Montag, 19. November 2018
Solidaritätsanzeige

Konteradmiral Denis BeresowskiDer erst vor zwei Tagen von den Putschisten zum neuen Befehlshaber der ukrainischen Marine ernannte Konteradmiral Denis Beresowski ist zu den russischen Einheiten übergelaufen und hat dem Volk der Krim Treue geschworen. »Ich schwöre dem Volk der Krim Gehorsam und verspreche, es entsprechend der Regeln der Armee zu beschützen. Ich schwöre, Befehle des Oberkommandierenden der Krim und Sewastopols entgegenzunehmen«, erklärte Beresowski in einer Fernsehansprache. Daraufhin kündigte der Ministerpräsident der Krim, Sergej Aksjonow, den Aufbau einer eigenen Marine der autonomen Republik an, deren Oberhaupt der Konteradmiral sein soll.

 

»Die Republik wird ihre eigene Marine haben, die unter dem Kommando von Konteradmiral Bereswoski stehen wird«, erklärte Aksjonow daraufhin. »Dieser Tag wird künftig als Geburtstag der Marinestreitkräfte der autonomen Republik Krim begangen werden.« Alle Marinetruppen in Sewastopol seien angewiesen worden, keine Befehle mehr von den selbsternannten Autoritäten der Krim entgegenzunehmen. Außerdem dürften die Soldaten keinen Gebrauch von der Waffe machen, bis sie vom Regierungschef persönlich dazu autorisiert worden seien. »Alle Soldaten, die dem Volk der Krim Gehorsam schöwren, werden ihr Gehalt, ihre Gesundheits- und Sozialleistungen, ihren militärischen Rang und ihre Stellung behalten«, unterstrich Aksjonow. Alle anderen hätten das Recht, sich zurückzuziehen und würden nicht verfolgt werden.

Die Putschisten in Kiew erklärten, sie hätten ein Strafgerichtsverfahren wegen »Landesverrat« gegen den Konteradmiral eingeleitet. Neuer Oberkommandierender der ukrainischen Marine sei jetzt Sergej Hajduk.

Auch zahlreiche Angehörige der auf der Krim stationierten ukrainischen Bodentruppen »bekunden ihre Unterstützung für die legitim gewählten Machtbehörden der Autonomen Republik Krim«, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung Aksjonows. Diese Militärs »werden zusammen mit uns alles nur Mögliche tun, um ein Blutvergießen zu verhindern und die in Kiew eingenisteten Jammer-Politiker zur Vernunft zu bringen.«

Am 22. September hatte die Oberste Rada den gewählten Präsidenten Wiktor Janukowitsch entmachtet, die Verfassung geändert und den Parlamentschef Alexander Turtschinow mit den Vollmachten des Präsidenten betraut. Die Autonome Republik Krim und der Stadtrat von Sewastopol lehnten diese Beschlüsse als illegitim ab und wählten Sergej Aksjonow, den Chef der Bewegung »Russische Einheit«, am 27. Februar  zum Regierungschef der Autonomen Republik. Aksjonow betrachtet den nach Russland geflüchteten Janukowitsch weiterhin als legitimes Staatsoberhaupt der Ukraine.

Quellen: Russia Today, RIA Nowosti / RedGlobe

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