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Kategorie: Kolumbien

In einem Brief an den Präsidenten Kolumbiens, Iván Duque, warnte der Vorsitzende der ehemaligen Guerilla und heutigen Partei FARC, dass die Entscheidung, den Verhandlungstisch mit der ELN zu verlassen, nur in mehr Gewalt münden werde. Indirekt bot Timochenko dem Präsidenten Hilfe an, Frieden zu erreichen.

„Der Krieg ist letztlich eine Katastrophe für ein Land und ein Volk. Noch mehr, wenn er mit inneren Kräften konfrontiert ist, Söhne des gleichen Landes, vereinte Brüder für Jahrhunderte der Geschichte“, so der Brief von Timochenko an Präsident Duque.

Hintergrund des Briefes ist der Bombenanschlag auf die Polizeischule im Süden von Bogotá. Bisher berichten Regierung und Medien von klaren Hinweisen auf die Täterschaft des ELN, die sich in Friedensverhandlungen mit der kolumbianischen Regierung befand. Nun hat der Präsident die Verhandlungen wegen der Konfrontation beendet und verlangt die Auslieferung der Oberkommandierenden.

Rodrigo Londoño, bekannt als „Timochenko“, bat nun den Präsidenten, die Friedensverhandlungen beizubehalten. In einem offenen Brief warnte er den Präsidenten, dass ein Ende des Dialogs zu weiteren Gewalttaten führen könnte, so wie es nun die Polizeischule getroffen hat.

Er berichtet in dem Brief über ein Treffen vor sechs Jahren mit dem Vorsitzenden des ELN, Gabino, in dem dieser wiederholt den Wunsch nach Frieden äußerte. Timochenko erinnert sich aber auch an eigene Vorkommnisse, wie dem Abbruch der Friedensverhandlungen von Caguán, als die FARC im Jahr 2002 ein Flugzeug entführte.

Der Abbruch der damaligen Friedensverhandlungen führte zu einem 15-jährigen Krieg mit unzähligen Toten auf beiden Seiten. Der verhandelnde Ausweg fand schließlich satt, aber zum Preis von Kubikmetern Blut, von Schmerzen ohne Grenzen. Keiner hat gewonnen, wir alle verloren. Die Dinge passieren in der Konfrontation, das man muss verstehen, so Timochenko.

Quelle:

Kolumbieninfo – Widerstand in Kolumbien

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