Freitag, 21. Juli 2017
Solidaritätsanzeige

Venezuela

Fotos von »demonstrierenden Oppositionellen« in Venezuela sind in den westlichen Medien nicht mehr so häufig zu sehen wie noch in den ersten Wochen der Kampagne der rechten Opposition gegen Präsident Maduro. Das liegt nicht daran, daß sich die Meldungen abgenutzt hätten, sondern vor allem daran, daß es immer schwieriger wird, die gewaltsamen Ausschreitungen dem Publikum im Westen einigermaßen glaubwürdig zu verkaufen. Nicht erst seit den Bildern vom Vorgehen der Polizei während des G-20-Gipfels weiß man – weit über Hamburg hinaus – daß auch die gelungensten Fotos nicht immer die Wirklichkeit darstellen.

In den größten Betrieben Venezuelas wurde nicht gestreikt. Foto: AVNIn den größten Betrieben Venezuelas wurde nicht gestreikt. Foto: AVNDer von Venezuelas Opposition für den heutigen Donnerstag ausgerufene 24-stündige »Generalstreik« ist offenkundig gescheitert. Journalisten berichteten von normalem Verkehr in den großen Städten. Auch die Zahl der zu ihren Arbeitsplätzen fahrenden Pendler in den Nahverkehrszügen und Busse sei nicht spürbar geringer gewesen, als an anderen Tagen. Staatspräsident Nicolás Maduro erklärte, die 700 größten Unternehmen des südamerikanischen Landes, die 90 Prozent der nationalen Produktion ausmachen, arbeiteten völlig normal.

Bolivarische Republik VenezuelaWir dokumentieren nachstehend eine Erklärung des Ministeriums der Volksmacht für Auswärtige Beziehungen der Bolivarischen Republik Venezuela:

Die Bolivarische Republik Venezuela lehnt die anmaßende Erklärung ab, die am 17.07.2017 vom Weißen Haus veröffentlicht wurde. Es handelt sich um ein beispielloses Dokument, dessen fehlendes Niveau und mindere Qualität das intellektuelle Verständnis dessen erschwert, was das Aggressorland damit beabsichtigt.

die linke»Der Angriff eines Regierungsgegners mit einem gekaperten Polizeihubschrauber auf das Gebäude des Obersten Gerichtshofes in der venezolanischen Hauptstadt Caracas muss als Putschversuch gewertet werden und zeigt einmal mehr in erschreckender Weise die Gewaltbereitschaft und Aggressivität der Opposition in Venezuela«, sagte heute Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag. Sie forderte; »Die Bundesregierung muss diesen Putschversuch verurteilen und ihre politische Unterstützung für diese Opposition beenden.«

Nach dem Anschlag verbreiteten die Terroristen eine Erklärung. Screenshot: YoutubeNach dem Anschlag verbreiteten die Terroristen eine Erklärung. Screenshot: YoutubeRebellierende Polizisten haben in Caracas von einem Hubschrauber aus die Gebäude des Obersten Gerichtshofs und des Innenministeriums von Venezuela angegriffen. Verantwortlich für die Attacke, die von den venezolanischen Behörden umgehend als Terroranschlag klassifiziert wurde, ist offenbar ein Óscar Alberto Pérez, der ein Beamter der Lufttransportdivision der Kriminalpolizei CICPC sein soll. In einem Video präsentierte sich der Attentäter zusammen mit vier maskierten und schwer bewaffneten Männern und verlas eine Erklärung, in der sich die Gruppe als »Gotteskrieger« bezeichnet, die auf einer »heiligen Mission« seien, um die »Demokratie« in Venezuela wiederherzustellen.

Bolivarische Republik VenezuelaWir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung die Erklärung der Regierung Venezuelas zum Anschlag auf das Innenministerium und den Obersten Gerichtshof in Caracas:

Die Regierung der Bolivarischen Republik Venezuela informiert die venezolanische Bürgerschaft und die Geschwistervölker der Welt über die bewaffneten Angriffe, die am Abend des heutigen Tages, Dienstag, 27. Juni, gegen das Gebäude des Ministeriums der Volksmacht für Innere Beziehungen, Justiz und Frieden sowie gegen das des TSJ (Oberster Gerichtshof) in Caracas unternommen wurden und die Teil einer putschistischen Eskalation gegen die Verfassung der Bolivarischen Republik Venezuela und ihre Institutionen sind.

comunistaWir dokumentieren nachstehend eine gemeinsame Erklärung kommunistischer und Arbeiterparteien, die am vergangenen Wochenende in Caracas am XV. Parteitag der Kommunistischen Partei Venezuelas teilgenommen haben:

Die revolutionären, kommunistischen und Arbeiterparteien, die dieses Dokument aus Anlass unserer Teilnahme am XV. Kongress der Kommunistischen Partei Venezuelas im Heimatland von Bolívar und Chávez unterzeichnet haben,

ERKLÄREN unsere Solidarität mit dem Volk Venezuelas, mit dem seit dem Beginn der Präsidentschaft von Hugo Chávez in Venezuela laufenden bolivarischen Prozess für Souveränität und soziale Veränderungen und mit dem Kampf der PCV als Organisation der venezolanischen Arbeiterklasse.

Kommunistische Partei VenezuelasDie Kommunistische Partei Venezuelas (PCV) hat ihren derzeit in Caracas laufenden XV. Parteitag genutzt, um in einer öffentlichen Zeremonie an den 100. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution zu erinnern. Der internationale Sekretär des ZK der PCV, Carolus Wimmer, verlas vor Hunderten Teilnehmern der Veranstaltung eine Erklärung zu Ehren der russischen Revolution, die ein Einschnitt in die Geschichte der demokratischen Kämpfe der Völker und der Arbeiterklasse markiert.

XV. Parteitag der KP Venezuelas. Foto: Tribuna PopularXV. Parteitag der KP Venezuelas. Foto: Tribuna PopularIn Caracas ist am Donnerstagabend der XV. Parteitag der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) eröffnet worden. Zum Auftakt fand im Theater Cantaclaro in Caracas eine Gala statt, mit der an die Eröffnung des der Einheit Lateinamerikas gewidmeten Kongresses von Panama am 22. Juni 1826 erinnert wurde. Für die zahlreichen internationalen Gäste aus Lateinamerika, Europa und Asien, die an dem Kongress teilnehmen, ergriff Moisés Carrasquillo von der Partei des Volkes von Panama das Wort. »Wir sind ein einziges Volk. Die historisches Veränderungen, die wir erleben, haben die Völker Amerikas in den Kampf, in ihre Vereinigung und Reorganisation geführt. Heute erheben wir das Banner der Einheit der lateinamerikanischen und karibischen Völker als mächtige Waffe für den Kampf und Sieg gegen den Feind: den nordamerikanischen Imperialismus«, erklärte Carrasquillo.

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