Faschisten verbrennen Fahnen der KPU und Bilder von Marx und Lenin. Foto: Screenshot Radio LibertyIn der Ukraine geht der Terror gegen die Kommunistische Partei (KPU) unvermindert weiter. In der vergangenen Nacht ist das Büro des Zentralkomitees der Partei in Kiew verwüstet und in Brand gesteckt worden. Wie der dem »Maidan« nahestehende Internet-Fernsehsender Hromadske.tv berichtete, war das in der Borysohlibska-Straße gelegene Gebäude seit Ende Februar von Anhängern der Putschisten besetzt gehalten worden. Am gestrigen Mittwoch verließen diese »Demonstranten« nach Informationen der Polizei das Haus, nachdem ein Gericht die Rückgabe der Immobilie an die KPU als rechtmäßiger Besitzerin angeordnet hatte. Zuvor verwüsteten die Besetzer jedoch in aller Ruhe und ungehindert die Räumlichkeiten und vergossen in allen Räumen Benzin, bevor sie das Haus in Brand steckten.

 

Die Feuerwehr war auch nach Stunden noch damit beschäftigt, die Flammen zu löschen. Wie ihre Sprecher informierten, war das Feuer gleichzeitig an drei Stellen ausgebrochen, so dass schon deshalb von Brandstiftung ausgegangen werden müsse. Zudem haben die Besetzer offenbar umfangreiches Material aus den Archiven der KPU zerstört oder gestohlen, heißt es in dem Bericht des Fernsehsenders. Aufnahmen davon, wie Personen in Uniform ohne Abzeichen umfangreiches Material und Technik aus dem Gebäude abtransportieren sowie Fahnen der Kommunistischen Partei zerstören, ist auf der Homepage des US-Propagandasenders Radio Liberty zu sehen.

Während einer Tagung des ukrainischen Parlaments verurteilte KPU-Generalsekretär Pyotr Simonenko den Brandanschlag auf den Sitz seiner Partei. Er verlangte, dass die Besetzung und die Zerstörungen von den zuständigen Behörden untersucht und vor Gericht gebracht werden müssten. Bis die Täter nicht bestraft worden seien, werde seine Fraktion nicht weiter an der Arbeit des Parlaments teilnehmen, kündigte Simonenko an. Unmittelbar darauf verließen alle kommunistischen Abgeordneten die Sitzung.

{youtube}2gKrgkJwm-U{/youtube}

Quellen: Hromadske.tv, KPU, Radio Liberty / RedGlobe