Samstag, 16. Februar 2019
Solidaritätsanzeige

New York TimesDie »New York Times« ist nicht gerade berühmt dafür, besondere Sympathien für Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro zu hegen. Daraus machte das US-Blatt auch in einem ausführlichen Artikel keinen Hehl, der am vergangenen Freitag in englischer und am gestrigen Montag in spanischer Sprache erschienen ist. Doch die Überschrift lässt aufhorchen: »Die Sanktionen der USA treffen zuallererst die Venezolaner« heißt es da. Dabei ist ein Stehsatz in den Mainstream-Medien doch, dass die von der US-Administration und der EU gegen Caracas verhängten Strafmaßnahmen einzig und allein die führenden Repräsentanten des Staates treffen sollen.

Die »New York Times« weist darauf hin, dass es dem staatlichen venezolanischen Erdölkonzern PDVSA, gegen den sich die schärfsten Sanktionen richten, in den vergangenen Tagen »mit Hilfe der Russen« gelungen ist, Möglichkeiten zum Überleben zu finden.

»Ich bin mir nicht sicher, dass die USA einen ›Plan B‹ für den Fall haben, dass sie Maduro nicht loswerden«, zitiert die NYT den venezolanischen Wirtschaftswissenschaftler Francisco Rodríguez vom Consulting-Unternehmen Torino Capital. »Ich fürchte, dass, wenn diese Sanktionen in ihrer jetzigen Form umgesetzt werden, wir Zeugen einer Hungersnot werden.«

In Folge der von US-Präsident Donald Trump verhängten Sanktionen seien die Einnahmen aus den Erdölexporten in der vergangenen Woche um 40 Prozent eingebrochen, so die »New York Times«. Viele Kunden hätten ihre Verträge aus Angst vor US-Strafen aufgekündigt, Banken die venezolanischen Konten eingefroren. Mehrere mit venezolanischem Erdöl gefüllte Tanker lägen irgendwo in der Karibik vor Anker. »Wir können keine Rechnungen stellen und kein Geld empfangen. Unsere Finanzen sind paralysiert«, zitiert die NYT Reinaldo Quintero, den Direktor der Erdölkammer Venezuelas, die 500 Unternehmen im Erdölbereich vertritt. »Es wird große Kollateralschäden geben.«

Hilfe kommt offenbar vom russischen Ölkonzern Rosneft, dem größten Investor in Venezuelas Erdölsektor. Das Unternehmen kündigte am 5. Februar für dieses Jahr trotz der US-Sanktionen eine Ausweitung seiner Produktion in dem südamerikanischen Land an. Man habe nicht vor, das Engagement in Venezuela aufzugeben. »Die Maßnahme war eine Rettungsweste für die Regierung Maduro«, so die NYT.

Quelle: New York Times en español / New York Times in English / RedGlobe

 

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