Tönnies

  • Verbot von Leiharbeit und Werkvertrag - sonst kein Tarifvertrag mit Fleischwirtschaft

    Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) macht ein Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit in der Fleischwirtschaft zur Voraussetzung für Tarifverhandlungen mit den Unternehmen der Branche. NGG-Vorsitzender Guido Zeitler sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ): "Darüber ist mit uns nicht zu verhandeln. Ich appelliere an die Bundestagsabgeordneten, sich da nicht von den Lobbyisten der Fleischwirtschaft weichkochen zu lassen."

  • Die Fleischindustrie ist ein Sammelbecken krimineller Machenschaften

    „Schon seit Jahren beweist die Fleischindustrie beharrlich, welche kriminelle Energie in ihr steckt: Der Höhepunkt sind Leiharbeitsverhältnisse, möglich gemacht durch Dokumentenfälschung. Wer jetzt immer noch behauptet, Leiharbeit abzuschaffen sei falsch, macht sich mitschuldig an den unhaltbaren Zustände in der Branche“, erklärt Jutta Krellmann, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Mitbestimmung und Arbeit, anlässlich der heutigen Razzien wegen illegaler Leiharbeit in der Fleischindustrie.

  • Demo: System Tönnies stoppen!

    Wir haben die Schweinereien der industriellen Fleischproduktion satt! Corona hat gezeigt: Am Ende trifft es uns alle!

    Schluss mit dem NRW-Schmusekurs gegenüber kriminellen Unternehmer*innen!

    Wir demonstrieren am Freitag, 11. September 2020 ab 18 Uhr in Düsseldorf(Treffpunkt: HBf).

  • Verbot von Werkverträgen: Fleischwirtschaft strebt Tarifvertrag für Zehntausende Beschäftigte an

    Die Unternehmen der Fleischwirtschaft wollen als Reaktion auf das geplante Verbot von Werkverträgen mit der Gewerkschaft NGG über einen flächendeckenden Tarifvertrag verhandeln. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Theo Egbers, Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses der Fleischwirtschaft, sagte dem Blatt: "Wir wollen eine Lösung und streben zeitnahe Gespräche mit der Gewerkschaft NGG an."

  • Klassenkampf übers Handelsregister

    Die rechtliche Spaltung der Arbeiterklasse schreitet voran

    Seit im Zuge der Corona-Pandemie plötzlich die menschenunwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen osteuropäischer ArbeiterInnen in der Fleischindustrie ein öffentliches Thema wurden, sind Werkverträge in aller Munde. Unabhängig davon, dass miese Wohn-, Lebens- und Arbeitsverhältnisse kein Alleinstellungsmerkmal von „Fremdbeschäftigten“ sind, sondern „Stammbeschäftigte“ genauso betreffen können (und allzu häufig auch betrifft), wird das Ausmaß von Belegschaftsspaltung in der heutigen Wirtschaftsordnung dabei gerne verschwiegen.

  • Fleischindustrie gegen Verbot von Werkverträgen

    Die Situation der hierzulande in der Fleischindustrie Beschäftigen ist schon lange in der Kritik. Doch bislang hat sich nur wenig geändert. Als es im Mai beim Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück zu einer Vielzahl von Corona-Fällen kam, konnten die herrschenden skandalösen Zustände nicht mehr vertuscht werden. Zu den wesentlichen Ursachen für den Ausbruch gehörten zwar vor allem die Arbeitsbedingungen der bei Tönnies mehrheitlich über Subunternehmen Beschäftigen. Doch für Empörung sorgten auch die teilweise miserablen Wohnbedingungen vieler Arbeiterinnen und Arbeiter. Auch in anderen Bereichen, so vor allem unter Erntehelfern, die wie viele Beschäftigte in der Fleischindustrie oft aus Ost- und Südosteuropa kommen und in ihren Unterkünften oft auf engstem Raum wohnen, kam und kommt es wie aktuell in Mamming zu größeren Ausbrüchen.

  • Tönnies hat System

    Während wir als Verband bundesweit zu unserer Kurzkampagne “Gesundheit statt Profite!” gearbeitet haben, hat Clemens Tönnies mit seinem Nahrungsmittelkonzern deutlich gezeigt, warum wir das tun und dass der Profit in diesem System eben nunmal vorgeht.

    Denn während CoViD-19 weiterhin eine riesige Gefahr ist und es im Gesundheitssystem an allen Enden an Personal und Schutzausrüstung fehlt, da produzierte Tönnies wie gewohnt weiter und das ohne die Durchsetzung der gesetzlichen Hygieneregelungen. Das machte ihn verantwortlich für die größte Masseninfektion der Pandemie in Deutschland: Über 1.700 MitarbeiterInnen wurde, nach behördlich angeordneten Tests, eine Infektion nachgewiesen. Das führte zur Quarantäne einer ganzen Firma, einem totalen Produktionsstopp und dem regionalen Lockdown in Gütersloh und Warendorf.

  • NGG-Vize bezweifelt Tönnies Begründung für Tochterfirmen

    Die Gründung mehrerer Tochterfirmen bei der Firma Tönnies alarmiert die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG). Freddy Adjan, stellvertretender Vorsitzender, sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Freitag): "Die Fleischindustrie hat in der Vergangenheit sehr viel kreative Energie aufgebracht, um Gesetze zu umgehen. Herr Tönnies hat das menschenverachtende System der Werkverträge über fast zwei Jahrzehnte in seinen Unternehmen perfektioniert." Daher sei es wenig glaubhaft, dass es sich bei den Gründungen von Tochtergesellschaften lediglich um "Vorsorgemaßnahmen" handeln solle. Um tatsächlich alle Schlupflöcher zu schließen, müssten Werkvertragskonstellationen und Leiharbeit ohne Ausnahmen konsequent verboten werden, forderte Adjan.

  • Regeln für die Fleischwirtschaft: Die Beschäftigten nicht warten lassen

    Heute hat das Kabinett den Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zum Verbot der Werkverträge in der Fleischindustrie beschlossen. Dazu sagte Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied, am Mittwoch in Berlin:

    „Es ist gut und macht Hoffnung, dass Bundesarbeitsminister Heil ein Gesetz auf den Tisch gelegt hat, mit dem endlich Verbesserungen in der Fleischindustrie erreicht werden können. Weil freiwillige Vereinbarungen nicht eingelöst wurden, ist es Zeit, dass mit Gesetzen gegen Ausbeutung gesteuert wird. Es muss endlich Schluss damit sein, dass die Konzerne die Verantwortung in diesem sensiblen Bereich an Dritte auslagern.

  • Der erste Schritt für bessere Bedingungen in der Fleischindustrie ist getan - weitere müssen noch folgen

    „Als Fraktion DIE LINKE begrüßen wir ausdrücklich die Maßnahmen des Arbeitsministers Hubertus Heil gegen ausbeuterische Strukturen in der Fleischindustrie, unter denen vor allem Arbeitskräfte aus Osteuropa leiden. Strengere Regelungen sind richtig und seit Jahren überfällig. Schon zu lang haben Bundesregierungen die Augen vor diesem modernen Schweinesystem verschlossen. Doch leider geht die Bundesregierung nicht weit genug, um einen wirklichen Schutz vor Unternehmen mit krimineller Energie zu bieten. Die neue Quote für Arbeitsschutzkontrollen reicht nicht aus und kommt viel zu spät“, erklärt Jutta Krellmann, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Mitbestimmung und Arbeit, anlässlich des Kabinettbeschlusses zum Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie.

  • Gesetzentwurf Fleischindustrie: Fortschritt mit Verbesserungsbedarf

    Mit dem Ziel besserer Arbeits- und Lebensbedingungen für die Beschäftigten in der Fleischindustrie hat Bundesarbeitsminister Heil jetzt einen Entwurf für ein Arbeitsschutzkontrollgesetz vorgelegt. Es sieht für weite Bereiche der Schlachtung und Fleischverarbeitung ein Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit vor sowie neue Regeln für die Beschäftigtenunterkünfte. Dazu sagte Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied, am Donnerstag in Berlin:

  • Podcast: Was ist eigentlich bei Tönnies passiert?

    Im neuen Podcast sprechen wir mit Elvis, NGG-Sekretär aus Mannheim über die katastrophalen Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, Billigfleisch und Corona.

  • Tönnies will Kohle

    Wie viele andere Betriebe hat der Schlachtbetrieb Tönnies die Erstattung von Lohnkosten für die Zeit der Corona-Quarantäne beantragt, die dem Betrieb dem Infektionsschutzgesetz zufolge zustehen. Nachdem dieser Antrag bekannt wurde, empörten sich zahlreiche Politiker in den einschlägigen bundesdeutschen Qualitätsmedien.

  • Fleischkonzern Tönnies bezahlte Sigmar Gabriel als Berater

    NDRSigmar Gabriel wurde von Deutschlands größtem Fleischproduzenten Tönnies als Berater bezahlt. Dies belegen Dokumente, die dem ARD-Magazin "Panorama" (NDR) vorliegen. Demnach ist der ehemalige Bundeswirtschaftsminister seit März 2020 bis mindestens Ende Mai 2020 für den Konzern tätig gewesen. Gabriel erhielt bislang offenbar ein Pauschalhonorar von 10.000 Euro im Monat sowie ein zusätzliches vierstelliges Honorar für jeden Reisetag. Die Tätigkeit sollte auf zwei Jahre angelegt sein.

  • Fall Tönnies: Symbol eines menschenunwürdigen und Tierleid erzeugenden Agrarsystems

    BUNDZur aktuellen Debatte über die Corona-Fälle im Schlachtkonzern von Clemens Tönnies erklärtOlaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

    „Der Fall Tönnies ist nur die Spitze des Eisbergs. Er steht für ein menschenunwürdiges und Tierleid erzeugendes Agrarsystem. Seit Jahrzehnten erleben wir in der Land- und Lebensmittelwirtschaft ungehemmte Konzentrationsprozesse zu immer größeren Ställen, Bauernhöfen oder Schlachtkonzernen. Dabei bleiben gute Arbeitsbedingungen, artgerechte Tierhaltung sowie Umwelt- und Klimaschutz viel zu oft auf der Strecke. Die auf Wachstum und Agrarexport ausgerichtete Politik hat einen erheblichen Anteil an dem Skandal.

  • Staatsanwalt ermittelt bei Tönnies

    Westfalen-BlattNach dem massenhaften Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ermittelt die Staatsanwaltschaft Bielefeld wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Das Verfahren richte sich zunächst gegen Unbekannt. Das berichtet das in Bielefeld erscheinende Westfalen-Blatt.

  • Hunderte Corona-Infektionen bei Tönnies: "Das ist kein Zufall!"

    NGGNun auch beim Marktführer: Bei Deutschlands größtem Fleischkonzern Tönnies haben sich viele hundert Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Tausende Menschen in und um Gütersloh wurden in Quarantäne geschickt, Schulen und Kitas geschlossen. Dass sich das Virus gerade in Schlachthöfen besonders stark ausbreitet, liegt auch an den teils katastrophalen Bedingungen, unter denen die meist aus Osteuropa stammenden Beschäftigten leben und arbeiten müssen.

  • Corona bei Tönnies: Kreis Gütersloh bittet Bundeswehr um Hilfe

    Als Reaktion auf den Corona-Ausbruch mit 650 Infektionen im Schlachtbetrieb der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hat der Kreis Gütersloh Amtshilfe von der Bundeswehr angefordert. "Wir rechnen damit, dass uns die Bundeswehr ab Freitag unterstützten wird", erklärt der Sprecher des Kreises Gütersloh, Jan Focken, gegenüber der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Freitagausgabe).

  • Tönnies ist Teil des Schweinesystems

    „Diesem Schweinesystem muss der Garaus gemacht werden, die Ausbeutung osteuropäischer Arbeitskräfte muss beendet werden! Das sind wir den Beschäftigten und der Bevölkerung schuldig. Sub-Unternehmertum und Werkverträgen muss ein Ende gesetzt werden, damit sich Arbeitgeber nicht länger aus der Verantwortung stehlen können“, kommentiert Susanne Ferschl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende DIE LINKE im Bundestag, den Covid-19-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies.

  • 350 neue Corona-Fälle bei Tönnies

    Westfalen-BlattBeim Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) sollen seit Dienstag etwa 350 weitere Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Das erfuhr das Westfalen-Blatt aus Kreisen der Gesundheitsbehörden. Die regionalen Gesundheitsbehörden sind demnach bereits informiert.