17 | 06 | 2019

ver.di im StreikSchleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern machen am Montag den Auftakt zu einer weiteren Warnstreikwoche im öffentlichen Dienst. Betroffen sind von den Aktionen unter anderem kommunale Kindertagesstätten, Krankenhäuser, Ver- und Entsorgungsbetriebe, Senioreneinrichtungen, Stadtverwaltungen mit allen ihren Bereichen, Wasser- und Schifffahrtsdirektionen, Stadtwerke, Stadtreinigungen, die Verwaltungen der Landkreise, Sparkassen, das Kraftfahrtbundesamt und weitere zahlreiche Bereiche. Aus vielen Dienststellen werden sich die Streikenden in Bussen auf den Weg nach Kiel und Schwerin machen, um dort an zentralen Kundgebungen teilzunehmen.

Mehr Urlaub für JüngereGute Nachricht für jüngere Beschäftigte im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen: Sie haben Anspruch auf bis zu vier Tage mehr Urlaub im Jahr. Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt erklärte am 20. März die altersabhängige Urlaubsstaffelung im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst für unwirksam. Sie stelle eine Diskriminierung wegen Alters dar und verstoße gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Bisher bekommen Beschäftigte im öffentlichen Dienst bis zum 30. Lebensjahr 26 Tage Urlaub, bis 40 Jahre werden 29 Urlaubstage gewährt, und erst ab 40 Jahren gibt es 30 Tage Urlaub. Mit der Entscheidung des Gerichts stehen allen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen ab sofort 30 Tage Urlaub zu – egal ob sie jünger sind als 30 oder nicht.

ver.diver.diIm Rahmen der Tarifrunde für den Bereich des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen legt ver.di Hessen nach dem Warnstreik am Dienstag dieser Woche mit über 16.600 Beschäftigten in Teilbereichen nach. Bereits am heutigen Freitag (23.03.) wird es einen gesonderten Warnstreik im Bereich der städtischen Bühnen Frankfurt a. M. geben. Zum Streik aufgerufen sind dort die Beschäftigten des Abonnementservice, der Vorverkaufs- und Abendkassen sowie des telefonischen Kartenverkaufs. Es wird an diesem Tag voraussichtlich keinen Abonnement- und Kartenverkauf einschließlich des telefonischen Kartenverkaufs geben. Ferner sollen sich die Beschäftigten der Kostüm- und Dekorationswerkstätten an dem Ausstand beteiligen. Es wird voraussichtlich keine Produktion von Kostümen und Dekorationen geben. Ebenfalls tangiert sind die Beschäftigten in den Bereichen der Bühnen-, Beleuchtungs- und Tontechnik. Es wird von daher zu starken Einschränkungen im Proben- und Spielbetrieb kommen.

ver.di im Streikver.di im StreikDie zweite Warnstreikwelle hat am 22. März 2012 die mitteldeutschen Länder erreicht. Auf Großkundgebungen in Dresden, Halle und Erfurt versammelten sich warnstreikende Beschäftigte aus Stadtverwaltungen, aus Kindertagesstätten, von Stadtreinigungen, aus Landratsämtern und Sparkassenfilialen sowie von Bundeswehrstandorten, um ihren Protest gegen das unzureichende Angebot der Arbeitgeber zum Ausdruck zu bringen.

ver.diver.diDie Warnstreiks im öffentlichen Dienst wurden heute in Südbaden und Karlsruhe fortgesetzt. An einer gemeinsamen Kundgebung in Freiburg auf dem Rathausplatz nahmen laut ver.di und Polizei 2.000 Streikende teil – doppelt so viele wie im Vorfeld erwartet wurden. Gestreikt wurde in Freiburg heute unter anderem im Nahverkehr, bei der Müllentsorgung, der Verwaltung, in Rehakliniken, Kindertagesstätten und vielen anderen Dienststellen. Aus Karlsruhe kamen Streikende aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes sowie des KIT und weiterer Gemeinden.

IG Metall kampfbereit. Foto: Juso Unterbezirk Saarlouis / flickr.comIG Metall kampfbereit. Foto: Juso Unterbezirk Saarlouis / flickr.comEs gibt kein Fortkommen. Außer Blockade hatten die Arbeitgeber in der zweiten Runde für die 75.000 Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche Niedersachsen nichts anzubieten. In Braunschweig blockten sie die IG Metall-Forderungen nach 6,5 Prozent mehr Geld, fair geregelter Leiharbeit und die unbefristete Übernahme knallhart ab. Damit provozieren die Arbeitgeber den Konflikt. Vor dem Verhandlungslokal protestierten rund 500 Metallerinnen und Metaller lautstark für faire Leiharbeit. Die dritte Verhandlung ist am 20. April 2012.

ver.di im Streikver.di im StreikRund 71.000 Beschäftigte aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes in Nordrhein-Westfalen haben sich heute an den Warnstreiks in diesem Bundesland beteiligt. Die Welle der bundesweiten Arbeitsniederlegungen erreichte damit einen neuen Höhepunkt. Der kommunale Personennahverkehr kam in den meisten Landesteilen fast vollständig zum Erliegen. An den 24-stündigen Arbeitsniederlegungen waren darüber hinaus Beschäftigte der Müllabfuhr, kommunaler Krankenhäuser und Kitas, von Schwimmbädern, Jobcentern, Sparkassen, Theatern sowie vieler Stadtverwaltungen und anderer öffentlicher Dienstleister beteiligt. In vielen Bereichen der öffentlichen Dienstleistungen kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen.

Warnstreiktag in BerlinWarnstreiktag in BerlinAm heutigen Mittwoch, 21. März, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zu Warnstreiks in zahlreichen Dienststellen des Bundes und in Berliner Betrieben aufgerufen. Seit der Frühschicht sind alle Standorte der Berliner Stadtreinigung, der Berliner Wasserbetriebe und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung im ganztägigen Warnstreik. Auch an den Vivantes-Standorten Klinikum am Friedrichshain (Landsberger Allee) und beim Auguste-Viktoria-Klinikum (Rubensstraße) ist das OP-Personal in der Zeit von 7.00 bis 16.00 Uhr im Ausstand.

Postbeamtinnen und Postbeamte fordern am heutigen Mittwoch mit ihrer Teilnahme an den regionalen Streikkundgebungen in Köln, Bielefeld, Dortmund und Duisburg die zeit- und inhaltsgleiche Übernahme des Tarifergebnisses für den öffentlichen Dienst auf die Beamten und Versorgungsempfänger der Post.

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