22 | 09 | 2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert die geplanten Standortschließungen des Telekommunikationsunternehmens Telefonica Deutschland. Betroffen sind die operativen Standorte Hannover, Köln und Frankfurt/Main mit insgesamt rund 250 Beschäftigten, von denen rund 180 im Netz-Technikbereich beschäftigt sind. Wie erst kürzlich bekannt wurde, will Telefonica Deutschland im Netz-Technikbereich rund ein Zehntel der Kosten einsparen. „Ein modernes, leistungsstarkes Mobilfunknetz ist die Hauptschlagader des Unternehmens. Wer diese für einen Aderlass öffnet, um Kosten zu sparen, spielt mit seiner Existenz“, kritisierte ver.di-Konzernbetreuer Christoph Heil. Telefonica Deutschland habe seit der Fusion mit E-Plus vor fünf Jahren von rund 12.000 Arbeitsplätzen bereits mehr als 1.600 gestrichen. „Das ist eine Belastung für Kunden und Beschäftigte. Werden immer noch weitere Stellen gestrichen, beschneidet Telefonica die operative Leistungsfähigkeit des Unternehmens.“

„Wer niedrige Löhne und die daraus folgende Altersarmut wirksam bekämpfen will, muss klotzen, nicht kleckern. DIE LINKE hat den besten Vorschlag dafür: Der gesetzliche Mindestlohn muss sofort auf zwölf Euro erhöht werden. Das würde die lahmende Wirtschaft ankurbeln und die Reparaturkosten der sogenannten Grundrente massiv senken", erklärt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.

Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen mit der Sana Kliniken AG am Donnerstag (23. Mai) erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) den Druck auf die Arbeitgeber. Mit Aktionen und Warnstreiks verleihen Beschäftigte der Forderung nach deutlichen Entgeltsteigerungen Nachdruck. Vom Geltungsbereich des Sana-Konzerntarifvertrages sind bundesweit rund 10.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 20 Kliniken erfasst. "Die Beschäftigten sind sauer, dass Sana bisher kein Angebot vorgelegt hat. Die anspruchsvolle und oft auch sehr belastende Arbeit in den Kliniken muss auch bei Sana anständig bezahlt werden", sagte Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. "Alle Beschäftigten erwarten völlig zu Recht eine kräftige Lohnerhöhung. Daneben braucht es ein klares Signal an die Pflege. In dieser Tarifrunde muss die verbesserte gesetzliche Regelung zur Refinanzierung von Tarifsteigerungen für Pflegekräfte genutzt werden."

In mehreren Bundesländern haben Beschäftigte des Einzel- und Versandhandels sowie des Groß- und Außenhandels heute erneut die Arbeit niedergelegt. „Das ist ein deutliches Signal an die Arbeitgeber, dass sich die Beschäftigten mit niedrigen Angeboten, die faktisch einen Reallohnverlust bedeuten, nicht abspeisen lassen. Sie leisten jeden Tag gute und harte Arbeit und fordern deutliche Reallohnerhöhungen. Die Beschäftigten brauchen existenzsichernde Entgelte, um Armut jetzt und im Alter zu vermeiden“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bekräftigt die Forderung nach Einführung einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung. „Wer jahrzehntelang in die Rentenkasse eingezahlt hat, muss eine menschenwürdige Rente erhalten“, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Dagmar König auf der zentralen Veranstaltung zum „Tag der Selbstverwaltung“ am Freitag in Berlin. „Die Grundrente muss kommen, vorzugsweise aus Steuermitteln finanziert. Aber ich sage auch: besser gemischt finanziert als gar nicht“, stellte König klar, die als alternierende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund zudem eine führende Position in der sozialen Selbstverwaltung einnimmt.

Der von der Lufthansa angekündigte Verkauf der Cateringtochter Lufthansa Service Gesellschaft (LSG) stößt bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf Kritik. „Wir lehnen einen solchen Verkauf ab“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. „Die LSG beschert dem Lufthansa-Konzern Stabilität und Millionengewinne und stärkt die Premium Marke Lufthansa. Die allein in Deutschland rund 7.000 Beschäftigten garantieren mit höchster Qualität und verlässlich die Versorgung von Passagieren mit Speisen und Getränken. Dieses Unternehmen zu verkaufen und die Arbeitsplätze zu gefährden, ist wirtschaftlich fragwürdig und sozial verantwortungslos.“ ver.di fordere stattdessen den Verbleib der Catering Tochter in der Lufthansa-Familie sowie den Erhalt aller Arbeitsplätze und Sozialstandards.

Die laufenden Tarifverhandlungen zwischen Ryanair und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zur Festsetzung von Betriebsratsstrukturen gestalten sich nach wie vor schwierig. Mit einer im Dezember letzten Jahres beschlossenen Gesetzesänderung, die maßgeblich von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil unterstützt worden war, sollte fliegendem Personal erstmals die gleichen Mitbestimmungsrechte wie allen anderen Beschäftigten garantiert werden.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die am gestrigen Abend (14. Mai) im Koalitionsausschuss erzielte Einigung, die Nachunternehmerhaftung für die Paketbranche gesetzlich zu regeln. „Dass die Koalition zügig grünes Licht für den Gesetzesvorstoß des Bundesarbeitsministers gegeben hat, zeigt, wie notwendig es ist, die Missstände in der Paketbranche einzudämmen. Für die Beschäftigten ist es gut, dass die Politik handelt und nicht zögert“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis.

„Abzocke bleibt Abzocke, auch wenn sich das Porto für den einzelnen Brief nur um Cent-Beträge erhöht. Dem Post-Chef Frank Appel fehlt offensichtlich jegliches Gespür dafür, wie es bei den Menschen ankommt, wenn die Post sich immer höhere Gewinne genehmigen lässt, während sich gleichzeitig die Qualität der Zustellung und die Arbeitsbedingungen der Briefträger immer weiter verschlechtern“, kommentiert Pascal Meiser, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die geplante Portoerhöhung der Deutschen Post AG.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Bankbeschäftigte zu Warnstreiks vor der vierten Verhandlungsrunde aufgerufen. An verschiedenen Orten und Tagen werden Beschäftigte daher in dieser Woche bis zum Verhandlungstermin am 20. Mai in den Warnstreik treten, um Druck auf die Arbeitgeber zu machen, in der nächsten Runde ein deutlich verbessertes und verhandlungsfähiges Angebot zu machen.

Gewerkschaften fordern von Gesundheitskonzern Verhandlungen über ein globales Rahmenabkommen für Arbeitnehmerrechte

Über 50 Vertreterinnen und Vertreter von Beschäftigten und Gewerkschaften aus Europa, Nord- und Südamerika, Afrika sowie Asien treffen sich zeitgleich mit den Hauptversammlungen von Fresenius am 16. und 17. Mai in Frankfurt am Main. Weltweit beschäftigt der Gesundheitskonzern rund 280.000 Menschen in 100 Ländern.

Die Gewerkschaften werden das erste weltweite Bündnis von Arbeitnehmerorga-nisationen eines multinationalen Unternehmens im Gesundheitswesen gründen. Ihr Ziel ist die Verhandlung einer globalen Rahmenvereinbarung mit dem Bad Homburger Unternehmen, die weltweit in allen Betrieben grundlegende Rechte von Beschäftigten und Gewerkschaften garantiert. Die 21 beteiligten Gewerk-schaften reagieren damit teilweise auf antigewerkschaftliche Praktiken von Fresenius, vor allem in den USA, Peru und Südkorea. Koordiniert wird das Bünd-nis von den Dachverbänden Public Services International (PSI) und UNI Global Union, die Beschäftigte aus dem öffentlichen und privaten Dienstleistungssektor repräsentieren.

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