Sonntag, 23. Juli 2017
Solidaritätsanzeige

Bericht des russischen Fernsehens über den Start des Corsos. Screenshot: RedGlobeIn Moskau sind heute Angehörige des Motorradclubs »Nachtwölfe« zu einem Corso nach Berlin aufgebrochen. Aus Anlass des 70. Jahrestags des Sieges über den Hitlerfaschismus wollen sie dem Weg der Roten Armee bis in die deutsche Hauptstadt folgen. Dort wollen sie am 9. Mai an den Tag des Sieges erinnern. Nachdem bereits die polnische Regierung den Bikern ein Einreiseverbot ausgesprochen hat, drohten am Sonnabend auch das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium mit einem solchen Schritt.

Banner des Sieges auf dem Reichstag in Berlin. Foto: ArchivBanner des Sieges auf dem Reichstag
in Berlin. Foto: Archiv
Nicht nur weltweit wird im Mai an den 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus erinnert. Wie die russische Nachrichtenagentur TASS heute berichtet, wird am 9. Mai auch auf der Internationalen Raumstation (ISS) eine Replik der sowjetischen Flagge entrollt, die am 30. April auf dem Reichstag in Berlin gehisst worden war. Das rote Banner wurde am Mittwoch von den Kosmonauten Alexej Leonow – dem ersten Mann, der einen Weltraumspaziergang gewagt hatte – und dem Weltkriegsveteranen Wladimir Schatalow dem Chef des Russischen Kosmonauten-Trainingszentrums, Jurij Lonchakow, übergeben. Am 28. April soll die Fahne mit einem Transporter in die Raumstation gebracht zu werden.

»Die Bundesregierung vollführt eine zirkusreife Rolle rückwärts in der Krim-Frage. Denn entgegen früherer Behauptungen bezeichnet sie die Abspaltung der Krim von der Ukraine nun offiziell als ›Sezession und anschließende Aufnahme in den russischen Staatsverband‹, statt wie bisher als Annexion. Damit räumt die Bundesregierung indirekt ein, dass sie in der politischen und rechtlichen Bewertung der Krim-Frage über das Ziel hinaus geschossen und schlichtweg Opfer ihrer eigenen Anti-Russland Propaganda geworden ist,« erklärt Dr. Alexander S. Neu, Obmann der Linksfraktion im Verteidigungsausschuss angesichts der Aussagen des Auswärtigen Amtes zur Krim im kürzlich veröffentlichten »Realitätscheck: Russische Behauptungen - unsere Antworten«.

RT Deutsch im InternetRT Deutsch im InternetSeit dem gestrigen Donnerstag hat der russische Fernsehsender RT (Russia Today) auch einen deutschsprachigen Ableger. Neben den Fernsehprogrammen in englischer, spanischer und arabischer Sprache informiert der Moskauer Kanal nun – zunächst nur im Internet – auch in deutscher Sprache über Nachrichten aus russischer Perspektive. Dabei soll es unter dem Titel »Der fehlende Part« auch eine Video-Nachrichtensendung geben, die bewusst über Dinge informieren will, die in anderen Programmen herausgeschnitten werden. Wann diese Sendung startet, wurde noch nicht mitgeteilt.

Igor Strelkow (links). Foto: slavyangrad.esIgor Strelkow (links). Foto: slavyangrad.esWir dokumentieren nachstehend eine Erklärung des früheren Verteidigungsministers der Donezker Volksrepublik und Oberkommandierenden der Donezker Volkswehr, Igor Strelkow (Igor Girkin). Die deutschsprachige Übersetzung wurde vom Internetportal Slavyangrad.de besorgt. Offensichtliche Übersetzungs- und Grammatikfehler haben wir korrigiert, inhaltlich haben wir keine Änderungen vorgenommen, auch wenn die russisch-nationalistische und antikommunistische Haltung des mutmaßlichen Angehörigen des russischen Geheimdienstes unseren Positionen nicht immer entspricht. Wir halten seine Äußerungen jedoch für so relevant, dass wir sie auch hier dokumentieren wollen. So macht Strelkow unter anderem die Tatsache, dass »echte Hilfe aus Russland« inzwischen die Volkswehr erreicht habe, für deren jüngste Offensive verantwortlich. Zudem lehnt er die gegenwärtigen Verhandlungen in Minsk als Verrat ab.

Außenministerium der Russischen FöderationAußenministerium der Russischen FöderationWir dokumentieren nachstehend eine Erklärung des russischen Außenministeriums von Donnerstag, 21. August 2014, zu der zu diesem Zeitpunkt erreichten Einigung über die Durchführung des Hilfskonvois in die Ostukraine:

Wir begrüßen die erzielte endgültige Einigung über alle Parameter der dringlichen Lieferung von russischer humanitärer Hilfe in den ukrainischen Südosten über die Fahrtroute Iswarino – Lugansk. Dieser gingen angestrengte und vielfältige Bemühungen voraus, welche nicht nur die praktische Organisation des Transports einer großen Menge von Lebensmitteln, Medikamenten, Gegenständen des alltäglichen Bedarfs und Elektrogeneratoren beinhalteten, was alleine schon vom logistischen Standpunkt eine beispiellose Aufgabe darstellt, sondern auch intensive Kontakte mit verschiedenen ukrainischen Instanzen, der Leitung und Vertretern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und anderen ausländischen Partnern. Letzten Endes konnten alle Bedingungen für die möglichst rasche und effektive Erreichung des Hauptziels erfüllt werden: die Lieferung und Verteilung der jetzt im ukrainischen Südosten so notwendigen humanitären Fracht.

Wladimir Putin bei der Zeremonie in MoskauWladimir Putin bei der Zeremonie in MoskauAm vergangenen Freitag weihte der russische Präsident Wladimir Putin in Moskau ein Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen russischen Soldaten ein. Dabei präsentierte er eine eigenwillige Geschichtsinterpretation, in der er unter anderem die russische Oktoberrevolution als »Verrat an den nationalen Interessen« brandmarkte. Wir dokumentieren nachstehend die von der Tageszeitung junge Welt besorgte Übersetzung der Rede als wichtiges Dokument in einer Zeit, in der auch hierzulande manche Linke die russische Regierung und Präsident Putin wegen ihrer Antikriegspolitik in der Ukraine für »fast-kommunistisch« halten.

An diesem Tag vor einem Jahrhundert war Russland gezwungen, in den Ersten Weltkrieg zu ziehen. Heute weihen wir ein Denkmal für seine Helden ein – für die russischen Soldaten und Offiziere. Wir weihen dieses Denkmal auf dem Poklonnaja-Hügel ein, einer Stätte, die dankbare Erinnerung an den Ruhm russischen Militärs bewahrt und an alle, die in verschiedenen Zeitabschnitten der Geschichte unseres Landes seine Unabhängigkeit, Würde und Freiheit verteidigt haben.

Tag des Sieges in DonezkTag des Sieges in DonezkMit Militärparaden in Moskau und zwei Dutzend weiteren Städten, Volksfesten und Kundgebungen wird in Russland heute der 69. Jahrestag des Sieges über den Faschismus gefeiert. Auch in zahlreichen Städten der Ukraine haben sich die Menschen vom Kiewer Regime nicht die Freude über die Befreiung von der deutschen Besatzung verbieten lassen. In Donezk, Slowjansk und zahlreichen anderen Städten vor allem im Osten des Landes gingen Tausende unter roten und russischen Fahnen auf die Straße.

Natalja PoklonskajaNatalja PoklonskajaDie Beamten der Staatsanwaltschaft der Krim haben am Mittwoch ihren Amtseid auf die Verfassung und die Gesetze der Russischen Föderation abgelegt. Unter den Juristinnen und Juristen, die ihre Hand zum Schwur hoben, war auch die als Generalstaatsanwältin der kurzzeitig unabhängigen Halbinsel bekanntgewordene Natalja Poklonskaja.

Die Zeremonie fand nicht zufällig am Vorabend des Jahrestages der Befreiung Europas vom Faschismus statt. Den Eid entgegen nahmen Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges, die vor 70 Jahren die Krim von der Nazibesatzung befreit hatten.

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