Sonntag, 23. Juli 2017
Solidaritätsanzeige

LeninLENIN, »Er rührte an den Schlaf der Welt«*
- zum 90sten Todestag am 21. Januar 2014 -

Ich seh ihn heute mehr denn je,
Den Schalk in seinem Blick,
Der Gegenwart beweisend Näh’,
Grad weil die Menschheit voller Weh.
Dreht sich die Welt zurück?

Unsterblich, photographisch echt,
Ein Blitz ist jedes Wort,
Erhellend - was ist ungerecht? -,
Den Weg erklärend zum Gefecht
Und - führend weiter fort.

Maxim MartsinkewitschIn Kuba ist am Wochenende einer der bekanntesten russischen Neonazis verhaftet worden und soll nun an die Behörden in Moskau ausgeliefert werden. Das teilte das russische Innenministerium am Sonnabend mit. Maxim Martsinkewitsch hatte die inzwischen verbotene neofaschistische Gruppierung »Format 18« geführt und hatte zuletzt immer wieder durch gewalttätige Übergriffe auf Homosexuelle Schlagzeilen gemacht. Im Dezember hatte ihn ein Gericht in Abwesenheit wegen Aufstachelung zum Hass zu einer drei- bis fünfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, dieser entzog sich der Neonazi jedoch. Er sei – offenbar problemlos – über Kiew und Frankfurt nach Kuba gegangen, teilte er am 9. Januar auf seiner Homepage mit.

Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) - Bund der Antifaschisten Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) - Bund der Antifaschisten Mindestens 18 Menschen sind am Sonntag bei einer Explosion auf dem Bahnhof der südrussischen Großstadt Wolgograd, dem früheren Stalingrad, getötet worden. Den Angaben der Regionalregierung zufolge wurde 40 weitere verletzt. Die Nachrichtenagentur Ria-Nowosti berichtet unter Berufung auf Erkenntnisse der Anti-Terror-Behörde NAK, eine Selbstmordattentäterin habe sich um 12.45 Ortszeit (09.45 MEZ) in die Luft gesprengt.

Schon am Freitagabend waren im südrussischen Pjatigorsk drei Menschen bei einem Autobombenanschlag getötet worden. Bereits im Oktober war Wolgograd bereits von einem Selbstmordanschlag erschüttert worden, als sich eine Frau in einem Linienbus in die Luft sprengte und sechs Passagiere mit in den Tod riss. Die Behörden vermuten, dass durch die Anschläge die Lage in der Russischen Föderation im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Sotschi destabilisiert werden soll.

Die Frau an Snowdens Seite: Sarah Harrison. Montage: RedGlobeDie Frau an Snowdens Seite: Sarah Harrison. Montage: RedGlobeDer Whistleblower Edward Snowden hat in 21 Ländern der Welt Asyl beantragt und damit auf die von ihm beklagte »Hexenjagd« der US-Administration gegen seine Person sowie gegen die Einschüchterung aufnahmewilliger Regierungen durch Washington reagiert. Wie die Enthüllungsplattform Wikileaks in der Nacht zum Dienstag informierte, hat deren Mitarbeiterin Sarah Harrison, die Snowden offenbar schon auf dem Flug von Hongkong nach Moskau begleitet hatte, die Asylanträge an das russische Konsulat am Flughafen Scheremetjewo übergeben. Dieses habe begonnen, die Bitten an die jeweiligen Botschaften in Moskau weiterzuleiten.

Vor einer Woche habe ich Hong Kong verlassen, nachdem klar wurde, dass meine Freiheit und Sicherheit bedroht waren, weil ich die Wahrheit offenbart habe. Dass ich weiterhin frei bin, ist den Anstrengungen neuer und alter Freude, Familienmitglieder und anderer zu verdanken, die ich nie getroffen habe, und vermutlich auch niemals treffen werde. Ich habe ihnen mein Leben anvertraut und sie haben mit einem Vertrauen in mich erwidert, für das ich ihnen für immer dankbar sein werde.

Edward Snowden bei WikileaksEdward Snowden bei WikileaksDie Enthüllungsplattform Wikileaks hat in der Nacht zum Dienstag eine Erklärung von Whistleblower Edward Snowden aus Moskau veröffentlicht. In der auf Montag, 1. Juli 2013, datierten Stellungnahme kritisiert der Whistleblower den Druck, den die US-Administration auf andere Regierungen der Welt ausübt, um diese von einer Asylgewährung abzuhalten. Hinter diesen Maßnahmen stehe die Angst Washingtons, allerdings nicht vor Enthüllern wie ihm oder dem Wikileaks-Informanten Bradley Manning, »sondern vor euch«. Die Kampagne solle nicht ihn einschüchtern, sondern alle, die nach ihm kommen könnten, um unangenehme Wahrheiten zu enthüllen.

Edward SnowdenEdward SnowdenDer Whistleblower Edward Snowden hat Asyl in Russland beantragt. Das hat das russische Außenministerium heute in Moskau bestätigt. Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter reagierte damit offenbar auf Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der wenige Stunden zuvor erklärt hatte, Snowden könne in Russland bleiben, müsse aber aufhören, den USA durch seine Veröffentlichungen Schaden zuzufügen.

Edward SnowdenEdward SnowdenDer Whistleblower Edward Snowden befindet sich offenbar nach wie vor im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo. Das erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am heutigen Dienstag bei einer Pressekonferenz in Helsinki, wo er sich zu einem Arbeitsbesuch aufhält. Snowden könne von Russland nicht an die USA ausgeliefert werden, weil es keine »entsprechenden Abkommen« mit Washington gäbe, zitiert der Fernsehsender Russia Today den Staatschef weiter. »Er ist in Moskau als ein weiterer Transitpassagier gelandet und benötigt weder ein Visum noch andere Dokumente, um ein Ticket zu kaufen und zu fliegen, wohin er will«, so Putin weiter.

Twitter-Nachrichten von Ricardo PatiñoTwitter-Nachrichten von Ricardo PatiñoEcuadors Außenminister Ricardo Patiño hat über Twitter bestätigt, dass der Whistleblower Edward Snowden bei seiner Regierung Asyl beantragt hat. Schon vor Tagen hatte Quito angekündigt, einen solchen Antrag prüfen zu wollen. Auch die Ereignisse am Moskauer Flughafen bestätigten im Laufe des Tages, dass Snowden offenbar das südamerikanische Land als Ziel seiner Flucht ansieht. So hatte der lateinamerikanische Fernsehsender TeleSur auf Twitter ein Foto veröffentlicht, das Fahrzeuge der ecuadorianischen Botschaft in Moskau am Flughafen zeigt. Der Fernsehsender Russia Today berichtete zudem, dass ein Arzt der ecuadorianischen Botschaft Snowden im Flughafengebäude untersucht habe.

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.