Samstag, 18. August 2018
Solidaritätsanzeige

Ich bin Charlie HebdoIch bin Charlie HebdoAufruf zur nationalen Einheit an alle republikanischen Kräfte angesichts der Barbarei, die die Mannschaft von Charlie Hebdo getroffen hat.

Das barbarische Blutbad, dem die Redaktion von Charlie Hebdo zum Opfer fiel, hinterlässt uns in Entsetzen und Schmerz, und verlangt eine kräftige Antwort der ganzen Nation.

Pierre Laurent und der Parteivorstand der KPF rufen dazu auf, dass sich im ganzen Land alle republikanischen Kräfte gegen die Barbarei wenden. Wenn eine Zeitung so angegriffen wird, wenn Menschen massakriert werden, deren Leidenschaft die Information und die Freiheit des Wortes waren, dann ist in der Tat jeder von uns angegriffen, dann ist die Republik ins Herz getroffen. Mögen die Täter dieser abscheulichen Tat gefasst werden und vor Gericht kommen.

Weg mit dem Backpfeifengesicht Hollande! Foto: pierre bourru / flickr.comWeg mit dem Backpfeifengesicht Hollande! Foto: pierre bourru / flickr.comFrankreichs Premierminister Manuel Valls kann am Mittwoch mit neuem Selbstvertrauen vor die versammelte herrschende Klasse Frankreichs treten, obwohl er in den Umfragen in den vergangenen drei Monaten 20 Punkte verloren hat. Wenn er auf der »Sommer-Universität« des französischen Unternehmerverbandes MEDEF in den Räumen der »Grande Ecole« HEC Paris in Jouy-en-Josas spricht, wird er bereits einer »kohärenten Regierung« vorstehen, die »entschieden und schnell handeln« wird.

Femen gegen FNFemen gegen FNFrankreichs Faschisten von der Front National (FN) konnten ihren Wahlkampfauftakt am Dienstag nicht ungestört abhalten. 23 junge Frauen des »Femen«-Netzwerks störten die Pressekonferenz der Ultrarechten und protestierten gegen die »faschistische Seuche« in Europa. Anlass für den Protest, der wie immer bei dieser Gruppe »oben ohne« stattfand, war die Koalition der gesamten extremen Rechten zur bevorstehenden Europawahl, bei der sich die Faschisten einen Zuwachs an Sitzen versprechen.

Kommunalwahlen in Frankreich. Foto:  verrier.claude / flickr.comKommunalwahlen in Frankreich. Foto: verrier.claude / flickr.comAls »kalte Dusche für die Sozialistische Partei« wertete die linke Tageszeitung »L`Humanité« am Montag den Ausgang der in ganz Frankreich durchgeführten Kommunalwahlen. In Marseille, aber auch in anderen Städten des Landes waren die Kommunalwahlen am Vortag zu einem Denkzettel für die sozialdemokratische Regierung geworden. Zudem brachte die Abstimmung den befürchteten Durchbruch für die neofaschistische Nationale Front (FN), die etwa im südfranzösischen Marseille, der zweitgrößten Stadt des Landes, 23,16 Prozent der Stimmen erzielen konnte. Die Sozialisten (PS) von Staatspräsident François Hollande und ihr grüner Koalitionspartner erreichten hier nur 37,7 Prozent. das von der konservativen Union für eine Volksbewegung (UMP) dominierte Lager kam auf 46,5 Prozent.

Die Tageszeitung L'Humanité dokumentierte am Dienstag, 27. August, eine Erklärung der Französischen Kommunistischen Partei (PCF) zur Eskalation in Syrien:

(…) Die Eskalation des militärischen Konflikts ist äußerst besorgniserregend. Mit dem Einsatz von chemischen Kampfstoffen bei den Bombardements, die Verantwortung für welchen dem Regime von Baschar Al-Assad zugeschrieben wird, wurde eine besonders heimtückische Linie überschritten. Die Bombenangriffe bedürfen erst der vollständigen Aufklärung. Aber die Vereinigten Staaten, die im Laufe der letzten Wochen bereits etwa dreihundert Kommandokämpfer für die Freie Syrische Armee (FSA) ausgebildet haben, haben ihre mit Marschflugkörpern ausgestattete Kriegsflotte im Mittelmeer nun verstärkt.

Gedenken in GrenobleIn mehreren französischen Städten haben am Donnerstag Tausende Menschen gegen Neofaschismus und Rassismus demonstriert. Anlass für die Proteste war der Mord an dem 18jährigen Antifaschisten Clément Méric. Der junge Gewerkschafter und Student war am Mittwoch in Paris von Neonazis der »Jeunesses Nationalistes Révolutionnaires« angegriffen worden. Die  Neonazis hatten Clément und seine FreundInnen umzingelt, sie beleidigt und geschubst. Plötzlich schlug einer der Angreifer Clément mit einem Schlagring ins Gesicht. Er fiel auf den Boden und sein Kopf stieß gegen einen Metallpfosten. Während seine FreundInnen versuchten, sich zu verteidigen, musste er noch weitere Schläge einstecken. Clément wurde ohnmächtig ins Krankenhaus »La Salpêtrière« gebracht, in dem er nach einigen Stunden aufgrund seiner schweren  Verletzungen verstarb.

Clément Méric Am gestrigen Mittwoch gegen 18 Uhr haben drei Naziskins von der neofaschistischen »Jeune Nationaliste Révolutionnaire« (JNR) am Bahnhof Haussmann - Saint-Lazare im 9. Arrondissement der französischen Hauptstadt Paris den jungen Antifaschisten Clément Méric angegriffen und so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus starb. Die Täter trugen Bomberjacken und Springerstiefel. Der Vorfall reiht sich ein in eine Anzahl von Nazi-Übergriffen, die im Zusammenhang mit den Protesten gegen die »Ehe für alle« zugenommen haben. Neonazis haben die von Spießbürgern und Konservativen getragenen Aktionen gegen die »Homo-Ehe« und das Recht für gleichgeschlechtliche Paare, Kinder zu adoptieren, in Frankreich massiv unterwandert.

Aktuelles und früheres Symbol der PCFAktuelles und früheres Symbol der PCFFrankreichs Kommunisten haben sich auf ihrem jüngsten Parteitag in der vergangenen Woche vom traditionsreichen Symbol Hammer und Sichel verabschiedet. Nachdem die Grafik in den vergangenen Jahren bereits aus dem allgemein verwendeten Parteilogo und aus dem Kopf der Tageszeitung »L'Humanité« verbannt wurde, taucht es nun auch nicht mehr auf dem Mitgliedsausweis der Französischen Kommunistischen Partei (PCF) auf. Ohne vorherige Diskussion in der Partei ist dort nun der stilisierte Stern der Europäischen Linkspartei (EL) zu sehen. »Die ganze Partei ist darüber entsetzt«, kritisierte die Entscheidung der Chef der Pariser Parteiorganisation, Emmanuel Dang Tran. »Die PCF ordnet sich einer anderen Organisation unter, der Linksfront Front de gauche, um gemeinsam mit Grünen, Sozialisten und Trotzkisten eine sozialdemokratische Organisation schaffen zu können«, so Dang Tran im Rundfunksender France Info.

Der Bundesvorstand der Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF) veruteilt die Morde an drei kurdischen Politikerinnen, die am 9. Januar 2013 in Paris einem Anschlag zum Opfer fielen. Nach Ansicht der DIDF verfolgen die Mörder das Ziel, den Dialog- und Friedensprozess in der kurdischen Frage zu verhindern. In der Presseerklärung der DIDF heißt es: »Mit Bestürzung haben wir von den feigen Morden an den drei kurdischen Politikerinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Söylemez im Kurdischen Informationsbüro in Paris erfahren. Wir verurteilen diese Morde aufs Schärfste.«

Real time web analytics, Heat map tracking

on air

RedGlobe Links

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.