Sonntag, 23. April 2017
Solidaritätsanzeige

Wirtschaft & Gewerkschaft

Am Samstag hatten die SDAJ und ihre Verbündeten am Aktionstag der IG Metall Jugend teilgenommen. Foto: DIDF-Jugend / Facebook

Rund 300 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet sind am heutigen Sonntag in Köln zum Kongress »Jugend braucht Perspektiven – Her mit dem Ausbildungsgesetz!« zusammengekommen. Sie nutzten damit den gestern von der IG Metall Jugend ebenfalls in Köln durchgeführten  Aktionstag, um konkreter als dort auf die Forderungen der Jugendlichen hinzuweisen. In verschiedenen Workshops und Diskussionsrunden wurden Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht und schließlich eine Resolution für ein Ausbildungsgesetz verabschiedet. Unterstützt worden war die von der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) organisierte Versammlung unter anderem von Gewerkschaftsgliederungen wie der DGB-Jugend Frankfurt, der IG Metall Jugend Dortmund oder der JungenBAU Bochum-Dortmund; der Linksjugend [’solid] NRW und dem Studierendenverband Die Linke.SDS, sowie der migrantisch geprägten DIDF-Jugend.

Neumarkt by IG Metall Jugend, on Flickr»Bildung. Macht. Zukunft« – unter diesem Motto haben im Rahmen eines von der IG-Metall-Jugend am Samstag in Köln rund 20.000 Jugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet demonstriert. Damit lag die Zahl der jungen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter deutlich über den Erwartungen. Viele der jungen Beschäftigten, Auszubildenden und Studierenden waren mitten in der Nacht aufgestanden und mit Bussen und der Bahn aus dem ganzen Bundesgebiet angereist, um in Köln ein Zeichen setzen: Für ein gerechteres und besseres Bildungssystem, für ein funktionierendes Weiterbildungsgesetz, für eine gerechte Reform des BAföG und des Berufsbildungsgesetzes. Und um sich stark zu machen für eine Bildungsteilzeit, die sie in der Metall-Tarifrunde 2015 verhandelt haben wollen. Ergänzt wird der Aktionstag am heutigen Sonntag durch einen von der SDAJ ebenfalls in Köln organisierten Jugendkongreß.

SDAJ in AktionIm Rahmen der bundesweiten Kampagne »Unsere Zukunft statt eure Profite« rückten Mitglieder der SDAJ Augsburg am vergangenen Samstag, 20. September 2014, in der Augsburger Innenstadt der Zeitarbeitsfirma »Helmes« auf die Pelle, die schon in der Vergangenheit immer wieder wegen schlechter Arbeitsbedingungen aufgefallen war. Betroffene berichten: »Als Leiharbeiter der Firma Helmes hat man mit verschiedenen Faktoren zu kämpfen. Meist trifft man schon zu Beginn des Arbeitsverhältnisses auf unfreundliches Helmes-Personal im Büro – den Mitarbeitern dort wird jegliche Kommunikation untereinander untersagt, sofern sich diese nicht um geschäftliche Dinge dreht. Wenn der Leiharbeiter seinen Lohn erhalten will, der erst irgendwann Mitte des nächsten Monats ausgezahlt wird, geht die Schikane weiter. Oft wird zu wenig ausgezahlt und es muss um jeden Cent gekämpft und diskutiert werden, in den meisten Fällen erfolglos. Das Personal wehrt sich mit fahrigen Ausreden, mit denen sich der Leiharbeiter dann abfinden muss.«

SDAJ-Kundgebung gegen NORMA am 2. August in München. Foto: SDAJ MünchenFür den heutigen Freitag, 29. August, hat die SDAJ München im Rahmen ihrer Kampagne für ein Ausbildungsgesetz eine Kundgebung vor einer Filiale der Supermarktkette NORMA am Oberhofer Platz 4 in der bayerischen Landeshauptstadt angekündigt. Der sozialistische Arbeiterjugendverband schreibt dazu in einer Pressemitteilung: »Zwar klingt das Ausbildungsangebot, das NORMA auf seiner Internetseite anbietet traumhaft. Fragt man jedoch die Auszubildenden bei NORMA persönlich, erscheint das als ein schlechter Witz. Offiziell wirbt NORMA mit dem Spruch „Mehr fürs Geld“; und das darf man auch bitter ernst nehmen. Für die Azubis heißt das nämlich: Mehr Arbeitsstunden, mehr Zeitdruck und mehr Stress.«

Freie Arbeiterinnen und Arbeiter UnionFreie Arbeiterinnen und Arbeiter UnionIn einer Pressemitteilung vom 14. Mai begrüßte die Freie ArbeiterInnenUnion Berlin (FAU Berlin), dass  sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) endlich gegen eine gesetzliche Regelung der sog. »Tarifeinheit« ausgesprochen hat, sofern diese Einschränkungen des Koalitions- und Streikrechts sowie der Tarifautonomie bedeuten würde. Da dieses Vorhaben nicht vollständig abgelehnt wurde, stellt die FAU Berlin klar, dass jedes Gesetz zur Tarifeinheit die gewerkschaftliche Aktionsfreiheit einschränken würde.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,Liebe Genossinnen und Genossen – liebe Freunde!

Auch wenn es manche vergessen haben und vielleicht auch gar nicht mehr hören wollen: der 1. Mai ist und war in erster Linie ein Kampftag der internationalen Arbeiterbewegung. Seine Wurzeln liegen an jenem fernen 4. Mai des Jahres 1886, als die polizeinin Chicago auf dem dortigen HayMarket auf Arbeiter schoss, die für die Einführung des 8-Stunden-Tages demonstrierten.

1. Mai 2014 in Berlin1. Mai 2014 in BerlinAm heutigen 1. Mai haben sich nach Angaben des DGB 403.000 Menschen an über 493 Veranstaltungen und Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes beteiligt. Die diesjährigen DGB-Kundgebungen standen unter dem Motto »1. Mai 2014: Gute Arbeit. Soziales Europa« .

Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer erklärte dazu in Bremen, wo in diesem Jahr die zentrale Gewerkschaftskundgebung stattfand: »Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist ein deutliches Signal: An den Themen der Gewerkschaften und den Anliegen der Beschäftigten in diesem Land kommt keiner vorbei. Die Zeit ist reif für eine neue Ordnung der Arbeit. Wir werden weiter Druck machen für den gesetzlichen Mindestlohn ohne jegliche Ausnahmen, für humane Arbeitsbedingungen und gegen prekäre Beschäftigung. Den arbeitenden Menschen gebührt Anerkennung und Würde - in Deutschland, Europa und in der Welt. Dafür werden wir weiterkämpfen.«

SDAJSDAJAuch im Jahr 2014 das gleiche Bild: Wir – die arbeitende und lernende Jugend – geraten immer häufiger aufs Abstellgleis. Schmalspurausbildung, Überstunden, Angst vor Arbeitslosigkeit und Hartz IV gehören für uns Jugendliche bereits zum Alltag. Die Kosten für die eigene Ausbildung gehen in die Höhe, die Qualität sinkt jedoch in den Keller. Ob in Deutschland, Spanien, Griechenland: Die anhaltenden Krise verschärft die miese Situation der Jugend in Europa noch einmal massiv.

Auch im Jahr 2014 das gleiche Bild: Wir – die arbeitende und lernende Jugend – geraten immer häufiger aufs Abstellgleis. Schmalspurausbildung, Überstunden, Angst vor Arbeitslosigkeit und Hartz IV gehören für uns Jugendliche bereits zum Alltag. Die Kosten für die eigene Ausbildung gehen in die Höhe, die Qualität sinkt jedoch in den Keller. Ob in Deutschland, Spanien, Griechenland: Die anhaltenden Krise verschärft die miese Situation der Jugend in Europa noch einmal massiv.
Jung & Arbeitslos heißt keine Zukunft & keine Perspektive

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