Sonntag, 23. April 2017
Solidaritätsanzeige

Kuba

Raúl Castro vor der UNO. Foto: TeleSurDie Rede von Raúl Castro im Wortlaut: Hier klicken

Der kubanische Präsident Raúl Castro hat auch seinen dritten Auftritt bei den Vereinten Nationen in New York für eine klare Botschaft genutzt. Nach seinen Ansprachen beim Gipfeltreffen über die Post-2015-Entwicklungsziele sowie bei der Konferenz für Gleichberechtigung und Frauenrechte betonte Castro auch in seiner ersten Rede im Rahmen der Generaldebatte der UN-Vollversammlung die internationalistische Position seiner Regierung. »Wir haben in den vergangenen Wochen die bewegenden Bilder der großen Fluchtbewegungen gesehen, die eine direkte Folge der NATO-Einmischung im Mittleren Osten und in Nordafrika sind«, fasste er in der gebotenen Kürze die Ursache der gegenwärtigen »Flüchtlingskrise« in Europa zusammen. Er forderte ein Ende der ausländischen Einmischung in Syrien, damit das syrische Volk selbst seine Differenzen ausräumen kann. Eine Lösung der Probleme im Nahen und Mittleren Osten könne es zudem nicht geben, wenn das palästinensische Volk nicht endlich in einem eigenen Staat in den Grenzen von 1967 und mit Ostjerusalem als Hauptstadt leben könne.

Papst Franziskus und Fidel Castro. Foto: Alex Castro / CubadebateIn Havanna sind am Sonntag Papst Franziskus und der frühere kubanische Präsident Fidel Castro zu einem Gedankenaustausch zusammengekommen. Der Sprecher des Heiligen Stuhls, Monsignore Federico Lombardi, berichtete bei einer Pressekonferenz, dass die Begegnung zwischen 30 und 40 Minuten dauerte.

Havanna begrüßt den Papst. Foto: Roberto Suárez / GranmaDas Oberhaupt der Katholischen Kirche, Papst Franziskus, ist am Samstagnachmittag um 15.51 Uhr Ortszeit auf dem Internationalen Flughafen José Martí in Havanna eingetroffen, wo er vom kubanischen Präsidenten Raúl Castro Ruz empfangen wurde. Bei der Begrüßungszeremonie wurde der Staatschef von Kardinal Jaime Ortega begeleitet, der ebenfalls den Pontifex maximus am Fuße der Gangway des Alitalia Flugzeuges begrüßte, das Seine Heiligkeit zu ihrem ersten Besuch nach Kuba gebracht hatte.

Zerschlagen wir die BlockadeKuba hat ein internationales Gipfeltreffen der Parlamentspräsidenten bei den Vereinten Nationen in New York genutzt, um die schleppende Umsetzung der im Jahr 2000 vereinbarten Milleniumsziele anzuprangern. Die Abgeordnete Ana María Mari Machado, Vizepräsidentin der kubanischen Nationalversammlung, kritisierte, dass für die Umsetzung der 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung weltweit zu wenige Mittel bereitgestellt werden. Das sei eine Gefahr für das Erreichen des Ziels, 2030 eine Welt geschaffen zu haben, in der alle Menschen sozial geschützt sind. Sie betonte die Notwendigkeit, die Enttäuschung zu vermeiden, zu der es im Zusammenhang mit den acht Entwicklungszielen des Milleniums gekommen war, die man im Jahre 2000 vereinbart hatte. Bei diesen Themen waren zwar Fortschritte registriert worden, erfüllt wurden sie jedoch nicht.

Giustino di Celmo. Foto: CubadebateIn den Nachtstunden des gestrigen 1. September starb in Havanna im Alter von 94 Jahren Giustino di Celmo, inniger Freund der kubanischen Revolution und unseres Volkes.

Giustino wurde am 24. Dezember 1920 in Salerno, Italien, geboren. Geschäftsmann von Beruf, kam er zum ersten Mal 1992, zusammen mit seinem Sohn Fabio di Celmo, nach Kuba. In den schwersten Jahren der Sonderperiode trotzte er der Blockade und den Drohungen gegen Kuba und brachte dem kubanischen Volk hinsichtlich des Warendefizits Hilfe. Am 4. September 1997 wurde Fabio Opfer eines Terrorakts in der Lobby-Bar des Hotels Copacabana in der Hauptstadt. Das Leben, das er gab, wurde zum Symbol für die jungen Menschen in Kuba und der Welt.

Wir dokumentieren nachstehend ein von der Tageszeitung Granma verbreitetes Kommuniqué der kubanischen Regierung an die Bevölkerung zur gegenwärtigen Dürre auf der Insel:

In der gegenwärtigen feuchten oder regnerischen Periode, die zwischen Mai und Oktober liegt, ist der Mangel an Regen offensichtlich. Der Pegelstand der Stauseen ist signifikant unter ihrem Fassungsvermögen und das Grundwasser sinkt im Vergleich zu den Vormonaten. Hinzu kommen die hohen Temperaturen, die die Verdunstung verstärken. Diese Faktoren verursachen ein geringes Niveau an Verfügbarkeit von Wasser für die Bevölkerung, die Landwirtschaft, die Industrie und die Servicedienste, was große Anstrengungen aller erfordert, die sich daraus ergebenden Konsequenzen zu minimieren, wie die Direktion des Staatlichen Instituts für Wasserreserven wiederholt ausgeführt hat.

Granma, 13. August 2015Pünktlich zu seinem 89. Geburtstag am heutigen 13. August veröffentlichte die Tageszeitung »Granma« einen neuen Artikel des früheren kubanischen Präsidenten Fidel Castro. Wir dokumentieren nachstehend die deutschsprachige Übersetzung.

Zu schreiben ist eine Art nützlich zu sein, wenn man in Betracht zieht, dass unsere leidgeprüfte Menschheit angesichts der unglaublichen Ignoranz, die uns alle umgibt, mit Ausnahme der Forscher, die in den Wissenschaften eine befriedigende Antwort suchen, besser und umfangreicher gebildet sein sollte. Ein Wort schließt in wenigen Buchstaben seinen unendlichen Inhalt ein.

Santiago de Cuba am Sonntag. Foto: Miguel Noa Menéndez / CubadebateIn Santiago de Cuba haben rund 10.000 Menschen heute an den 62. Jahrestag des Angriffs auf die Moncada-Kaserne durch Rebellen unter der Führung Fidel Castros erinnert. Der kubanische Präsident Raúl Castro Ruz, der damals an dem Angriff beteiligt war, führte den Vorsitz der Feier, an der auch mehrere Mitglieder des Politbüros der Kommunistischen Partei Kubas und des Staatsrates sowie Kämpfer, die mit der Granma in Kuba landeten, und andere Revolutionäre teilnahmen.  

Kubas Botschaft in Washington. Foto: Ismael García / CubadebateZum ersten Mal seit mehr als einem halben Jahrhundert hörte konnte man am Montag in der Hauptstadt der USA während einer offiziellen Veranstaltung die Töne der kubanischen Nationalhymne hören: Zur Wiedereröffnung der Botschaft Kubas in den Vereinigten Staaten wurde offiziell die Flagge der sozialistischen Karibikrepublik gehisst. Seit dem 20. Juli verfügen beide Länder wieder über vollwertige Botschaften in der Hauptstadt des jeweiligen anderen Staates, nachdem Washington die diplomatischen Beziehungen am 3. Januar 1961 abgebrochen hatte.

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