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Uruguay

Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen.

Die neue Regierung Uruguays zieht sich aus der Union der Südamerikanischen Nationen (UNASUR) zurück und kehrt zum kriegerischen Interamerikanischen Vertrag für Gegenseitigen Beistand (TIAR) zurück.

„Es handelt sich um eine regionales Organ, das eine politisch-ideologische Ausrichtung hat und das faktisch aufgehört hat zu existieren: Es verfügt über keinen Sitz mehr und hat kein funktionierendes Generalsekretariat“, sagte der Außenminister Uruguays Ernesto Talvi.

Die Entscheidung Uruguays erfolge aufgrund des Austritt der meisten Mitgliedsländer dieser Allianz. Zur Zeit seien nur noch Guyana, Surinam, Venezuela und Bolivien UNASUR Mitglieder geblieben.

Der Austritt Uruguays wurde auch in einer an den Außenminister Ecuadors José Valencia gerichteten Mitteilung bekanntgegeben, da in diesem Land der UNASUR- Vertrag aufbewahrt wird.

Bevor Luis Lacalle Pou die Präsidentschaft Uruguays übernahm, hatte das Land beschlossen, sich von TIAR zurückzuziehen. Aber mit dem Amtsantritt von Lacalle Pou änderte sich die Außenpolitik Uruguays und die neue Regierung hat eine feindliche Politik gegenüber Ländern wie Nicaragua, Kuba und Venezuela versprochen.

Deswegen bat der neue Präsident Uruguays in einem an den Generalsekretär der OAS Luis Almagro gerichteten Brief, den Prozess des Austritts aus TIAR anzuhalten, der im September 2021 stattfinden sollte.

Nach Aussage des uruguayischen Außenministers Ernesto Talvi schwächt der Austritt aus TIAR das interamerikanische System und nimmt seinem Land die Möglichkeit eine wichtige Rolle in der Region einzunehmen.

Die rechte Regierung Uruguays sagte, dass diese Maßnahme die Achse der neuen Regierungsführung widerspiegele, die versucht die OAS als den Ort zu stärken, an dem hauptsächlich die Konflikte und Herausforderungen der Region Lateinamerika geklärt würden.

UNASUR wurde 2008 als ein progressives Projekt geboren, das von dem verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez vorangetrieben und von anderen regionalen Führern wie dem ehemaligen brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, dem verstorbenen argentinischen Präsidenten Néstor Kirchner und den damaligen Regierungschefs von Ecuador, Rafael Correa und von Bolivien Evo Morales unterstützt wurde.

(Mit Information von HispanTV)

Quelle:

Granma Internacional


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