22 | 09 | 2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Geschäftsführung von Cinestar auf, in der laufenden Tarifauseinandersetzung sofort die Aussperrung streikender Beschäftigter zu beenden. „Streikende durch eine Aussperrung von ihrer Arbeit auszuschließen, ist eine vollkommen unangemessene und auch unverhältnismäßige Reaktion auf den legitimen Kampf unserer Kolleginnen und Kollegen für eine angemessene Bezahlung“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Holm-Andreas Sieradzki. Aussperrungen seien eine Eskalation der Arbeitgeber und absolut kein geeignetes Mittel, um eine Tarifauseinandersetzung zu einem gütlichen Ende zu führen; darüber müsse sich die Cinestar-Geschäftsführung bewusst sein. „Nach monatelangen Auseinandersetzungen sollte es jetzt das Ziel aller Beteiligten sein, sich konstruktiv zu überlegen, wie eine Lösung im Tarifkonflikt aussehen könnte.“

Sie kamen aus der ganzen Republik, mit zehn Sonderzügen und 800 Bussen: Über 50 000 Beschäftigte haben am Samstag an der #FairWandel-Kundgebung der IG Metall am Brandenburger Tor in Berlin teilgenommen.

Ihre Botschaft an Regierung und Unternehmen: Das Nichtstun muss ein Ende haben. Verkehrswende, Energiewende, Klimaschutz und Transformation der Industrie funktionieren nicht von alleine. Dafür braucht es einen Plan, massive Investitionen ― und vor allem schnelles und entschlossenes Handeln.

Mit Warnstreiks und Kundgebungen haben am Freitag (21. Juni) rund 7.000 Beschäftigte des Einzelhandels sowie des Groß- und Außenhandels aus mehreren Bundesländern ihre Forderungen nach deutlichen Einkommenssteigerungen in den jeweiligen regionalen Tarifrunden bekräftigt. „Wir erwarten Bewegung der Arbeitgeber. Sie müssen endlich Angebote mit deutlichen Reallohnsteigerungen für die Beschäftigten vorlegen“, sagte Stefanie Nutzenberger, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. Schon in den vergangenen Wochen hätten Kolleginnen und Kollegen aus vielen Betrieben mit Aktionen gezeigt, dass sie sich nicht mit Angeboten abspeisen ließen, die zu Reallohnverlusten führen würden.

Als „wichtigen Schritt auf dem Weg zu fairen Löhnen und verbesserten Arbeitsbedingungen in der Pflege“ hat ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler die heutige Gründung der Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) bezeichnet. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft will mit dem neuen Verband jetzt schnellstmöglich erste Sondierungsgespräche über einen Tarifvertrag für die Altenpflege führen. Ziel sei es, noch in diesem Jahr einen Tarifvertrag abzuschließen, der vom Bundesarbeitsminister auf die gesamte Altenpflege erstreckt wird. Damit sollen Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bisher beschämend niedrig bezahlen, zu besseren Löhnen verpflichtet werden. „Altenpflege ist ein wunderbarer Beruf, wenn die Bedingungen stimmen. Dazu müssen aber erstmal die Löhne rauf“, so Bühler.

Angesichts der laufenden Tarifrunde im Handel weitet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Streiks in mehreren Bundesländern an diesem Freitag und Samstag (14. und 15. Juni 2019) aus. Ein Schwerpunkt der Arbeitskampfmaßnahmen liegt dieses Mal auf Kaufland: In insgesamt rund 165 Filialen des Unternehmens werden über 2.000 Beschäftigte die Arbeit niederlegen (in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) und zu drei zentralen Streikversammlungen zusammenkommen.

In der Lufthansa-Tochter Eurowings stocken die Tarifverhandlungen um die Einsetzung einer neuen Personalvertretung. Nach fünf Verhandlungsrunden ohne Einigung hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ihre Mitglieder der Airline zum Verhandlungsstand befragt. 90 Prozent sprechen sich für einen verbesserten Tarifvertrag aus. Über 80 Prozent sind bereit, sich an Arbeitskampfmaßnahmen zu beteiligten, um die gesetzlichen Standards zu erreichen.

Der von der Lufthansa angekündigte Verkauf der Cateringtochter Lufthansa Service Gesellschaft (LSG) stößt bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf scharfe Kritik und Widerstand. Aus diesem Grund hat ver.di zu Aktionen aufgerufen. So werden am morgigen Mittwoch (5. Juni 2019) Beschäftigte aus ganz Deutschland unter dem Motto „Wir kochen vor Wut- LSG- Not4sale“ dem Lufthansa-Vorstand in Frankfurt am Main rund 4.000 Unterschriften gegen den geplanten Verkauf überreichen. Die Aktion findet im Vorfeld eines Dialoges mit dem Lufthansa-Vorstand zu den Verkaufsplänen statt. Bei dem Gespräch wird es um die ver.di-Forderung nach dem Verbleib der Catering Tochter in der Lufthansa-Familie sowie den Erhalt aller Arbeitsplätze und Sozialstandards gehen. Am Donnerstag (6. Juni 2019) wird es zu bundesweiten Protest-Mittagspausen an den Standorten Frankfurt, München, Köln und Düsseldorf kommen.

Im Tarifkonflikt mit der Sana Kliniken AG hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ein Ergebnis erzielt, das für die bundesweit rund 10.000 vom Sana-Konzerntarifvertrag erfassten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutliche Entgeltsteigerungen, eine Angleichung der Arbeitszeit in Ost an West sowie eine bessere Überstundenvergütung für Teilzeitbeschäftigte vorsieht. „Wir haben ein gutes Ergebnis erzielt“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Dass im Osten bei Sana endlich nicht mehr länger gearbeitet werden muss als im Westen, ist ein großer Erfolg.“ Die Tarifverhandlungen seien von Aktionen bis hin zu Warnstreiks begleitet worden. „Ohne diesen Druck wäre das Verhandlungsergebnis so nicht zustande gekommen.“

Die Tarifverhandlungen für die Kinokette CineStar sind gestern Abend (28. Mai 2019) in der sechsten Verhandlungsrunde in Hamburg ergebnislos abgebrochen worden.

„Die Arbeitgeber haben diesen Abbruch mit einem Angebot provoziert, das faktisch massive Lohnverluste für die Beschäftigten bedeutet. Man muss sich fragen, ob CineStar überhaupt Interesse an einer Einigung und der angemessenen Bezahlung seiner Beschäftigten hat“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Holm-Andreas Sieradzki. Er forderte die Arbeitgeber zu einem deutlich verbesserten Angebot auf, „über das man ernsthaft verhandeln kann“. Sieradzki betonte, die einzige angemessene Antwort auf das Verhalten der Arbeitgeber seien „weitere, kraftvolle Streiks“.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert die geplanten Standortschließungen des Telekommunikationsunternehmens Telefonica Deutschland. Betroffen sind die operativen Standorte Hannover, Köln und Frankfurt/Main mit insgesamt rund 250 Beschäftigten, von denen rund 180 im Netz-Technikbereich beschäftigt sind. Wie erst kürzlich bekannt wurde, will Telefonica Deutschland im Netz-Technikbereich rund ein Zehntel der Kosten einsparen. „Ein modernes, leistungsstarkes Mobilfunknetz ist die Hauptschlagader des Unternehmens. Wer diese für einen Aderlass öffnet, um Kosten zu sparen, spielt mit seiner Existenz“, kritisierte ver.di-Konzernbetreuer Christoph Heil. Telefonica Deutschland habe seit der Fusion mit E-Plus vor fünf Jahren von rund 12.000 Arbeitsplätzen bereits mehr als 1.600 gestrichen. „Das ist eine Belastung für Kunden und Beschäftigte. Werden immer noch weitere Stellen gestrichen, beschneidet Telefonica die operative Leistungsfähigkeit des Unternehmens.“

„Wer niedrige Löhne und die daraus folgende Altersarmut wirksam bekämpfen will, muss klotzen, nicht kleckern. DIE LINKE hat den besten Vorschlag dafür: Der gesetzliche Mindestlohn muss sofort auf zwölf Euro erhöht werden. Das würde die lahmende Wirtschaft ankurbeln und die Reparaturkosten der sogenannten Grundrente massiv senken", erklärt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.

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