18 | 06 | 2019

PSUV-Anhänger feiern in GuáricoIn Venezuela sind am Sonntag die Gouverneure der Bundesstaaten Amazonas und Guárico sowie elf Bürgermeister neu gewählt worden. Die Wahlen, zu denen 1,7 Millionen Menschen abstimmungsberechtigt waren, wurden durch verschiedene, regional bedingte Umstände notwendig.

Im Bundesstaat Amazonas wird bereits seit dem Jahr 2001 zu einem anderen Rhythmus gewählt als im Rest Venezuelas. Damals hatte der Oberste Gerichtshof die Wahl vom Vorjahr für ungültig erklärt und Neuwahlen angeordnet. Seit damals regiert die dünnbesiedelte Region im Süden des Landes der PPT-Politiker Liborio Guarulla. 2001 und 2005 war er mit Unterstützung der Regierungskoalition um Präsident Hugo Chávez gewählt worden. Da seine Partei jedoch vor einigen Monaten mit der Regierung gebrochen hat, wurde er von der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) nicht mehr unterstützt. Diese nominierte Edgildo Palau als Gegenkandidaten. Guarulla bekam jedoch nicht nur die Stimmen seiner in Amazonas relativ stark verankerten Partei, sondern auch die des Oppositionsbündnisses »Tisch der Demokratischen Einheit« (MUD), so dass er sich mit 51 Prozent knapp gegen die PSUV durchsetzen konnte. Das Ergebnis ist also kurios: der Gouverneur bleibt der selbe, aber der Staat fällt an die Opposition.

Im Bundesstaat Guárico wurde die vorgezogene Neuwahl durch den Tod des bisherigen Gouverneurs und früheren Informationsministers Willian Lara nötig, der am 10. September bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Sein Nachfolger wird Luis Enrique Gallardo von der PSUV, der sich mit über 77 Prozent der Stimmen klar gegen seinen oppositionellen Kontrahenten Carlos Prosperi behaupten konnte.

Maracaibo, die zweitgrösste Stadt Venezuelas, bleibt unter Kontrolle der rechten Opposition. Hier war die Neuwahl nötig geworden, nachdem sich der bisherige Bürgermeister Manuel Rosales vor einem Ermittlungsverfahren wegen Unterschlagung abgesetzt und in Peru politisches Asyl beantragt hatte. Seine Nachfolgerin wird seine Ehefrau Eveling Trejo de Rosales, die von der Opposition nominiert worden war. Sie konnte sich mit 58 Prozent gegen den PSUV-Kandidaten Gian Carlo Di Martino durchsetzen.

Von den übrigen zehn Kommunalmandaten, um die am Sonntag gestritten wurde, konnte die PSUV sieben gewinnen.

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