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Kategorie: Wirtschaft & Gewerkschaft

Im Tarifkonflikt mit der Sana Kliniken AG hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ein Ergebnis erzielt, das für die bundesweit rund 10.000 vom Sana-Konzerntarifvertrag erfassten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutliche Entgeltsteigerungen, eine Angleichung der Arbeitszeit in Ost an West sowie eine bessere Überstundenvergütung für Teilzeitbeschäftigte vorsieht. „Wir haben ein gutes Ergebnis erzielt“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Dass im Osten bei Sana endlich nicht mehr länger gearbeitet werden muss als im Westen, ist ein großer Erfolg.“ Die Tarifverhandlungen seien von Aktionen bis hin zu Warnstreiks begleitet worden. „Ohne diesen Druck wäre das Verhandlungsergebnis so nicht zustande gekommen.“

Im Einzelnen sieht das Tarifergebnis folgende Regelungen vor: Für die Monate März bis Juni 2019 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 450 Euro (bei Vollzeittätigkeit, Teilzeitbeschäftigte anteilig). Ab dem 1. Juli 2019 steigen die Tabellenentgelte um 4 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro. Auch die Zulagen werden um 4 Prozent angehoben. Die Arbeitszeit in den Sana-Kliniken in den neuen Bundesländern sinkt zum 1. Januar 2020 auf 38,5 Stunden pro Woche; damit gilt ab diesem Zeitpunkt eine einheitliche Arbeitszeit in Ost und West. Weitere Verbesserungen gibt es für Teilzeitbeschäftigte: Bisher wurde deren Mehrarbeit erst mit Zuschlägen vergütet, wenn die geleistete Stundenzahl über der tariflichen Wochenarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten lag; ab Anfang nächsten Jahres ist schon die erste Stunde über der individuellen Arbeitszeit zuschlagspflichtig.

Für die Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege, Kindergesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie in der Altenpflege steigen die Ausbildungsentgelte rückwirkend ab dem 1. März 2019 um 50 Euro pro Monat und ab dem 1. Januar 2020 um weitere 50 Euro monatlich. Für alle anderen Auszubildenden gibt es für die Monate März bis Juni 2019 eine Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro. Ab 1. Juli 2019 steigen ihre Ausbildungsentgelte um 4 Prozent. Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit bis 31. Mai 2020.

In den kommenden Wochen werden die ver.di-Mitglieder über das Tarifergebnis befragt. Die ver.di-Tarifkommission empfiehlt einstimmig die Annahme des Ergebnisses. Die Tarifvertragsparteien haben eine Erklärungsfrist bis zum 30. Juni 2019 vereinbart.

Quelle:

ver.di

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