20 | 06 | 2019

Staats- und Regierungschefs der ALBA in CaracasSurinam, Haiti und Santa Lucia schliessen sich der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA) an. Am heutigen Sonntag verabschiedeten die Staats- und Regierungschefs der bisherigen Mitgliedsstaaten Venezuela, Kuba, Nicaragua, Ecuador, San Vicente und die Grenadinen, Bolivien, Dominica sowie Antigua und Barbuda bei ihrem Gipfeltreffen in Caracas einstimmt eine Resolution, durch die Santa Lucia und Surinam den Prozess zur Erlangung der Vollmitgliedschaft in der solidarischen Gemeinschaft Petrocaribe beginnen, um anschliessend auch Vollmitglieder der ALBA zu werden. Ebenso wie Haiti gelten sie ab sofort als »Ehrengastmitglieder«.

RedGlobe - Bilanz 2011Dass ein Staats- oder Regierungschef an gesundheitlichen Problemen leidet, ist weltweit nichts ungewöhnliches. So gab es in Europa mehrere Fälle, die mit der gebotenen Diskretion behandelt wurden, ohne dass sich daran eine öffentliche Diskussion entfesselt hätte. Anders ist die Lage jedoch in Lateinamerika, wo sich derzeit Veränderungsprozesse vollziehen, die eine Konfrontation mit dem alten kolonialistischen Modell beinhalten, den Kontinent als Hinterhof Washingtons zu betrachten.

Offizielles Foto des CELAC-GipfelsAm zweiten Tag des historischen Gipfeltreffens in Caracas wird heute offiziell die Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC) gegründet, die erste Regionalorganisation des Kontinents, die zwar alle Länder Lateinamerikas und der Karibik umfasst, jedoch die USA und Kanada nicht einbezieht und auch den früheren europäischen Kolonialmächten keinen Platz einräumt. Auf der Tagesordnung steht heute vor allem die Verabschiedung des Abschlussdokuments, das unter dem Namen »Erklärung von Caracas« in den vergangenen Tagen von den Delegationen der teilnehmenden Länder ausgearbeitet wurde. Parallel kommen die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) und das solidarische Energiebündnis Petrocaribe zu Gipfeltreffen zusammen.

Hugo Chávez bei seiner Rückkehr nach VenezuelaVenezuelas Präsident Hugo Chávez ist heute in sein Heimatland aus Kuba zurückgekehrt, wo er sich ein weiteres Mal Untersuchungen unterzogen hat, um den Heilungsprozess nach seiner Krebserkrankung zu überprüfen. Bei seiner Ankunft in Venezuela teilte er mit, dass die Krankheit offenbar besiegt ist: »Es gibt keinerlei anormale Zellaktivität. Wenn es sie geben würde, wäre sie durch die Tomographie oder die Resonanzuntersuchung festgestellt worden. Ich kann sagen, dass ich bei diesen Prüfungen 20 Punkte gewonnen habe.« Er müsse künftig alle vier Monate die Untersuchungen wiederholen, um sicherzugehen, dass alles gut sei.

Oscar FigueraMit der Neuwahl des Zentralkomitees und einem deutlichen Bekenntnis zur Einheit der revolutionären Kräfte ist am Sonntag in Caracas der XIV. Parteitag der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) zu Ende gegangen. Oscar Figuera als Generalsekretär und Jerónimo Carrera als Vorsitzender der Partei wurden in ihren Ämtern bestätigt, während das neue ZK deutlich verjüngt wurde. Dem 45 Mitglieder umfassenden Gremium gehören nun 17 neue Aktivisten an, die aus der venezolanischen Jugend- und Arbeiterbewegung gewonnen wurden, wie Figuera unterstrich. Dieser hob auch die Bedeutung der offiziellen Nominierung von Staatschef Hugo Chávez als Kandidat der Kommunistischen Partei für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr hervor: »Das ist eine klare Botschaft an die Teile der Reaktion, der Konterrevolution und der ständigen Opposition, die versucht haben, einen Eindruck von Spaltung, Konfrontation sowie schwindender Unterstützung für den venezolanischen politischen Prozeß durch unsere Partei zu verbreiten.« Figuera rief die Regierungsgegner auf, »von dieser Wolke herunterzukommen«, die oberste Instanz der PCV habe einstimmig beschlossen, die Kandidatur des Präsidenten zu unterstützen. Er stellte die Diskussionen im linken Lager der Konfrontation im Oppositionsbündnis MUD (Tisch der Demokratischen Einheit) gegenüber: »In der Opposition bringen sie sich gegenseitig um, weil jeder Kandidat sein will. Wir diskutieren, um die Revolution zu vertiefen. Wir haben bereits unseren Kandidaten für 2012, und der heißt Hugo Chávez Frías!«

XIV. Parteitag der Kommunistischen Partei VenezuelasVenezuelas Präsident Hugo Chávez begrüßte heute telfonisch die Teilnehmer des XIV. Parteitages der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV). »Einen revolutionären Gruß, Genossen, Kameraden. Ich bin bewegt, diese Veranstaltung zu sehen, diese Worte zu hören und auch mit der Anwesenheit der internationalen Gäste rechnen zu können«, sagte der Staatschef. Das Bündnis mit der PCV sei viel mehr als eine zeitweilige Allianz, sondern stelle eine historische Notwendigkeit dar. Die Einheit müsse über die Grenzen Lateinamerikas hinaus aufgebaut werden. Er sei bereit, Anstrengungen für die volle Einheit der revolutionären Kräfte zu unternehmen: »Auf dem Kurs der neuen sozialistischen Revolution - der große Patriotische Pol ist die große Einheit!« Der Präsident nutzte die Gelegenheit für einen Gruss an die Vertreter der Kommunistischen Parteien aus zahlreichen Ländern, die an dem Parteitag teilnehmen.

Der Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela, Comandante Hugo Chávez, verurteilt im Namen des Volkes und der Regierung Venezuelas kategorisch die illegale Bombardierung der Einrichtungen von Al-Jamahiriya, des staatlichen libyschen Fernsehens, durch die militärischen Truppen der NATO am Sonnabend, 30. Juli 2011.

Die Bolivarische Nationalgarde bei der ParadeMit einer grossen Militärparade auf dem Paseo Los Próceres begeht Venezuela derzeit den 200. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Während Präsident Hugo Chávez selbst die Parade nicht abnehmen kann, gab er von seinem Büro im Regierungssitz Miraflores aus das Startzeichen. Persönlich anwesend sind unter anderem die Präsidenten von Bolivien, Evo Morales, Paraguay, Fernando Lugo, und Uruguay, Pepe Mujica. Die Zahl der Zuschauer, die seit dem frühen Morgen zum Veranstaltungsort geströmt sind, wird auf 30.000 geschätzt.

Hugo Chávez bei seiner Ankunft in CaracasNach der Operation eines Krebstumors in Havanna ist Venezuelas Präsident Hugo Chávez heute morgen (Ortszeit) nach Caracas zurückgekehrt. »Ich stehe auf der Kommandobrücke, denn ich bin nie weg gewesen«, erklärte der sichtlich bewegte Staatschef bei seiner Ankunft um 3.40 Uhr Ortszeit bei seiner Ankunft auf dem Internationalen Flughafen Maiquetia. Zugleich kündigte er jedoch an, auf ärztlichen Rat hin nicht an den Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes teilnehmen zu können, den Venezuela am morgigen Dienstag begeht. Dazu werde in Caracas die Außenminister aller Staaten Lateinamerikas und der Karibik erwartet. Ein ursprünglich vorgesehenes Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs war wegen Chávez' Erkrankung verschoben worden.

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