Drucken
Kategorie: Krim

Nein zur G8, nein zur G7!Nein zur G8, nein zur G7!Hat Attac dem russischen Präsidenten Wladimir Putin schon die Ehrenmitgliedschaft angeboten? Immerhin scheint dem Staatschef in Moskau etwas zu gelingen, was dem globalisierungskritischen Netzwerk in den vergangenen Jahrzehnten leider nie gelungen ist: ein G8-Gipfel zu sprengen. Das Weiße Haus in Washington teilte am Sonntag mit, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Großbritannien und die USA – die sogenannten G7 – hätten gemeinsam einen Boykott des Gipfeltreffens beschlossen, das eigentlich im Juni im Olympiaort Sotschi stattfinden soll.

 

»Wir haben beschlossen, vorläufig unsere Teilnahme an den Vorbereitungsprozessen auszusetzen, solange die Situation nicht zu einem Punkt zurückkehrt, an dem die G8 eine substantielle Diskussion beginnen könnte«, zitierte RIA Nowosti die verschwurbelte Erklärung aus Washington. Man unterstütze die Souveränität und die territoriale Integrität der Ukraine und werde dem Land helfen, Kontakte mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) herzustellen, um Kredite zu bekommen. Von Kritik am Staatsstreich in Kiew oder an den antirussischen und antikommunistischen Verfolgungen durch die in der Ukraine nun mitregierenden Faschisten – kein Wort.

Statt dessen wird US-Außenminister John Kerry am morgigen Dienstag Kiew besuchen. »Er wird über die Schritte sprechen, die wir unternehmen, um die Ukraine politisch zu unterstützen und bei der Überwindung ihrer Nöte zu helfen«, hieß es dazu aus Washington. Moskau hat demgegenüber mehrmals westliche Politiker für die Zuspitzung der Krise in der Ukraine verantwortlich gemacht. Deren Erklärungen und Schritte seien als Ermunterung von Extremismus und des gesetzwidrigen Machtwechsels in der Ukraine ausgelegt worden.

Tatsächlich ist es schon unfreiwillig komisch, wenn ausgerechnet die USA gegen völkerrechtswidrige Interventionen in anderen Ländern wettern. War da nicht mal was? Und wurden in der Vergangenheit nicht vor allem in Lateinamerika – etwa in Grenada – US-Interventionen in souveränen Staaten auch mit dem Schutz von dort lebenden US-Bürgern begründet? Hat sich Washington jemals dafür entschuldigt?

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.