17 | 11 | 2019

Der eine war Bundeskanzler, jetzt ist er als Geschäftsmann unter anderem auch im Glücksspielmilieu unterwegs: Alfred Gusenbauer. Der andere war ebenfalls Bundeskanzler, jetzt arbeitet er im Immobiliengeschäft: Werner Faymann.

Beide waren aber vor ihrer Zeit als Spitzenpolitiker noch etwas anderes: Hohe Funktionäre der Sozialistischen Jugend und ausgewiesene linke Kritiker der damaligen SPÖ-Parteiführung.

Und jetzt Max Lercher: Er war steirischer SJ-Vorsitzender, stieg dann zum Bundesgeschäftsführer der SPÖ auf und ist jetzt Geschäftsführer einer Firma, die sich laut Vertrag mit der Parteiführung auf Datenklau spezialisiert.

Warum wundert mich das nicht?

Es ist eine Gesetzmäßigkeit: Antikapitalistische Phrasen befördern – noch immer – den Aufstieg in der SPÖ, nach dem Spitzenjob geht man aber nicht dorthin, wo die arbeitenden Menschen sind: Man will ganz oben bleiben und nutzt die Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus aus, um weiter sehr gut leben zu können.

Auch bei Max Lercher ist das nicht anders: Ihm war ein guter Job im Firmengeflecht der SPÖ lieber als der harte Weg. Man gibt den Proleten und kassiert sein Geld als Geschäftsführer einer AG. In der SPÖ ist das kein Widerspruch mehr. Deshalb kann sich ein Max Lercher im internen Machtkampf als Märtyrer inszenieren.

Dass er, der mit der Forderung nach einer Arbeiterquote in der Partei Schlagzeilen machte, vor allem ein Schmähführer ist, fällt fast niemandem mehr auf. Nur der KPÖ.

Quelle:

KPÖ Steiermark

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