Sonntag, 30. April 2017
Solidaritätsanzeige

Lateinamerika und Karibik

VenezuelaIn Venezuela brauchen Touristen künftig US-Dollars statt venezolanischer Bolívares. Staatschef Nicolás Maduro kündigte am Montag (Ortszeit) bei einer über alle Rundfunk- und Fernsehsender des Landes übertragenen Ansprache an, dass er ein entsprechendes Dekret unterzeichnet habe. Demnach sollen künftig als Dienstleister in der Tourismusbranche ihren Kunden Rechnungen in US-Dollar ausstellen. Von diesen Devisen können die Unternehmen 60 Prozent behalten, 40 Prozent müssen sie bei der Zentralbank in venezolanische Bolívares umtauschen.

Republik KubaDie Botschaft der Republik Kuba in Berlin teilt mit, dass aus Anlass des Todes des Comandante en Jefe der Kubanischen Revolution, Fidel Castro, in der diplomatischen Vertretung ein Kondolenzbuch ausgelegt wird. Die Möglichkeit, sich in der Kanzlei der Botschaft in der Stavangerstr. 20, 10439 Berlin, in das Kondolenzbuch einzutragen, besteht von Montag, 28. November 2016, bis Freitag,  2. Dezember 2016, jeweils von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr.

Foto: Ismael Francisco / CubadebateFoto: Ismael Francisco / CubadebateDie Nachricht kam in den frühen Morgenstunden und wurde von seinem Bruder Raúl Castro verkündet: Comandante Fidel ist physisch verstorben. Raúl schloss mit den Worten: Hasta la victoria siempre!

Fidel wird ewig in Kuba präsent sein. Seine revolutionären kommunistischen Ideen leben in Millionen von KubanerInnen weiter. Als ich am frühen Morgen durch die Strassen Havannas laufe, ist die Bedrücktheit förmlich spürbar. In vielen der kleinen privaten Restaurants und Cafeterias hängen Bilder von Fidel oder kubanische Flaggen mit schwarzen Schleifen. Auf einer Tafel eines Restaurants steht gross mit Kreide geschrieben: »Por siempre Fidel« – Für immer Fidel. Im Stadtteil Vedado versammeln sich Jugendliche und laufen spontan durch die Straßen, um so ihre Unterstützung seiner Ideen zum Ausdruck bringen.

Ehrung Fidels an der kubanischen Botschaft in Berlin. Foto: RedGlobeEhrung Fidels an der kubanischen Botschaft in Berlin. Foto: RedGlobeRund 100 Menschen versammelten sich am Samstag abend vor der kubanischen Botschaft in Berlin, um ihre Trauer über den Tod von Fidel Castro auszudrücken. Am Zaun der diplomatischen Vertretung leuchteten Kerzen, Blumen wurden niedergelegt. Botschafter René Mujica dankte den Versammelten für ihre Anteilnahme und versicherte, die beste Ehrung Fidels sei es, für die Sache der Völker und des Sozialismus weiterzuarbeiten.

In aller Welt haben Organisationen und Persönlichkeiten in tiefer Trauer auf den Tod des Comandante Fidel Castro reagiert. Wir dokumentieren eine Auswahl von Stellungnahmen.

Hasta Siempre, Fidel!

Am Freitag, 25. November 2016, um 22.29 Uhr Ortszeit starb in Havanna der langjährige kubanische Präsident und oberste Comandante der Kubanischen Revolution, Fidel Castro. Sein Nachfolger im höchsten Staatsamt der sozialistischen Insel, Raúl Castro, bestätigte die traurige Nachricht in einer über alle Fernsehsender Kubas ausgestrahlten kurzen Ansprache. Wir dokumentieren nachstehend den Wortlaut seiner Mitteilung.

FARC_EPWir dokumentieren nachstehend die Rede des obersten Comandante der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes (FARC-EP), Timoleón Jiménez, nach der Unterzeichnung des überarbeiteten Friedensvertrages mit der kolumbianischen Regierung am Donnerstag in Bogotá;

Wir Kolumbianer haben mehr als sieben Jahrzehnte Gewalt, ein halbes Jahrhundert offenen Krieg, 33 Jahre Dialogprozesse, ein halbes Jahrzehnt Diskussionen in Havanna, die Enttäuschung vom 2. Oktober und die historisch größte Anstrengung um einen mehrheitlichen Konsens der Nation erlebt, bis wir die Unterzeichnung dieses Endgültigen Abkommens erreichen konnten.

uz – unsere zeitNachdem eine hauchdünne Mehrheit der kolumbianischen Bevölkerung beim Referendum am 2. Oktober das ausgehandelte Abkommen zwischen den Revolutionären Streitkräften (FARC) und Regierung abgelehnt hatte, haben nun beide Seiten am 12. November in Havanna ein neues Abkommen vorgelegt. Es orientiert sich auf den ersten Blick weitgehend am vorherigen. Dennoch sind einige wesentliche Aussagen im Sinne der Gegner des Friedensvertrags abgeändert worden.

Unterzeichnung des endgültigen Friedensvertrages durch FARC-Comandante Timoleón Jiménez. Screenshot: TeleSurUnterzeichnung des endgültigen Friedensvertrages durch FARC-Comandante Timoleón Jiménez. Screenshot: TeleSur

Dokumentiert: Rede von FARC-Comandante Timoleón Jiménez nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages – Hier klicken

In Bogotá haben der oberste Comandante der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes (FARC-EP), Timoleón Jiménez alias Timochenko, und der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos am Donnerstag die überarbeitete Fassung ihres Friedensvertrages unterzeichnet. Im Colón-Theater der kolumbianischen Hauptstadt bekräftigte Timochenko seinen Aufruf an alle Kolumbianer, dass nur noch das Wort eine Waffe sein dürfe. Die neue Fassung des Abkommens sei das Ergebnis des Beitrags von Opfergruppen und allen Bürgern, die auf der Straße und an anderen Orten den Friedensprozess unterstützt hätten.

ColombiaDie Guerilla der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes (FARC-EP) und die Regierung von Staatschef Juan Manuel Santos haben vereinbart, den überarbeiteten Friedensvertrag am morgigen Donnerstag in der Hauptstadt Bogotá zu unterzeichnen. Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung hervor, die wir nachstehend dokumentieren. Anschließend soll das Parlament über das Abkommen abstimmen.

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