Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt den Beschluss des Deutschen Bundestags zur Einführung einer Grundrente. „Mit der Verabschiedung der Grundrente setzt die Bundesregierung einen ersten und wichtigen Schritt gegen die drohende Gefahr der Altersarmut“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke am Donnerstag: „Damit wird jetzt der ernsthafte Versuch unternommen, die Lebensleistung auch geringverdienender Menschen zu würdigen.“

Der Deutsche Bundestag hatte am Mittag (2. Juli 2020) mit den Stimmen der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD die Grundrente beschlossen. Die Grundrente soll ab dem kommenden Jahr an alle Menschen ausgezahlt werden, die 35 Beitragsjahre in der Rentenversicherung vorweisen können. Rund 1,3 Millionen Menschen sollen profitieren.

Die Grundrente muss allerdings weiterentwickelt werden, das ist spätestes eine Aufgabe für die nächste Bundesregierung. „Aus unserer Sicht muss der Kreis der Bezieher deutlich über 1,3 Millionen Betroffene hinaus auf die tatsächlich von Altersarmut bedrohten 2,75 Millionen Menschen erweitert werden“, betonte Werneke. „Davon würden insbesondere Frauen profitieren.“ Zudem müssten die Freibeträge über die jetzt geltenden Grenzen hinaus erweitert werden, um Nachteile bei der Anrechnung zu vermeiden.

Quelle:

ver.di