24 | 08 | 2019

Und tschüß!Was soll man von einem Herrgott halten, der seinem Stellvertreter nicht einmal genügend Gesundheit zuteilen kann, damit dieser seinen Job auf Erden erledigen kann? In Sachen Ratzinger alias Benedikt XVI. hat der Heilige Geist offensichtlich verkackt, denn der Staats- und Parteichef des Vatikan hat die Brocken hingeschmissen. Wie Radio Vatikan vor wenigen Minuten meldete, hat der Papst erklärt, er habe wiederholt sein »Gewissen vor Gott geprüft« und sei »zur Gewißheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben«. Er verzichte deshalb »mit voller Freiheit auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri«, so dass »ab dem 28. Februar 2013, um 20.00 Uhr, der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des heiligen Petrus, vakant sein wird«.

»Wenn Benedikts Rücktritt ein Zeichen setzt, dann dieses: Niemand sollte bis zum Umfallen arbeiten müssen!«
Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei Die Linke, über Twitter
 

Wie heisst so ein Ex-Papst eigentlich im Ruhestand? Papst a.D. Benedikt? Rentner Ratzinger? Und wieviel Pension kriegt er, oder muss er von Gotteslohn leben?

Man muss Ratze zugute halten, dass er nicht der erste in dem Job ist, der die Brocken hinschmeisst. So hat um das Jahr 235 der damalige Papst Pontianus sein Amt niedergelegt, nachdem man ihn zur Arbeit in die Bergwerke von Sardinien verbannt hatte. Interessanter Gedanke... 537 erklärte auch der auf der Insel Ponza gefangengehaltene Papst Silverius seinen Rücktritt. Der einzige wirklich freiwillige Rücktritt in der Kirchengeschichte war offenbar am 13. Dezember 1294, als Coelestin V. nach nur fünf Monaten im Amt - also noch in der Probezeit - merkte, dass er keine Lust auf den Job hatte.

Den irgendwie passendsten Kommentar zur Sache lieferte die Nachrichtenagentur DAPD, die um 12.17 Uhr an die Redaktionen tickerte: »Liebe Kollegen, Wegen der Papst-Berichterstattung entfallen Chronologie und Porträt zum Fall Gysi.« Wer jetzt an Papst Gregor denkt, hat die Meldung falsch verstanden.

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