Dienstag, 26. März 2019
Solidaritätsanzeige

ERT bleibt auf SendungDie griechische Regierung hat am Donnerstag Medien, die das von den entlassenen Mitarbeitern des geschlossenen öffentlich-rechtlichen Rundfunks ERT produzierte Programm verbreiten, mit Strafen gedroht. Athen hatte die Anstalt am Dienstag abend überraschend aufgelöst, in der Nacht zum Mittwoch wurden die Programme abgeschaltet. Die Beschäftigten besetzten daraufhin jedoch das Rundfunkgebäude und setzten ihre Arbeit fort. Da die Journalisten der privaten Medien aus Solidarität mit ihren ERT-Kollegen in den Streik traten, war dieses Programm schließlich sogar praktisch die einzige Nachrichtenquelle in Griechenland. Übernommen wurden die Sendungen des besetzten ERT von zahlreichen Onlineportalen und vom Fernsehsender der Kommunistischen Partei, 902.

 

Auch auf der Homepage der Europäischen Rundfunkunion (EBU), in Deutschland vor allem als Eurovision bekannt, ist das Signal von EBC eingebunden worden. Der weltweit größte Zusammenschluss öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten fordert entschieden, ERT wieder offiziell auf Sendung gehen zu lassen.

Von Seiten der Regierung in Athen heißt es dagegen, die Weiterverbreitung der ERT-Sendungen sei »eine Sendung ohne Genehmigung und damit illegal«. Man werde die »vom Gesetz vorgesehenen Sanktionen« gegen die Medien ergreifen, heisst es weiter in dem von Finanzminister Yannis Sturnaras unterzeichneten Schreiben.

Am gestrigen Donnerstag demonstrierten Zehntausende Menschen mit einem landesweiten Generalstreik gegen die Schließung von ERT. Allein vor dem Rundfunkgebäude in Athen versammelten sich Gewerkschaftsangaben zufolge rund 20.000 Menschen.

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