Freitag, 17. August 2018
Solidaritätsanzeige

LeuchtpolMit dem Leuchtpol-Projekt verschafft die Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung (ANU) dem Atom- und Kohlekonzern E.ON ein gutes Image, kritisiert der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) am südlichen Oberrhein. »Die E.ON Atom- und Kohlekraftwerke bedrohen Mensch, Natur, Umwelt und Klima.«, unterstreichen der BUND-Geschäftsführer in Freiburg, Axel Mayer, und Vorstandsmitglied Ulrike Treidel.

Schulstreik gegen SparpaketBerliner Schüler wollen mit einem Schulstreik die Bundestagsbelagerung gegen das Sparpaket am 26. November unterstützen. »Damit steht der Bundesregierung nach den massiven Protesten gegen den Castor-Transport ein weiterer Proteststurm bevor«. kündigt die Initiative »Bildungsblockaden einreißen« an. Der Schulstreik beginnt um 10 Uhr am Potsdamer Platz. Gegen 11 Uhr wollen sich die Streikenden am Brandenburger Tor treffen, um dann gemeinsam mit den anderen Protestierenden vor den Bundestag zu ziehen und der Regierung die »rote Karte« zu zeigen.

Das Foto des Tages.....

Nach Abschluss des bisher langwierigsten und teuersten Castor-Transportes nach Gorleben hat Linksparteichef Klaus Ernst von Bundespräsident Christian Wulff, einem gebürtigen Niedersachsen, gefordert, »jetzt seine Autorität einzusetzen und ein atompolitisches Friedenswort zu sprechen«. Gegenüber der »Leipziger Volkszeitung« (Mittwoch-Ausgabe) sagte Ernst: »Wir brauchen einen Runden Tisch zur Atompolitik. Dafür müssen zwei Vorbedingungen erfüllt sind: Stopp der Castortransporte und ein Moratorium für den Ausstieg aus dem Ausstieg. Dann kann man mit allen Beteiligten über eine politische Lösung reden und nach einem neuen Frieden in der Atomfrage suchen.«

Bundesverband Bürgerinitiativen UmweltschutzBundesverband Bürgerinitiativen UmweltschutzDer Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bedankt sich bei allen Aktiven im Wendland und anderswo, die in den letzten Tagen dem unsinnigen Atommüll-Transport nach Gorleben, und damit der gesamten Atomindustrie, die Stirn geboten haben. Der BBU werde weiterhin dem Widerstand gegen ein Endlager in Gorleben und gegen weitere Atomtransporte in das Wendland zur Seite stehen, teilt die Organisation in einer Erklärung mit. Gleichzeitig erhebt der BBU scharfen Protest gegen drohende Atommüll-Transporte vom Atommüll-Lager in Ahaus (NRW) nach Russland. Aktuellen Berichten zufolge sei ein Staatsvertrag für den Export von 18 Castoren mit  hochradioaktiven Brennelementen in die russische Plutoniumfabrik Majak »unterschriftsreif«. Der BBU spricht sich eindeutig gegen diesen gefährlichen Atommüll-Export aus, zumal bei der Verarbeitung des Atommülls in Russland noch mehr Atommüll anfallen würde. Am 21. November soll in Ahaus mit einer Demonstration gegen den Atommüll-Abtransport protestiert werden.

Gehackt: www.kernenergie.deGehackt: www.kernenergie.deGegen 9.45 Uhr hat der Atommülltransport das Zwischenlager Gorleben erreicht. »Der neue Streckenrekord liegt somit bei 3 Tagen, 19 Stunden, 24 Minuten. Die nächste zu knackende Marke sind somit die 100 Stunden«, kommentiert dies der Castorticker, der kurz darauf mitteilte, seine Arbeit für dieses Mal einzustellen, »nach 127 GB Durchsatz und etwa 80 Millionen Seitenzugriffen«. Auch für die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt ist das Ende des jüngsten Transports Gelegenheit für eine Bilanz. Jochen Stay betont: »Obwohl die Räumung jetzt abgeschlossen ist, ist das hier keine Niederlage, sondern ein Erfolg! 1979 musste der damalige Ministerpräsident Albrecht einräumen: "Eine Wiederaufarbeitungsanlage in Gorleben ist politisch nicht durchsetzbar" - jetzt warten wir auf ein ähnliches Bekenntnis aus Berlin. Auch ein Endlager in Gorleben ist nicht durchsetzbar.«

X-tausendmal querX-tausendmal querDie Kolonne der elf Castoren mit hochraadioaktivem Atommüll hat den Verladebahnhof Dannenberg verlassen und befindet sich derzeit auf Höhe Quickborn. Im Wald nahe der Strecke warten rund 500 Menschen auf eine neue Gelegenheit, die Strecke zu besetzen und den Transport noch einmal zu stoppen. Zuvor hatten rund 5000 Menschen den Atommülltransport knapp 45 Stunden lang blockieren können. Die Kampagne »X-tausendmal quer« wertet das als wichtigen politischen Erfolg. »Der entschlossene, massenhafte Protest der letzten Tage ist ein starkes politisches Signal: Die Endlagerfrage ist ungelöst, Gorleben kein geeigneter Standort und die Verlängerung von AKW-Laufzeiten lebensfeindlich«, erklärte ihre Sprecherin Luise Neumann-Cosel. »Die schwarz-gelbe Energiepolitik ist unverantwortlich und nicht durchsetzbar. Die Polizei konnte die Straße räumen, doch die Regierung kann den Konflikt nicht ausräumen.«

Foto: Andreas Conradt / PubliXviewinGFoto: Andreas Conradt / PubliXviewinGSeit dem frühen Morgen hat die Polizei rund 5000 Menschen geräumt, die auf der Strasse zwischen dem Verladekrahn in Dannenberg und dem Zwischenlager in Gorleben sassen. Nachdem die Beamten die Blockierer zunächst friedlich weggetragen hatten, ging die Polizei Berichten zufolge zunehmend härter gegen die Atomkraftgegner vor. Radio Freies Wendland meldete, dass vier Wasserwerfer aufgefahren waren. Die Räumung ging jedoch trotzdem nur langsam voran, zumal sich Medienberichten zufolge geräumte BlockiererInnen immer wieder an anderer Stelle in die Blockade einreihten. Erst gegen 7.30 Uhr meldete der Castorticker, dass die Blockade komplett geräumt sei. Damit hat die Polizei mehr als vier Stunden benötigt, um die gewaltfreien Demonstranten von der Strasse zu kriegen. Noch immer hängen jedoch Kletterer in den Bäumen.

Schon zuvor hatte die Polizei mehr als elf Stunden nach dem Beginn der Greenpeace-Blockade des Verladebahnhofs Dannenberg durch einen als Bierlaster getarnten LKW die beiden einbetonierten Aktivisten aus dem Fahrzeug geholt. Erst um 6.15 Uhr waren die Greenpeace-Mitglieder mit Hilfe von Presslufthämmern und Trennschleifern aus dem Beton gelöst worden. Bereits eine Stunde zuvor hatten Polizisten die ersten der ursprünglich fünf Aktivisten der Umweltorganisation aus dem acht Meter langen umgebauten Brauereifahrzeug geholt.

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