16 | 07 | 2019

Russische Lkw an der ukrainischen GrenzeDokumentiert: Erklärung des russischen Außenministeriums vom 22. August 2014

Die russische Regierung in Moskau hat die Entscheidung getroffen, den seit rund einer Woche an der Grenze zur Ukraine wartenden Hilfskonvoi ohne weitere Verzögerungen in Richtung Lugansk starten zu lassen. Das Außenministerium warnte am Freitag vor jedem Versuch, die humanitäre Mission zum Scheitern zu bringen. »Es ist nicht möglich, Willkür, unverhüllte Lügen und fehlende Vereinbarungsfähigkeit länger zu dulden«, heißt es in einer Mitteilung auf der Internetseite des Außenministeriums. »Alle Ausreden, um die Hilfslieferungen für Menschen in der Zone der humanitären Katastrophe zu verschieben, sind ausgeschöpft. Die russische Seite hat sich zum Handeln entschlossen.« Die Kolonne mit Hilfsgütern beginne, sich in Richtung Lugansk in der Ostukraine in Bewegung zu setzen. Das Außenamt verweist zugleich darauf, dass »alle erforderlichen Garantien für die sichere Fahrt des Hilfskonvois vorliegen«. und warnt »vor jeglichen Versuchen, die rein humanitäre Mission zu behindern, die seit langem völlig transparent und in Kooperation mit der ukrainischen Seite und dem IKRK vorbereitet wurde«.

 

»Die Verantwortung für eventuelle Folgen von Provokationen gegen den humanitären Konvoi werden diejenigen tragen, die bereit sind, weiter Menschenleben ihren Ambitionen und geopolitischen Plänen zu opfern und dabei gegen die Normen und Prinzipien des humanitären Rechts zu verstoßen.«

Kurz darauf verließen eie ersten Lkw des Hilfskonvois den ukrainischen Grenzübergang verlassen und fuhren auf ukrainischem Territorium in Richtung Lugansk, berichtet ein Korrespondent der Nachrichtenagentur RIA Nowosti vor Ort.
 
Russland hatte am 12. August einen Hilfskonvoi auf den Weg in die Ost-Ukraine geschickt, wo wegen der andauernden Kämpfe eine humanitäre Katastrophe droht. Die Kolonne aus 280 Kamaz-Lkws hat unter anderem 400 Tonnen Grütze, 100 Tonnen Zucker, 62 Tonnen Kindernahrung, 54 Tonnen medizinische Geräte und Medikamente, 12.000 Schlafsäcke und 69 Generatoren geladen. Die Aktion erfolgt unter der Ägide und Kontrolle des Internationalen Komitees vom Roten Kreuzes, das die Verteilung der Hilfsgüter auf dem ukrainischen Territorium übernehmen soll. Kiew hatte nach Rücksprache mit den USA den Hilfslieferungen zugestimmt, diese jedoch als »PR-Aktion« beschimpft. Nach einem tagelangen Tauziehen erkannte die ukrainische Regierung den 1900-Tonnen-Transport als humanitäre Hilfe an und legte eine Route für ihn fest. Trotzdem wurde die Überfahrt von Kiew weiter verzögert.

Quelle: RIA Nowosti / RedGlobe

 

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