19 | 05 | 2019

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) hat unabhängige Untersuchungen eines US-Hubscherangriffs auf Zivilisten im Irak im Juli 2007 gefordert. In einer entsprechenden Erklärung von Amnesty International, welche am Mittwochabend veröffentlicht wurde, heißt es: »Ein im Internet veröffentlichtes Video der US-Armee zeigt den tödlichen Beschuss von Zivilisten im Osten Bagdads durch US-Soldaten aus einem Kampfhubschrauber. Bei der Attacke starben über 10 Zivilisten, darunter ein einheimischer Reuters-Journalist und sein Fahrer; verletzt wurden auch Kinder. Dieses Video muss unabhängig und unparteiisch untersucht werden und man muß gegen diejenigen, die entgegen den internationalen Gesetzen Zivilisten massakrieren vorgehen.«

US-Massaker in BagdadAuf der Plattform Wikileaks ist gestern ein Video veröffentlicht worden, das bereits am 12. Juli 2007 entstanden ist, nun jedoch die US-Besatzer im Irak unter Druck setzt. Damals hatte ein US-Kampfhubschrauber über der irakischen Hauptstadt Bagdad in eine Menschenmenge gefeuert. Dabei wurden zwölf Zivilisten getötet, unter ihnen zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters, Saeed Chmagh und Namir Noor-Eldeen. Das US-Militär versuchte, das Massaker zu vertuschen und behauptete, die Menschen seien bei einem Gefecht zwischen US-Streitkräften und Rebellen getötet worden. Auf dem Video, dessen Herausgabe die Militärs verhindern wollten, ist anderes zu sehen. Nach dem ersten Beschuss wurden in einem weiteren Angriff sogar Helfer, die einen der verwundeten Journalisten bergen wollten, ermordet. Die Leichen werden von einem Panzer überrollt. Der Funkverkehr der Soldaten ist von Gelächter gekennzeichnet.

1,3 Millionen ToteDas US-amerikanische Forschungsinstitut »Just Foreign Policy«  in Washington hat in seinem neuesten Informationsbulletin informiert, dass den eigenen Untersuchungsergebnissen zufolge bislang 1.366.350 Irakerinnen und Iraker seit Beginn der US-Invasion im März 2003 ihr Leben verloren haben. Somit sei diese  Zahl mindestens zehn Mal höher als die Angaben, die normalerweise von US-Medien gemacht wurden und stellen nach Ansicht des Instituts sogar den Genozid in Ruanda in den Schatten.

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