23 | 05 | 2019

Mehrere hundert protestierende Gewerkschaftsmitglieder begleiteten den Auftakt der Tarifverhandlung für den öffentlichen Dienst der Länder, der heute (21. Januar) in Berlin ohne Ergebnis geblieben ist. Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Frank Bsirske kommentierte nach der ersten Verhandlungsrunde: „Die Gesprächsatmosphäre ist gut, die Positionen sind weit auseinander.“

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in den deutschen Unternehmen des Uniper-Konzerns sind am späten Donnerstagabend in Düsseldorf ergebnislos unterbrochen worden.

Nach Angaben der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) habe es nach den Streiks in dieser Woche zwar Bewegung auf der Seite der Arbeitgeber gegeben, diese habe aber nicht ausgereicht, den Gewerkschaften auch ein abschlussfähiges Angebot vorzulegen.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wird die Beschäftigten der Flughafensicherheit vor der nächsten Verhandlungsrunde mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) am 23. Januar 2019 nicht zu weiteren Warnstreiks aufrufen.

„Wir haben uns zu einer Streikpause entschlossen, nachdem die Arbeitgeber heute signalisiert haben, dass sie in der nächsten Verhandlungsrunde ein abschlussorientiertes Angebot für die Beschäftigten der privaten Flugsicherheitsunternehmen vorlegen werden“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ute Kittel. Dazu hätte auch die Intensität der Streiks beigetragen. „Die Beschäftigten haben ihre Forderungen in den Warnstreiks sehr deutlich gemacht und damit gezeigt, dass sie ein deut-lich verbessertes Angebot brauchen“, so ver.di-Verhandlungsführer Benjamin Roscher.

Am heutigen Donnerstag, dem 10. Januar 2019, sind auf den Flughäfen Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart bereits in den Morgenstunden insgesamt rund 1.000 Beschäftigte privater Sicherheitsunternehmen in den Warnstreik getreten. Zu den Aktionen, die den ganzen Tag andauern werden, hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) aufgerufen. Durch den Warnstreik kommt es auf allen drei Flughäfen zu einem sehr stark eingeschränkten Flugverkehr. Aufgrund der vorzeitigen Streikankündigungen konnten sich offensichtlich viele Fluggäste auf die schwierige Situation einrichten.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten des Sicherheitspersonals in Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart zu einem ganztägigen Warnstreik am Donnerstag, dem 10. Januar 2019, auf. Die Streiks werden in Stuttgart mit der ersten Frühschicht gegen 3:00 Uhr aufgenommen, in Düsseldorf und Köln-Bonn ab 00:00 Uhr. Wie schon am Montag in Berlin ist auch an diesen Standorten mit starken Einschränkungen im Luftverkehr zu rechnen.

Im Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und den Unternehmern der Geld- und Wert-Branche haben sich beide Seiten in der fünften Verhandlungsrunde auf ein Ergebnis geeinigt, das deutliche Entgelterhöhungen für die rund 11.000 Beschäftigten der Branche bringt. Der Tarifvertrag, der eine Laufzeit von zwei Jahren hat, sieht eine Anhebung der Entgelte in zwei Stufen zwischen 7,7 und 17,1 Prozent vor. „Das ist ein hervorragendes Ergebnis. Die hohe Beteiligung der Beschäftigten an den Warnstreiks zum Jahresauftakt hat dies möglich gemacht“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Arno Peukes. Das Tarifergebnis sei zudem ein weiterer wichtiger Schritt hin zur Angleichung der Entgelte zwischen den Bundesländern.

„Am 5. Januar ist Happy Fat Cat Day! An diesem Tag hat ein DAX-Vorstand durchschnittlich bereits so viel verdient wie ein normaler Beschäftigter der Firma im gesamten Jahr 2019“, kommentiert Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die Entwicklung der Managergehälter in Deutschland. DAX-Vorstände verdienen laut einer Studie der Hans Böckler Stiftung aus dem Jahr 2018 das 71-Fache des Durchschnittsverdienstes ihrer Angestellten. Der Begriff „Happy Fat Cat Day“ stammt aus Großbritannien und bezieht sich dort auf die FTSE-100-CEOs.

Nach sieben Verhandlungsrunden und dem zwischenzeitlich drohenden Scheitern der Verhandlungen haben die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Deutsche Bahn die Tarifverhandlungen am 4. Januar 2019 in Frankfurt am Main erfolgreich beendet.

Die GDL zeigte sich mit den erzielten Ergebnissen außerordentlich zufrieden. „Trotz mancher Turbulenzen verliefen die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber überwiegend konstruktiv und in einer sachdienlichen, lösungsorientierten Atmosphäre“ so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. „Das nun vorliegende Tarifpaket enthält erhebliche Verbesserungen in allen vitalen Belangen des Zugpersonals.“

Mitten im Weihnachtsgeschäft legte sich die Gewerkschaft ver.di wieder einmal mit dem „Handels-Monster“ Amazon an – so bezeichnet Werner Rügemer den US-Konzern in seinem aktuellen Buch „Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts“. Kolleginnen und Kollegen der deutschen Versandzentren in Rheinberg, Werne und Leipzig streikten wieder einmal für einen Tarifvertrag. Um Amazon unter Druck zu setzen versuchten sie wie in den Jahren zuvor, zumindest Zweifel bei den Kundinnen und Kunden darüber zu säen, ob die Geschenke denn auch rechtzeitig zu Weihnachten eintreffen. Eine Bilanz darüber, ob der Streik sein Ziel erreicht hat und spürbar wirtschaftlichen Schaden verursachte, steht noch aus; fest steht aber leider schon, dass der Expansionskurs von Amazon ungebremst weiter geht.

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