Dienstag, 25. Juli 2017
Solidaritätsanzeige

FARC und ELN verkünden WaffenruheFARC und ELN verkünden WaffenruheIn einer gemeinsamen Erklärung haben die kolumbianischen Guerillaorganisationen FARC und ELN eine einwöchige Waffenruhe rund um die für den 25. Mai in dem südamerikanischen Land vorgesehenen Präsidentschaftswahlen angekündigt. Ein entsprechendes Kommuniqué wurde vom Unterhändler der FARC bei den Friedensverhandlungen in Havanna, Pablo Catatumbo, verlesen. Wir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung die möglicherweise zu früh verlesene Erklärung, die das Datum des 18. Mai 2014 trägt.

Gabriel García MárquezGabriel García MárquezIm Alter von 87 Jahren ist heute in Mexiko-Stadt der weltberühmte kolumbianische Autor Gabriel García Márquez verstorben. Damit ist die Welt um einen der größten Schriftsteller ärmer geworden. 1982 erhielt er für sein Meisterwerk »Hundert Jahre Einsamkeit« den Literaturnobelpreis. Er war einer der wichtigsten Vertreter des »magischen Realismus« und der lateinamerikanischen Literatur. Werke wie »Chronik eines angekündigten Todes«, »Der Herbst des Patriarchen« oder »Liebe in den Zeiten der Cholera« werden unvergesslich bleiben.

Clara López und Aída AvellaClara López und Aída AvellaKolumbiens Linke tritt zur Präsidentschaftswahl am 25. Mai gemeinsam an. Darauf haben sich der Demokratische Alternative Pol (PDA) und die von der Kommunistischen Partei unterstützte Unión Patriótica (UP) geeinigt. Gemeinsame Spitzenkandidatin wird Clara López vom PDA, als ihre Aspirantin auf das Amt der Vizepräsidentin kandidiert Aída Avella von der UP.

Foto: Marcha Patriótica / flickr.comFoto: Marcha Patriótica / flickr.comDie Deutsche Kommunistische Partei drückt ihre tiefe Besorgnis angesichts der Verfolgung von Mitgliedern der Marcha Patriótica aus. Seit der Gründung, die im Rahmen des Friedensprozesses in Kolumbien geschah, sind bereits 29 ihrer Mitglieder von staatlichen und parastaatlichen Kräften ermordet worden. Führende Aktivistinnen und Aktivisten der Marcha Patriótica, wie Huber Ballesteros und Francisco Tolosa, wurden verhaftet, weil man ihnen  Nähe zu Guerillagruppen vorwirft.

Kolumbianische Kommunistische ParteiKolumbianische Kommunistische ParteiDie kolumbianische Polizei hat am Montag in Bogotá das Gebäude angegriffen, in dem sich die Einrichtungen des Zentralkomitees der Kolumbianischen Kommunistischen Partei (PCC) befinden. Wie der Generalsekretär der Partei, Jaime Caicedo Turriago, mitteilte, wurde der Wachmann des Gebäudes festgenommen und in die Wache der Schnellen Einsatztruppe (URI) in Engativá verschleppt. Dort wurde er von den Beamten so sehr misshandelt, dass er für acht Wochen arbeitsunfähig ist. Caicedo wertet diesen erneuten Übergriff als weiteres Zeichen dafür, dass der schmutzige Krieg gegen die Kommunistische Partei und die gesamte Linke in Kolumbien verschärft wird.

Iván Márquez. Foto: Granma InternacionalIván Márquez. Foto: Granma InternacionalBei den Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung von Präsident Juan Manuel Santos und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens – Armee des Volkes (FARC-EP) haben am 28. November in Havanna die Debatten über eine Lösung des Problems der illegalen Drogen in dem südamerikanischen Land begonnen. Das Thema ist nach Erreichen der Teilabkommen zum Agrarthema und zur politischen Beteiligung der dritte Punkt auf der Agenda der Verhandlung.

Oscar López Triviño, ermordet am 9. November 2013Oscar López Triviño, ermordet am 9. November 2013In Kolumbien ist wieder ein Gewerkschafter ermordet worden. Wie die SINALTRAINAL mitteilte, wurde der Nestlé-Arbeiter Oscar López Triviño am Samstag in Bugalagrande mit vier Schüssen ermordet. Damit haben sich auf grausame Weise Warnungen bewahrheitet, die die Gewerkschaft in der vergangenen Woche erhoben hatte. Sie führt bei Nestlé einen Arbeitskampf um die Einhaltung eines im Juni 2012 unterzeichneten Tarifvertrags, doch Nestlé Kolumbien verweigert Gespräche mit der Gewerkschaft und verschärfte den Druck auf die beschäftigten: Arbeiter wurden gedrängt, einer unternehmernahen Konkurrenzgewerkschaft beizutreten. Gleichzeitig diffamierte Unternehmenspräsident Manuel Andrés K. die SINALTRAINAL, zu »Gewalt und Sabotage« aufzurufen. Damit aber machte er die Arbeiter zu Zielscheiben für die ultrarechten Paramilitärs. Die reagierten prompt. Am vergangenen Freitag erhielt die Gewerkschaft per SMS die Drohung, für die »Hurensöhne von Guerilleros bei Nestlé« gebe es keine Gnade, »wir bringen allen Kommunisten von Sinaltrainal den Tod«. 24 Stunden später war Oscar López Triviño tot.

Havanna, 6. November 2013

Die Delegationen der Regierung und der FARC-EP teilen mit:

Wir sind zu einer grundlegende Einigung über den als Politische Beteiligung bezeichneten zweiten Punkt der Agenda für die »Allgemeine Vereinbarung für die Beendigung des Konflikts und den Aufbau eines stabilen und dauerhaften Friedens« gelangt. Im nächsten Gesprächszyklus werden wir den zweiten periodischen gemeinsamen Bericht zu den Verhandlungen vorlegen.

Nestlé-Arbeiter im HungerstreikNestlé-Arbeiter im HungerstreikAm gestrigen Dienstag sind Arbeiter von Nestlé Kolumbien in den Hungerstreik getreten. Ein Hungerstreik ist keine gewöhnliche Protestform. Zu dieser Maßnahme greifen Menschen dann, wenn andere Formen des Protests keine Wirkung gezeigt haben.

So auch in Bugalagrande: Die Gewerkschaft Sinaltrainal fordert seit langem, dass der am 22. Juni 2012 unterzeichnete Gesamtarbeitsvertrag von Nestlé vollumfänglich umgesetzt wird. Dies ist jedoch nicht der Fall. Nestlé Kolumbien weigert sich seit mehreren Monaten, Gespräche mit Sinaltrainal zu führen, gleichzeitig hat sie den Druck auf die Gewerkschaft erhöht: Neu eingestellte ArbeiterInnen werden gedrängt, der unternehmernahen Konkurrenzgewerkschaft Sintraimagra beizutreten, die im vergangenen Jahr während eines Arbeitskonflikts gegründet wurde. Damit wird die Gewerkschaft Sinaltrainal gezielt geschwächt und das Recht auf Gewerkschaftsfreiheit verletzt. Gleichzeitig delegitimiert und diffamiert Nestlé Kolumbien die Gewerkschaft Sinaltrainal: Manuel Andrés K., Präsident von Nestlé Kolumbien, bezichtigte die Gewerkschaft in einem Kommuniqué am 31. Oktober, zu Gewalt und Sabotage aufzurufen.

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