Tarifverhandlungen für die Kinokette CineStar sind gestern Abend (28. Mai 2019) in der sechsten Verhandlungsrunde in Hamburg ergebnislos abgebrochen worden.

„Die Arbeitgeber haben diesen Abbruch mit einem Angebot provoziert, das faktisch massive Lohnverluste für die Beschäftigten bedeutet. Man muss sich fragen, ob CineStar überhaupt Interesse an einer Einigung und der angemessenen Bezahlung seiner Beschäftigten hat“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Holm-Andreas Sieradzki. Er forderte die Arbeitgeber zu einem deutlich verbesserten Angebot auf, „über das man ernsthaft verhandeln kann“. Sieradzki betonte, die einzige angemessene Antwort auf das Verhalten der Arbeitgeber seien „weitere, kraftvolle Streiks“.

Im Vorfeld der Verhandlungen hatten die Arbeitgeber ein „attraktives Angebot“ angekündigt. Das erwies sich als unannehmbar: So sollte eine Servicekraft ab zwei Jahren Tätigkeit in der höchsten Kategorie in der ersten Stufe 10 Cent und in der zweiten Stufe weitere 10 Cent mehr pro Stunde erhalten. Koppeln wollten die Arbeitgeber diese an sich schon viel zu niedrige Erhöhung auch noch an umfangreiche Änderungen in der Zuordnung der Kinos. „Dadurch würden sich viele Kinos, in denen Beschäftigte für höhere Einkommen bei CineStar kämpfen, in der niedrigsten Kategorie wiederfinden. Das hätte massive Lohnverluste zur Folge.“ Zurzeit verdienen Servicekräfte als Einstiegslohn 9,19 Euro.

Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart.

Quelle:

ver.di

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