15 | 12 | 2019

Anlässlich des NS-verherrlichenden Lukov-Marsches “ in Sofia führt die Berliner VVN-BdA eine Protestkundgebung vor der bulgarischen Botschaft in Berlin durch:

Samstag |16. Februar 2019 | 11.00 Uhr
Leipziger/ Straße/ Ecke Mauerstraße / 10117 Berlin

Seit 2003 organisieren Neofaschisten, extreme Rechte und Nationalisten aus Bulgarien und anderen europäischen Ländern Mitte Februar einen öffentlichen Aufmarsch in Sofia. Dabei präsentieren sie Nazi-Uni-formen und faschistische Symbole und hetzen gegen Flüchtlinge, Ausländer und die türkische Minderheit im Land. Der Aufmarsch findet zu Ehren von General Hristo Lukov statt, der nach dem Zweiten Weltkrieg von Partisanen wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit hingerichtet wurde. General Lukov war bulgarischer Kriegsminister und Leiter der ultranationalistischen Organisation „Union der nationalen bulgarischen Legionen“. Er war ein extrem brutaler Unterstützer von Hitler. In der Regierung wirkte er mit aller Kraft darauf, sich an der rassistischen Vernichtungspolitik zu beteiligen und bulgarische Juden in die faschistischen Todeslager zu deportieren. Er unterstützte auch die Idee, zehn bulgarische Divisionen an die Ostfront gegen die Rote Armee zu schicken. All das ist in Bulgarien und Europa bekannt.

Mitte Februar 2018 haben wieder mehrere hundert Neofaschisten aus Bulgarien und anderen europäischen Ländern eine öffentliche Veranstaltung in Sofia abgehalten. Sie zeigten wieder Nazi-Uniformen und faschistische Symbole. In Slogans beleidigten sie Flüchtlinge, Ausländer und türkische Minderheiten im Land.

Der Protest gegen den Marsch war in diesem Jahr sehr breit. Über 175.000 Personen unterstützten eine Online-Petition zum Verbot dieser Provokation. Unsere bulgarische Mitgliedsorganisation BAU und andere Initiativen der Zivilgeselschaft demonstrierten gegen diese Form von Geschichtsrevisionismus. Es ist ein Skandal, dass das Verbot des Aufmarsches durch die Bürgermeisterin von Sofia durch ein bulgarisches Gericht aufgehoben wurde.

firDas Russische Komitee der Veteranen äußert im Namen von 5,5 Millionen Mitgliedern der Russischen Veteranen-Union starken Protest und massive Verurteilung einer weiteren Entweihung des Denkmals für den sowjetischen Befreiersoldaten in den Bergen von Plovdiv, Bulgarien.

Der Zynismus des moralischen Abschaums der Anhänger der menschenfeindlichen Ideologie des Faschismus, Nationalsozialismus und des Rassismus geht über alle Grenzen hinaus. Die Gedenkstätten derer, die ihr Leben zur Befreiung der Menschheit von der braunen Pest gaben, die Völker der Länder Osteuropas verteidigten und befreiten, sie vor der Zerstörung, dem sklavischen Zusammenleben, der moralischen und körperlichen Demütigung retteten, werden unverschämt und trotzig beschmutzt.

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