Samstag, 20. Januar 2018
Solidaritätsanzeige

Kommunistische Partei Kubas1. Der Parteitag wird vom 16. bis 19. April im Kongresspalast stattfinden. Wie sind die Sitzungen geplant? Wird alles eine Plenartagung sein?

Es ist vorgesehen, dass die Eröffnungsveranstaltung des Parteitags am 16., bei der der Zentralbericht vorgelegt wird, eine Plenartagung ist. Anschließend werden die Delegierten am Nachmittag des 16. und am 17. in Ausschüssen arbeiten. Am 18. wird wieder im Plenum beraten, um gemeinsam die Arbeitsergebnisse der Ausschüsse zu erörtern. Am Nachmittag dieses Tages werden die Kandidaten für das Zentralkomitee der Partei vorgestellt werden, über die Nominierung diskutiert und abgestimmt werden. Am 19. werden, ebenfalls im Plenum, das gewählte Zentralkomitee, die Politbüro-Mitglieder und der Erste und Zweite Sekretär bekannt gegeben. Und es findet die Abschlussveranstaltung des Parteitags statt.

»Was ich (bei den Gesprächen mit US-Präsident Barack Obama am meisten genossen habe, war, als wir von den politischen Rechten sprachen und er mir sagte: In Kuba gibt es nur eine Partei. Ich habe ihm geantwortet: Stimmt, genau wie bei euch! Der US-Amerikaner antwortete darauf: Nein, wir haben zwei! Und als wenn ich das nicht gewusst hätte, sagte er mir ihre Namen: Demokraten und Republikaner. Stimmt, das ist richtig. Das ist das selbe wie wenn wir in Kuba zwei Parteien hätten: Fidel führt die eine und ich die andere!«  Raúl Castro bei seiner Eröffnungsrede zum VII. Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas

Playa Girón. Foto: RedGlobePlaya Girón. Foto: RedGlobeDie Arbeiterklasse von Havanna werde am 1. Mai in kompakter, farbenfreudiger und kämpferischer Formation zur Plaza de la Revolución José Martí ziehen, um der Welt die Kraft der kubanischen Revolution zu zeigen, die sie unzerstörbar mache. Das kündigte der Generalsekretät des kubanischen Gewerkschaftsbundes CTC der Provinz Havanna, Luis Castanedo Smith, an. Die Einwohner Havannas würden auch ihre Unterstützung für die Beschlüsse der Partei, ihre Führungskräfte und das sozialistische Modell demonstrieren.

Artikel von Fidel CastroDie spanischen Könige brachten den Eroberern und Eigentümern, deren Spuren in den Runddörfern blieben, die denen zugewiesen wurden, die im Sand der Flüsse nach Gold suchten, eine missbräuchliche und peinliche Form der Ausbeutung mit, deren Überbleibsel an vielen Orten des Landes aus der Luft auszumachen sind.

Der Tourismus besteht heute zu einem Großteil darin, die Schönheiten der Landschaft zu zeigen und die exquisiten Lebensmittel unserer Meere zu kosten, solange dies mit dem Privatkapital der großen ausländischen Konzerne geteilt wird, deren Gewinne nur dann irgendeiner Aufmerksamkeit wert sind, wenn sie Milliarden Dollar pro Kopf erreichen.

netzwerk cubaDas Netzwerk Cuba, der Zusammenschluss zahlreiche Kuba-Solidaritätsinitiativen in der Bundesrepublik, hat zum Abschluss des Besuchs von US-Präsident Barack Obama in Havanna eine Analyse veröffentlicht, die wir nachstehend dokumentieren:

Der Besuch von US-Präsident Barack Obama in Havanna war historisch. Er kam in ein Land, das sich als Einziges von der Supermacht seit über 57 Jahren nicht unterkriegen ließ, das weiterhin seinen eigenständigen Weg geht. In manchen Äußerungen des US-Präsidenten war etwas wie Bewunderung zu hören für diese stolze Kultur eines José Martí und Fidel Castro.

Kein Thema für die westliche Presse: Protest von Anwohnern gegen die Provokation der Contras am Sonntag. Foto: Comunidad Parque de Santa RitaKein Thema für die westliche Presse: Protest von Anwohnern gegen die Provokation der Contras am Sonntag. Foto: Comunidad Parque de Santa RitaBereits vor seiner groß angekündigten Reise nach Kuba hatte USA-Präsident Barack Obama verbreiten lassen, er werde im Gespräch mit dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro auch »die Menschenrechte« ansprechen. Das wäre eigentlich eine gute Idee, wenn es nicht im Sinne einer Drohung gemeint wäre. Denn Herr Obama ist nicht ins sozialistische Kuba gereist, um sich dort danach zu erkundigen, wie sich die Regierung, die kommunistische Partei, der kommunistische Jugendverband, die staatlichen Organe aller Ebenen und viele gesellschaftliche Organisationen darum bemühen, trotz widriger Umstände grundlegende Menschenrechte für möglichst alle Kubaner zu garantieren. Und er hat auch nicht die Absicht, sich danach darüber Gedanken zu machen, wie man zum Beispiel das Recht auf Arbeit, auf angemessenen Wohnraum, auf soziale Sicherheit, auf Bildung, auf Gesundheitsfürsorge oder gar die Gleichberechtigung der Frauen auch in den USA umsetzen könnte.

Barack Obama auf der Plaza de la Revolución. Hinter ihm die Bildnisse von Che Guevara und Camilo Cienfuegos. Screenshot: Livestream CubaminrexBarack Obama auf der Plaza de la Revolución. Hinter ihm die Bildnisse von Che Guevara und Camilo Cienfuegos. Screenshot: Livestream Cubaminrex

Livestream des kubanischen Fernsehens: Hier klicken

Zum Auftakt seines offiziellen Besuchsprogramms hat US-Präsident Barack Obama am Montag auf der Plaza de la Revolución in Havanna einen Kranz am Ehrenmal für den Helden der kubanischen Unabhängigkeit, José Martí, niedergelegt. Vor dem Hintergrund der großen Reliefs, mit denen an die Comandantes Che Guevara und Camilo Cienfuegos erinnert wird, spielte eine Militärkapelle die Hymnen Kubas und der USA, bevor sich Obama über den Platz auf den Weg zum Revolutionspalast machte.

Barack Obama und Bruno Rodríguez in Havanna. Screenshot: CubavisiónBarack Obama und Bruno Rodríguez in Havanna. Screenshot: CubavisiónUS-Präsident Barack Obama ist zu seinem ersten Besuch in Havanna eingetroffen. Die »Air Force One« landete gegen 21.30 Uhr MEZ auf dem Internationalen Flughafen »José Martí« in der kubanischen Hauptstadt. Begrüßt wurde der Staatsgast, der von seiner Frau Michelle und seinen Töchtern begleitet wird, nicht nur von Kubas Außenminister Bruno Rodríguez, sondern auch von Regenwetter. Versteckt unter Regenschirmen begrüßte der US-Präsident deshalb die Diplomaten, die zu seiner Ankunft zum Flughafen gekommen waren, bevor er sich mit der schwarzen Wagenkolonne auf den Weg ins Hotel machte.

Nicolás Maduro und Fidel Castro. Foto: Juventud RebeldeNicolás Maduro und Fidel Castro. Foto: Juventud RebeldeVenezuelas Präsident Nicolás Maduro wurde zum Abschluss seines Besuchs in Havanna am Samstag auch vom früheren kubanischen Präsidenten Fidel Castro empfangen. Die beiden Revolutionäre hätten sich über die Lage in der Welt und über die Bedeutung des Befreiers Simón Bolívar ausgetauscht, berichtete Maduro anschließend. Fidel sei bei seiner Ankunft gerade dabei gewesen, einige Artikel zu korrigieren, die er geschrieben habe. Er sei wie gewohnt kräftig und über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden gewesen.

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