Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert anlässlich des heutigen Weltgesundheitstages eine stärkere internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und den Ausbau der öffentlichen Gesundheitsversorgung. „International zeigen sich in dieser Krise die Folgen einer jahrzehntelangen neoliberalen Politik, die die Gesundheitsausgaben zusammengekürzt und die Gesundheitssysteme dem Markt ausgeliefert hat. Jetzt kommt es darauf an, diese Situation gemeinsam zu bewältigen und danach die entsprechenden Schlussfolgerungen zu ziehen“, erklärte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. „Das Gesundheitswesen muss so ausgebaut werden, dass es auch besondere Herausforderungen besteht. Das heißt vor allem: flächendeckend ausreichende Kapazitäten, genug qualifiziertes Personal und angemessene Bezahlung. Statt betriebswirtschaftlicher Kennziffern müssen die Menschen und eine bestmögliche Versorgung im Vordergrund stehen.“

Unmittelbar müssten die Staaten in der EU ihre Bemühungen bei der Beschaffung von Atemschutzmasken und anderem Schutzmaterial koordinieren. „Es darf nicht sein, dass sich die Staaten und zum Teil sogar die Behörden innerhalb der Länder gegenseitig Konkurrenz machen und die Preise so noch weiter in die Höhe treiben“, betonte Werneke. „Dringend benötigte Schutzausrüstung, die zu völlig überhöhten Preisen angeboten wird, muss europaweit beschlagnahmt und rasch auf die Gesundheitseinrichtungen verteilt werden.“ Es sei unerträglich, wenn Firmen den Notstand ausnutzten, um ihre Gewinne hochzuschrauben: „Der Virus macht nicht vor Grenzen halt. Jetzt sind Solidarität und internationaler Zusammenhalt gefragt.“

Am heutigen Weltgesundheitstag, der alljährlich am 7. April begangen wird, ruft der Europäische Gewerkschaftsverband für den öffentlichen Dienst (EGÖD) zu dezentralen Aktionen gegen die Kommerzialisierung und für den Ausbau des öffentlichen Gesundheitswesens auf. In Deutschland haben bereits etliche Gesundheitsbeschäftigte ihre Forderungen an Politik und Arbeitgeber mit einer Foto-Aktion sichtbar gemacht: wirbleibenhier.verdi.de

ver.di weist aus diesem Anlass auch auf den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und schlechter Gesundheitsversorgung hin. „Ob in den Armenvierteln Südafrikas oder den überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland – es sind stets die Armen, die Krankheiten besonders ausgeliefert sind“, so Werneke. „Wer die Welt zu einem sichereren Ort machen will, muss daher auch soziale Ungleichheit und Ausgrenzung bekämpfen. Die Corona-Pandemie sollte Anlass sein, auch über diese Fragen nachzudenken.“

Quelle:

ver.di

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