16 | 07 | 2019

Auch die dritte Verhandlungsrunde für die rund 200.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes blieb heute (11. April 2019) ohne Ergebnis und wurde auf den 20. Mai vertagt. Die Forderung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) nach einer Erhöhung der Gehälter um 6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten wiesen die Arbeitgeber weiterhin zurück, ebenso die Forderung nach sechs Gesundheits- und Entlastungstagen.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Arbeitgeber auf, in der nächsten Tarifrunde für die Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken ein ver-handlungsfähiges Angebot vorzulegen. In den bisherigen Runden haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Stattdessen haben sie die Fortführung der Verhandlungen davon abhängig gemacht, dass ver.di nahezu alle Forderungen zurücknehmen soll.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat auch für die kommende Woche Bankbeschäftigte zu Warnstreiks an verschiedenen Orten und Tagen aufgerufen, um Druck auf die Arbeitgeber vor der dritten Verhandlungsrunde am 11. April zu machen. Anlass sind die stockenden Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Bankbeschäftige vor der dritten Verhandlungsrunde am 11. April 2019 an verschiedenen Orten und Tagen zu Warnstreiks aufgerufen. Anlass sind die stockenden bundesweiten Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten bei den privaten und öffentlichen Banken.

Auch in der fünften Verhandlungsrunde hat es gestern (26. März 2019) in Hamburg keine Einigung im Tarifkonflikt mit der Kinokette Cinemaxx gegeben.

„Cinemaxx verweigert seinen Beschäftigten eine angemessene Einkommenssteigerung und droht stattdessen mit Personalabbau. Das ist nicht akzeptabel. Wir werden daher in den kommenden Wochen den Druck erhöhen und die Streikmaßnahmen ausweiten“, sagte Verhandlungsführer Holm-Andreas Sieradzki.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Ryanair haben jetzt nach langwierigen Verhandlungen Tarifverträge zu Entgelt, Arbeitsbedingungen und Sozialplanregelungen unterzeichnet. Bereits im November letzten Jahres hatten die ver.di-Mitglieder bei Ryanair mit sehr großer Mehrheit einem Eckpunktepapier zugestimmt, in dem unter anderem die Anwendung deutschen Arbeitsrechts ein wichtiger Bestandteil war. Dieser erste Tarifvertrag für die rund 1.100 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Ryanair in Deutschland betrifft sowohl die bei Ryanair angestellten Beschäftigten als auch die Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von November 2018 bis Ende März 2021.

Mit Warnstreiks und Aktionen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) den Druck auf die Multiplex-Unternehmen Cinestar und Cinemaxx in den laufenden Tarifauseinandersetzungen: „Gemeinsam mit den Kino-Beschäftigten befinden wir uns in einer grundlegenden Auseinandersetzung um existenzsichernde Löhne“, machte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke deutlich.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat mit großer Verwunderung und Kritik auf die Ankündigung der Diakonie reagiert, Verfassungsklage gegen ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) und mittelbar des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Diskriminierung von Beschäftigten wegen fehlender Kirchenmitgliedschaft einzureichen. „Man kann der Diakonie nur dringend empfehlen, im 21. Jahrhundert anzukommen und die Realitäten anzuerkennen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Statt krampfhaft an überkommenen Mustern festzuhalten, sollte die Diakonie ihren Sonderweg sowohl beim individuellen als auch beim kollektiven Arbeitsrecht insgesamt überdenken, sonst schadet sie sich selbst am meisten.“

Interview mit Moritz, Bundesjugendsekretär der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (Junge IG BAU)

POSITION: Um wen und worum geht es?

MORITZ: Es geht um die 600.000 Kolleginnen und Kollegen, die in der Gebäudereinigung arbeiten und tagtäglich unsere Schulen, Büros, Krankenhäuser usw. reinigen. In den meisten Branchen gibt es ein 13. Monatsgehalt, das sogenannte Weihnachtsgeld. Aber hier im Gebäudereiniger-Handwerk ist das nicht so. Aber warum sollen die putzenden Kolleginnen und Kollegen schlechter gestellt werden als alle anderen? Deswegen fordern wir seit letztem Jahr einen Weihnachtsgeld-Tarifvertrag und mindestens einen halben Monatslohn als jährliche Einmalzahlung. Hier geht es natürlich zum einen um das Geld, zum anderen um Wertschätzung und Anerkennung der geleisteten Arbeit.

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