25 | 02 | 2020

Republikaner gegen die MonarchieNach langen Spekulationen wurde nun endgültig bestätigt, dass die britische Königin und in dieser Position Oberbefehlshaberin der ältesten Imperialmacht, Irland, die älteste Kolonie Englands, noch in diesem Jahr besuchen wird. Termin für den Besuch wurde noch keiner bestätigt, es werden aber insgesamt drei Tage im Mai als wahrscheinlich genannt. Es wäre dies der erste Besuch des britischen Königs seit genau einhundert Jahren. Damals besuchte George V. die noch ungeteilte Insel. Seit der formellen Unabhängigkeit des Südens besuchte kein britischer König mehr den Süden Irlands.

Der Besuch soll einen weiteren Schritt in der Normalisierung der Besatzung des Nordens und der Spaltung der Insel darstellen. Ein Prozess, der von den Regierungen Irlands und Britanniens vor allem seit der Unterzeichnung des Belfaster Abkommens von 1998 forciert wird. Republikaner und mehrere sozialistische Gruppen haben bereits Proteste angekündigt.

Die letzte Woche abgewählte konservativ-liberale Regierung erklärte in einer Stellungnahme, sie begrüße den Besuch von Elisabeth Windsor, denn dieser würde „die guten Beziehungen zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich weiter ausbauen“.

Es ist geplant, dass Elisabeth Windsor während ihres Besuchs auch Dublin Castle, den ehemaligen Sitz der britischen Kolonialmacht in Dublin besichtigen wird. An dem Besuch soll auch ihr Ehemann „Fürst von Edinburgh“ Philip Sonderburg-Glucksburg teilnehmen. Der britische Botschafter in Irland bestätigte, dass sich das Ehepaar sehr auf den Besuch freue.

Republican Sinn Féin kündigte bereits im Vorfeld Proteste gegen den geplanten Besuch an. In einer Stellungnahme erklärte der Präsident von RSF, Des Dalton: „Republican Sinn Féin wird gegen den Besuch der englischen Königin energisch protestieren, um so der Welt vor Augen zu führen, dass die britische Herrschaft in Irland nicht normal und auch nicht zu akzeptieren ist.“

Die Ankündigung des Besuchs der Königin von England sei der Höhepunkt einer lange geplanten Kampagne des politischen Establishment in Dublin, Belfast und London, um die britische Besatzung Irlands und die Teilung des Landes als „normal“ darzustellen, so Dalton.

„Wir rufen alle, die an Irlands unveräußerliches Recht auf nationale Selbstbestimmung glauben, dazu auf, sich den Protesten gegen den Besuch der englischen Königin anzuschließen“, so Republican Sinn Féin.

Quelle: Irish Republican Correspondent news / RedGlobe

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