Angesichts der stark steigenden Corona-Infektionen in Spanien fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schnelle Hilfe für das Land. "Wir können unseren Beitrag leisten, indem wir Spanien unbürokratisch die Hilfe zur Verfügung stellen, die wir beschlossen haben im Rahmen der europäischen Hilfsprogramme", sagte Lauterbach der Tageszeitung "taz" (Dienstagausgabe). "Was wir aber auch brauchen ist, dass wir den Spaniern beispielsweise Testkapazität und Masken zur Verfügung stellen". Zudem müsse Deutschland helfen, das Testverfahren zu beschleunigen.

"Wir haben zu der Entwicklung der Pandemie, die jetzt in Spanien zu sehen ist, mit beigetragen", ergänzte der Epidemiologe. "Nicht alleine, aber auch deutsche Urlauber haben sich verantwortungslos verhalten, und das ist sehr bedauernswert."

"Die Situation ist sehr besorgniserregend, weil die Zahl der Fälle dort so schnell steigt", so Lauterbach. "In Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Spanier sich bei dem gutem Wetter jetzt noch draußen aufhalten, lässt sich für den Winter eine schwere zweite Welle erwarten", warnte der SPD-Bundestagsabgeordnete.

Link zum Originalartikel: https://taz.de/Nach-Einstufung-zum-Risikogebiet/!5702602/

Quelle:

taz - die tageszeitung via ots / Presseportal.de