21 | 10 | 2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) nehmen am morgigen Donnerstag (19.September 2019) in Wuppertal die Tarifverhandlungen für die rund 170.000 Beschäftigten im Innendienst der privaten Versicherungswirtschaft auf. ver.di fordert eine Erhöhung der Gehälter um 6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

„Um zukunftsfähig zu werden, müssen die Unternehmen der Branche nicht nur in neue IT-Infrastruktur, sondern in ihre Beschäftigten investieren, ” betont ver.di-Verhandlungsführerin Martina Grundler. „Es ist an der Zeit, die Kluft zwischen der Nettoeinkommensentwicklung der Beschäftigten und den kräftigen Gewinnen der Unternehmen zu stoppen. Von den Beschäftigten werden immer höhere Leistungen und die Anpassung an die digitalisierungsbedingten Veränderungsprozesse der Branche gefordert. Arbeitsverdichtung und Arbeitsdruck nehmen zu. Diese Leistung verdient eine angemessene Bezahlung”, unterstreicht Grundler die Gehaltsforderung.

Neben einer spürbaren Gehaltserhöhung will ver.di eine neue Wahlmöglichkeit der Beschäftigten bei der Arbeitszeit durchsetzen. Sie sollen künftig Tariferhöhungen in zusätzliche freie Tage umwandeln können. “Gute Arbeit im digitalen Zeitalter entsteht nur, wenn die Flexibilität - vor allem der Arbeitszeiten - beiden Seiten dient und neue Arbeitsformen auch für die Beschäftigten mehr Selbstbestimmung und Zeitsouveränität bringen”, so die Gewerkschafterin.

Außerdem stehen in dieser Tarifrunde für ver.di die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und ein Rückkehrrecht auf Vollzeit für die heute tätigen Teilzeitbeschäftigten, die nicht unter die neue Brückenteilzeit fallen, auf der Agenda.

Quelle:

ver.di

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