23 | 05 | 2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Ryanair haben jetzt nach langwierigen Verhandlungen Tarifverträge zu Entgelt, Arbeitsbedingungen und Sozialplanregelungen unterzeichnet. Bereits im November letzten Jahres hatten die ver.di-Mitglieder bei Ryanair mit sehr großer Mehrheit einem Eckpunktepapier zugestimmt, in dem unter anderem die Anwendung deutschen Arbeitsrechts ein wichtiger Bestandteil war. Dieser erste Tarifvertrag für die rund 1.100 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Ryanair in Deutschland betrifft sowohl die bei Ryanair angestellten Beschäftigten als auch die Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von November 2018 bis Ende März 2021.

Mit Warnstreiks und Aktionen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) den Druck auf die Multiplex-Unternehmen Cinestar und Cinemaxx in den laufenden Tarifauseinandersetzungen: „Gemeinsam mit den Kino-Beschäftigten befinden wir uns in einer grundlegenden Auseinandersetzung um existenzsichernde Löhne“, machte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke deutlich.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat mit großer Verwunderung und Kritik auf die Ankündigung der Diakonie reagiert, Verfassungsklage gegen ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) und mittelbar des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Diskriminierung von Beschäftigten wegen fehlender Kirchenmitgliedschaft einzureichen. „Man kann der Diakonie nur dringend empfehlen, im 21. Jahrhundert anzukommen und die Realitäten anzuerkennen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Statt krampfhaft an überkommenen Mustern festzuhalten, sollte die Diakonie ihren Sonderweg sowohl beim individuellen als auch beim kollektiven Arbeitsrecht insgesamt überdenken, sonst schadet sie sich selbst am meisten.“

Interview mit Moritz, Bundesjugendsekretär der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (Junge IG BAU)

POSITION: Um wen und worum geht es?

MORITZ: Es geht um die 600.000 Kolleginnen und Kollegen, die in der Gebäudereinigung arbeiten und tagtäglich unsere Schulen, Büros, Krankenhäuser usw. reinigen. In den meisten Branchen gibt es ein 13. Monatsgehalt, das sogenannte Weihnachtsgeld. Aber hier im Gebäudereiniger-Handwerk ist das nicht so. Aber warum sollen die putzenden Kolleginnen und Kollegen schlechter gestellt werden als alle anderen? Deswegen fordern wir seit letztem Jahr einen Weihnachtsgeld-Tarifvertrag und mindestens einen halben Monatslohn als jährliche Einmalzahlung. Hier geht es natürlich zum einen um das Geld, zum anderen um Wertschätzung und Anerkennung der geleisteten Arbeit.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in ihrem Jubiläumsjahr auf, wieder für alle ihre rund 230.000 Beschäftigten Tarifverträge anzuwenden. „100 Jahre AWO – das ist ein Grund zum Feiern und ein guter Anlass, die eigenen Leitsätze auch im Umgang mit den Beschäftigten zu erfüllen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Mittwoch bei einer Tarifkonferenz der Gewerkschaft in Leipzig. Die 70 Beschäftigtenvertreter/innen aus AWO-Einrichtungen des ganzen Bundesgebiets bringen in einer Resolution ihre Forderung auf den Punkt: 100 Jahre AWO – 100 Prozent Tarif.

Auch die zweite Tarifrunde für die rund 200.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes blieb heute (6. März 2019) ohne Ergebnis und wurde auf den 11. April vertagt.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Eurowings haben ein Ergebnis für die rund 1.000 Kabinenbeschäftigten der Eurowings GmbH erzielt. Im Tarifkonflikt um die Einsatzbedingungen für die Flugbegleiter der Lufthansa-Tochter Eurowings konnte die Gewerkschaft ver.di ein Tarifergebnis erreichen. Die Geschäftsführung und die ver.di-Tarifkommission einigten sich dabei auf ein Gesamtpaket über mehrere Tarifverträge. Die Tarifkommission wird das Ergebnis nun den ver.di-Mitgliedern zur Abstimmung vorlegen. Bis zum 22. März wird eine endgültige Entscheidung getroffen.

In der Tarif- und Besoldungsrunde für die über eine Million Beschäftigten der Bundesländer (ohne Hessen) haben sich Gewerkschaften und Unternehmer am Samstag in Potsdam auf ein umfassendes Gesamtpaket aus prozentualen Anhebungen und strukturellen Verbesserungen verständigt. Die Einigung sieht eine dreistufige Anhebung der Gehälter von insgesamt mindestens 240 Euro in einem Zeitraum von 33 Monaten vor.

Überstunden schieben die Beschäftigten vor sich her. Die Ursachen für diese Situation haben Namen: DRG und Privatisierung.
Sogenannte diagnosebezogene Fallgruppen/Fallpauschalen, sind die Grundlage für die Abrechnung mit Krankenkassen und letztlich ein Klassifikationssystem für eine fallbasierte pauschalierte Abrechnung. Zudem kommt, dass wegen Unterfinanzierung von Krankenhäusern, verstärkt durch die Steigerung der Kosten im Gesundheitswesen –beispielhaft durch die Pharma-und Geräteindustrie und nicht zuletzt durch das Instrument der Schuldenbremse –dass viele staatlichen Krankenhäuser verkauft wurden.

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