Samstag, 23. Februar 2019
Solidaritätsanzeige

Massaker in Odessa: Über 100 Tote?Die Zahl der Opfer des Massakers von Odessa am vergangenen Freitag könnte deutlich höher sein, als bislang von den Kiewer Behörden eingeräumt wurde. So berichtete der ukrainische Fernsehsender TSN am Montag, dass in Odessa seit dem 2. Mai noch mindestens 48 Menschen vermisst würden. Während gestern die ersten fünf Opfer des Massakers beigesetzt wurden, liegen 80 Personen noch im Krankenhaus, 26 von ihnen sind in kritischem Zustand. In den Leichenschauhäusern konnten demnach 20 Opfer noch nicht identifiziert werden.

Europäische LinkeEuropäische LinkeWir dokumentieren eine Stellungnahme der Partei der Europäischen Linken (EL) vom 3. Mai 2014 zur gegenwärtigen Lage in der Ukraine:

Wir sind Zeugen der Entstehung eines Nazi-Staates - gefördert von den USA und der EU - in der Ukraine. Die gestrigen Auseinandersetzungen in Odessa und anderen Städten der Ost-Ukraine mit nahezu 50 Opfern zeigt das protagonistische Verhalten von Nazi-Gruppierungen unter der Führung von Kiew. Die Spaltung, die die ukrainische Gesellschaft erlebt, wurde von der Bereitschaft der USA und der EU beeinflusst, sich gegen Russland zu wenden und alle möglichen Maßnahmen anzuwenden, um dieses Land in einer Art von Wiederbelebung des kalten Krieges zu isolieren. Es ist genau das Gegenteil von dem, was empfohlen werden sollte, wenn das friedliche Zusammenleben das gewünschte Ziel war.

Freitag, 9. Mai 2014 | 17 Uhr in Hamburg, vor dem ukrainischen Konsulat, Mundsburger Damm 1 / Ecke Schwanenwik Freitag, 9. Mai 2014 | 17 Uhr in Hamburg, vor dem ukrainischen Konsulat, Mundsburger Damm 1 / Ecke Schwanenwik

Angesichts der alarmierenden Nachrichten aus der Ukraine rufen wir zu Solidarität mit den Menschen auf, die sich gegen das Putsch-Regime in Kiew zur Wehr setzen. Sie wehren sich gegen Nationalisten und Faschisten, die mit Hilfe von NATO, US- und EU-Imperialismus an die Macht gekommen sind.

Solidarität mit den Antifaschisten der UkraineSolidarität mit den Antifaschisten der UkraineRund 800 Menschen haben am heutigen Sonntagabend in Berlin gegen das am Freitag von faschistischen Gruppen angerichtete Massaker im südukrainischen Odessa und gegen die imperialistische Unterstützung der Kiewer Machthaber demonstriert. Zu der Aktion hatten linke, antifaschistische und internationalistische Gruppen kurzfristig vor allem über Internet mobilisiert. Stark präsent waren bei der Demonstration dann die DKP und die SDAJ, Antifa-Gruppen sowie türkische Organisationen.

Deutsche Kommunistische ParteiDeutsche Kommunistische ParteiAngesichts der alarmierenden Nachrichten aus der Ukraine ruft der Vorsitzende der DKP, Patrik Köbele, zur Solidarität mit den Menschen auf, die sich gegen das Putsch-Regime in Kiew zur Wehr setzen. Sie wehren sich gegen Nationalisten und Faschisten, die mit Hilfe der NATO und des US- und EU-Imperialismus an die Macht gekommen sind. Besonders wichtig ist es angesichts der unglaublichen Propaganda deutscher Medien,über die wahren Ereignisse und Hintergründe aufzuklären. Das gilt besonders um den 8. Mai herum, dem Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg.

In Odessa haben antifaschistische Demonstranten am Sonntag die Freilassung von mindestens 67 Aktivisten erzwungen, die im Zusammenhang mit dem Massaker vom Freitag inhaftiert worden waren. Eine große Menschenmenge hatte sich vor dem Hauptquartier der Polizei versammelt und forderte Freiheit für die Gefangenen. Einige von ihnen waren Berichten zufolge festgenommen worden, nachdem sie sich aus dem brennenden Gewerkschaftshaus hatten retten können. Vor der Ruine des Gebäudes, in dem am Freitag 42 Menschen ums Leben gekommen waren, legten Bürger Odessas Blumen nieder. 

BorotbaBorotbaWir dokumentieren nachstehend eine Erklärung der ukrainischen marxistischen Organisation »Borotba« zum Massaker von Odessa:

Anlässlich des Fußball-Spiels zwischen »Schwarzmeer« und den »Metallisten« am 2. Mai wurden unter dem Vorwand eines Marsches »für die Einheit der Ukraine« aus verschiedenen Städten des Landes Sturmabteilungen ukrainischer Nationalisten nach Odessa entsandt, die mit Zügen und Kleinbussen ankamen. Anfangs, als sie sich am Domplatz versammelten, waren diese Milizkämpfer unter den gewöhnlichen ultrarechten Fußballfans gut daran erkennbar, dass sie mit Schilden, Helmen, Knüppeln, nicht-letalen Waffen und Gefechtsgewehren ausgerüstet waren. Es waren hauptsächlich Männer im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, die keine Fußballfans waren. Auf den Schilden einiger fand sich die Aufschrift der »14. Selbstschutz-Hundertschaft«. Genau diese Nazi-Milizen veranstalteten eine blutige Vergeltungsaktion an den Menschen Odessas auf dem Kulikow-Feld.

Sozialistische Deutsche ArbeiterjugendSozialistische Deutsche ArbeiterjugendDie Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend verurteilt aufs Entschiedenste das jüngste von ukrainischen Faschisten in Odessa begangene Massaker, bei dem über vierzig Menschen ermordet wurden! Nachdem ein Zeltlager von Unterstützern eines Referendums über Föderalisierung der Ukraine von einem Demonstrationszug von Anhängern des faschistischen „Rechten Sektors“ angegriffen wurde, flüchteten sich die Angegriffenen in das naheliegende Gewerkschaftshaus. Mit vorbereiteten Brandsätzen attackierten die Faschisten das Haus, setzten es in Flammen und ließen die Eingeschlossenen bei lebendigem Leib verbrennen oder bei Sprüngen aus den Fenstern sterben. Wer sich ins Freie retten konnte, wurde zu Tode geprügelt. Die Polizei sah dem Massaker tatenlos zu, der Gouverneur des Gebietes Odessa drückte seine Unterstützung für das Vorgehen der Faschisten aus, das er als „Säuberungsaktion“ gegen „Terroristen“ bezeichnete. Die Putschisten-Regierung in Kiew und die deutschen Medien sind eifrig bemüht, die faschistischen Mörder zu entschuldigen und berichten von angeblichen bewaffneten Angriffen prorussischer Aktivisten auf den „friedlichen“ Demonstrationszug im Vorfeld. Imperialisten und Putschisten stellen sich schützend vor die Mörder, die für sie die Drecksarbeit erledigen und mit Gewalt und Terror die Autonomiebestrebungen im Süden und Osten der Ukraine ersticken sollen. Unsere Solidarität gilt allen Antifaschistinnen und Antifaschisten in der Ukraine, die sich den faschistischen Mördern entgegenstellen!

Не забудем - не простим Памяти 43-ех жертв фашистких убийств Солидарность с антифашистами в Украине Демонстрация/ Воскресенье/ 18 :00 / Kottbusser TorНе забудем - не простим Памяти 43-ех жертв фашистких убийств Солидарность с антифашистами в Украине Демонстрация/ Воскресенье/ 18 :00 / Kottbusser Tor

Не забудем - не простим Памяти 43-ех жертв фашистких убийств Солидарность с антифашистами в Украине Демонстрация/ Воскресенье/ 18 :00 / Kottbusser Tor

Am 2.Mai wurden im südukrainischen Odessa 43 Menschen ermordet, als Faschisten und sogenannte »pro-europäische Maidan-Aktivisten« ein Gewerkschaftshaus in Brand steckten, in dem sich Gegner der neuen Kiewer Regierung zurückgezogen hatten. Unter den Opfern sind auch Genossinnen und Genossen der antifaschistischen Organisation Borotba (Kampf) und der Kommunistischen Partei der Ukraine (KPU).

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