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Serbien

die linke"Jahrelang wurde seitens der EU Druck auf Serbien ausgeübt, keinen Handel mit China und Russland zu treiben, seinen Markt zu liberalisieren und ohne Einschränkungen für europäische Waren zu öffnen. In einer schweren Notsituation aufgrund der Corona-Epidemie, wo es kein Profit für die EU zu machen gibt, lässt man die Serben alleine. In Krisenzeiten lernt man immer schnell, wer seine wahren Partner sind. Meine Solidarität gilt den Menschen in Serbien, nicht der Profitgier der EU.", erklärt Żaklin Nastić, menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag anlässlich der gestrigen Pressekonferenz des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić.

Nastić weiter:

"Präsident Vučić hat mit seiner Feststellung, dass die europäische Solidarität nur ein Märchen auf dem Papier ist, leider absolut Recht. Diese vielbeschworene Solidarität gilt nämlich nur dann, wenn es Geld zu verdienen gibt und wenn es den in der EU ansässigen Großkonzernen nützt. Die EU war in ruhigen Zeiten immer begierig auf serbisches Geld und hat das Land gedrängt, die Bedingungen ihrer Ausschreibungen zu ändern, damit EU-Unternehmen die ganzen Aufträge erhalten. Nun verweigert die EU jegliche Unterstützung. Das ist schändlich, unmenschlich und entlarvt das wahre, gewinnorientierte Gesicht der sogenannten europäischen Wertegemeinschaft."

"Ich hoffe, dass das serbische Volk mit Hilfe seiner chinesischen Partner diese Epidemie erfolgreich bewältigt. Und an die EU gerichtet wünsche ich mir, dass sie endlich begreifen, dass eine solche Pandemie nur gemeinsam bewältigt werden kann - ohne Alleingänge und ohne Profitdenken.", fügt die stellvertretende Vorsitzende der deutsch-südosteuropäischen Parlamentariergruppe abschließend hinzu.

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