Samstag, 20. Januar 2018
Solidaritätsanzeige

Republik KubaDie Botschaft der Republik Kuba in Berlin teilt mit, dass aus Anlass des Todes des Comandante en Jefe der Kubanischen Revolution, Fidel Castro, in der diplomatischen Vertretung ein Kondolenzbuch ausgelegt wird. Die Möglichkeit, sich in der Kanzlei der Botschaft in der Stavangerstr. 20, 10439 Berlin, in das Kondolenzbuch einzutragen, besteht von Montag, 28. November 2016, bis Freitag,  2. Dezember 2016, jeweils von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr.

Foto: Ismael Francisco / CubadebateFoto: Ismael Francisco / CubadebateDie Nachricht kam in den frühen Morgenstunden und wurde von seinem Bruder Raúl Castro verkündet: Comandante Fidel ist physisch verstorben. Raúl schloss mit den Worten: Hasta la victoria siempre!

Fidel wird ewig in Kuba präsent sein. Seine revolutionären kommunistischen Ideen leben in Millionen von KubanerInnen weiter. Als ich am frühen Morgen durch die Strassen Havannas laufe, ist die Bedrücktheit förmlich spürbar. In vielen der kleinen privaten Restaurants und Cafeterias hängen Bilder von Fidel oder kubanische Flaggen mit schwarzen Schleifen. Auf einer Tafel eines Restaurants steht gross mit Kreide geschrieben: »Por siempre Fidel« – Für immer Fidel. Im Stadtteil Vedado versammeln sich Jugendliche und laufen spontan durch die Straßen, um so ihre Unterstützung seiner Ideen zum Ausdruck bringen.

Ehrung Fidels an der kubanischen Botschaft in Berlin. Foto: RedGlobeEhrung Fidels an der kubanischen Botschaft in Berlin. Foto: RedGlobeRund 100 Menschen versammelten sich am Samstag abend vor der kubanischen Botschaft in Berlin, um ihre Trauer über den Tod von Fidel Castro auszudrücken. Am Zaun der diplomatischen Vertretung leuchteten Kerzen, Blumen wurden niedergelegt. Botschafter René Mujica dankte den Versammelten für ihre Anteilnahme und versicherte, die beste Ehrung Fidels sei es, für die Sache der Völker und des Sozialismus weiterzuarbeiten.

In aller Welt haben Organisationen und Persönlichkeiten in tiefer Trauer auf den Tod des Comandante Fidel Castro reagiert. Wir dokumentieren eine Auswahl von Stellungnahmen.

Hasta Siempre, Fidel!

Am Freitag, 25. November 2016, um 22.29 Uhr Ortszeit starb in Havanna der langjährige kubanische Präsident und oberste Comandante der Kubanischen Revolution, Fidel Castro. Sein Nachfolger im höchsten Staatsamt der sozialistischen Insel, Raúl Castro, bestätigte die traurige Nachricht in einer über alle Fernsehsender Kubas ausgestrahlten kurzen Ansprache. Wir dokumentieren nachstehend den Wortlaut seiner Mitteilung.

Alles grün: Die Welt stimmt für Kuba. Screenshot: UN WebcastAlles grün: Die Welt stimmt für Kuba. Screenshot: UN WebcastMit 191 Ja- und keiner Nein-Stimme haben die Vereinten Nationen am heutigen Mittwoch dem Antrag Kubas auf Aufhebung der von den USA angenommen. Es gab zwei Enthaltungen. Zum ersten Mal in mehr als zwei Jahrzehnten haben somit die USA und Israel nicht gegen die von Kuba eingebrachte Resolution gestimmt. US-Botschafterin Samanta Power verglich in ihrer Ansprache vor den Repräsentanten der Weltgemeinschaft die Bedeutung  der Enthaltung ihrer Delegation mit der von US-Präsident Barack Obama und seinem kubanischen Amtskollegen Raúl Castro im Dezember 2014 angekündigten Normalisierung der Beziehungen und mit Obamas Havanna-Besuch vor wenigen Monaten.

Artikel von Fidel CastroDas unsichere Schicksal der menschlichen Gattung – Eine enorme Unwissenheit umgibt nicht nur diese Erfahrung, sondern auch ihre unendlichen Formen. Sogar die Fingerabdrücke der eineiigen Zwillinge, die aus dem selben Bauch stammen, differenzieren sich im Laufe der Jahre. Nicht von ungefähr betrügen sich die Vereinigten Staaten, das mächtigste imperialistische Land, das je existiert hat, selbst, wenn sie als Doktrin einen Absatz der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte übernehmen, in dem es heißt: »Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.«

junge WeltAleida Guevara March, die Tochter des legendären Comandante Che Guevara, hat die europäische Linke zum Kampf gegen den internationalen Terrorismus aufgerufen. Die Aggression gegen Syrien werde mit dem Geld europäischer Regierungen finanziert, kritisierte die 55jährige Kinderärztin im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung »junge Welt« (Wochenendausgabe).

Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. hat am Montag in einer Stellungnahme den von der Europäischen Kommission, der »nicht gewählten Führung der Europäischen Union«, am 22. September unternommenen Schritt zur Normalisierung der Beziehungen mit dem revolutionären Kuba begrüßt. Mit der Abschaffung des sogenannten »Gemeinsamen Standpunkts« werde ein Entwicklungsweg geöffnet, der Kuba einen verbesserten politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zugang zu den Staaten und Institutionen der Europäischen Union geben könne.

CubaDie EU-Kommission hat am Donnerstag das in jahrelangen Verhandlungen mit Kuba ausgehandelte Kooperationsabkommen gebilligt und zugleich die Aufhebung des 1996 beschlossenen »Gemeinsamen Standpunkts« gegen die Karibikinsel gebilligt. Dieses hatte einen »Systemwechsel« auf der Insel zur Bedingung für normale Beziehungen erklärt und war von Havanna als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Kubas gewertet worden. Nun wollen Brüssel und Havanna ihre Beziehungen auf normale Grundlagen stellen, die EU-Kommission sprach von einem »Wendepunkt«.

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