Sonntag, 16. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Der US-Geheimdienst CIA sucht auf seiner Homepage per Stellenanzeige Offiziere für paramilitärische Operationen. Darauf hat die geheimdienstkritische Internet-Seite injerenCIA.com hingewiesen. Unter der Rubrik "Careers at CIA" findet sich ein Stellenangebot als "Paramilitary Operations Officer" mit einem Gehalt zwischen 54.000 und 75.000 Dollar. Während also das offizielle Washington die kolumbianischen Paramilitärs auf die Liste "terroristischer Organisationen" gesetzt hat, sorgt der Geheimdienst für die korrekte fachliche Anleitung, damit die Terroristen von Washingtons Gnaden auch ja alles richtig machen.

 

Nach Ansicht von injerenCIA.com stellt diese Stellenanzeige nicht mehr und nicht weniger dar als "eine offizielle Anerkennung der US-Regierung, dass sie den Paramilitarismus für Operationen ausserhalb ihres Territoriums nutzt". Wörtlich heisst es in der Stellenanzeige: "Der Geheimdienst der USA sucht Bürger als Kandidaten zur Besetzung von Positionen als paramilitärische Offiziere für Sonderoperationen, die sowohl im Hauptquartier in Washington als auch im Ausland dienen sollen". Verlangt werden Kampferfahrungen ("zu Lande, zu Wasser oder in der Luft"), Auslandsaufenthalte und das Beherrschen von Fremdsprachen.

injerenCIA.com weiter: "Deshalb sollte man allen, die in ungläubiges Lachen ausbrechen, wenn Chávez oder Evo oder Correa oder Cuba den Terrorismus des Imperiums auf der internationalen Ebene anklagen, diese Anzeigen unter die Nase halten".

Solche Anzeigen der CIA erscheinen in mindestens 153 Druckerzeugnissen in den USA, 65 Internet-Seiten sowie 27 Massenmedien wie Fernsehen und Rundfunk. Ausserden hat die CIA offiziell anerkannt, dass ihr mindestens 26 Organisationen - darunter Gewerkschaften, "private" Stiftungen und NGOs - als Anwerbezentren dienen.

So findet sich die Agentenwerbung der CIA u.a. auf dem Online-Portal migente.com, einer Online Community für junge LateinamerikanerInnen - in englischer Sprache. injerenCIA.com fragt entsprechend, warum die CIA gerade jetzt so bemüht darum ist, junge Latinas und Latinos anzuwerben: "Ist sie vielleicht an einem offenen Krieg in Lateinamerika beteiligt? Der, den sie für Mitte März in Kolumbien ins Auge gefasst hatten, ist ihnen daneben gegangen. Haben sie also einen vorbereitet?"

Quellen: injerenCIA.com, CIA / RedGlobe

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