24 | 05 | 2019

Im Kampf gegen den Pflegenotstand im deutschen Gesundheitswesen geht die Bundesregierung neue Wege. Wie aus Berichten des Ministeriums hervorgeht, sollen noch bis Ende des Jahres mehr als 20.000 kubanische Pflegekräfte und Ärzte in deutschen Krankenhäusern eingesetzt werden. Die Maßnahme ist Teil des erweiterten „Sofortprogramms Pflege“ von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

„So wie es derzeit aussieht, bekommen wir das Problem nicht mehr ohne externe Hilfe in den Griff“, räumte Spahn laut Medienberichten ein. Nach Angaben der Bundesregierung fehlen derzeit mehr als 25.000 Fachkräfte im Pflegebereich, die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi geht von weitaus höheren Zahlen aus. Trotz des im Januar angelaufenen Sofortprogramms könne der Pflegenotstand nicht mehr aus eigener Kraft gestemmt werden, wie aus einer internen Untersuchung des Ministeriums hervorgeht, die der Nachrichtenagentur dpo zugespielt wurde.

Das Jahr 2019 ist für Kuba ein Jahr von großer Bedeutung. Am 1.Januar jährt sich zum 60. Mal der Sieg der Revolution, das Ende der Batista-Diktatur und das Ende der imperialistischen Unterwerfung.Die kubanische Revolution brachte große soziale Erfolge auf die Insel und ist ein Beispiel für Würde und Widerstand für die lateinamerikanischen Länder. Kuba zeigt, dass es möglich ist, die lokalen und ausländischen Ausbeuterklassen zu besiegen. Doch die Geschichte Kubas zeigt auch, dass die ehemaligen Ausbeuter nicht einfach mit der neuen Ordnung abfinden. Dafür steht bis heute die US-amerikanische Blockade gegen Kuba.

Als eine enorme Herausforderung bezeichnete der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez am Montag bei einem Treffen mit dem erweiterten Verwaltungsrat des Außenministeriums (MINREX), bei dem eine Gesamtanalyse der Arbeit des Ministeriums im Jahr 2018 durchgeführt wurde, die aktuelle Lage.

Die angeblichen Schallangriffe, von denen US-Diplomaten in Havanna betroffen gewesen sein sollen, werden, obwohl es keine Beweise gibt, von Elementen der extremen Rechten der Vereinigten Staaten und der kubanisch-US-amerikanischen Mafia in jenem Land benutzt, um die Idee zu forcieren, dass Kuba eine Bedrohung darstellt.

Russland ist nach den Worten der Sprecherin im russischen Außenministerium Marija Sacharowa besorgt über das Anwachsen der Wirtschaftspressionen, denen die Vereinigten Staaten Kuba aussetzen.

Sacharowa fügte hinzu, dass man sich auch über das US-Verhalten an allen Fronten der lateinamerikanischen Region sorge wie auch über die immer stärker werdende Aggressivität gegenüber Venezuela und Kuba.

Der Präsident des Staats- und des Ministerrats Kubas, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, gratulierte am Donnerstag den Frauen der Insel zum Internationalen Frauentag, der morgen gefeiert wird.

„Ich möchte einen Tag im Voraus dir, der kubanischen Frau gratulieren: Großmutter, Mutter, Tochter, Schwester, Freundin, Compañera, KUBANERIN, KUBANISCHE HELDIN DES WIDERSTANDES, SCHÖPFERIN UND ERLEUCHTERIN DES LEBENS. Glückwunsch und Dank“, schrieb der kubanische Staatschef.

Am Mittwoch beginnt in Havanna der X. Kongress des Kubanischen Frauenverbandes (FMC), an dem 360 Delegierte und 40 Gäste teilnehmen

cuba minrexDas kubanische Außenministerium weist energisch die neue Eskalation im aggressiven Verhalten der Vereinigten Staaten gegen Kuba zurück.

Das State Department kündigte gestern die Entscheidung an, dass ab dem 19. März und unter dem Schutz des Titels III des Helms-Burton-Gesetzes vor Gerichten der Vereinigten Staaten Klagen gegen kubanische Unternehmen eingereicht werden können, die sich auf der von dieser Regierung im November 2017 ausgearbeiteten und später ergänzten Liste der Eingeschränkten Kubanischen Unternehmen befinden. Diese willkürliche und unrechtmäßige Liste, mit der die Blockade verschärft und ihre exterritoriale Wirkung ausgedehnt werden soll, verbietet es Bürgern der USA, direkte Finanztransaktionen mit den dort aufgelisteten Unternehmen durchzuführen.

Nach einigen schweren Naturkatastrophen und der sich verschärfenden Krise in Venezuela, droht Kubas Wirtschaft zu stagnieren. Wenige Tage nach dem Verfassungsreferendum beriet in Havanna der Ministerrat über die künftige wirtschaftliche Strategie des Landes. Engpässe in der Versorgung sowie die Defizite in Transport und Wohnungsbau sollen als zentrale Probleme systematisch angegangen werden, wie kubanische Medien berichten. Um die Versorgungslage nachhaltig zu verbessern, soll zudem ein „Salto“ bei der Entwicklung der Landwirtschaft erfolgen.

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