23 | 02 | 2020

Braunau gegen rechtsDas Bündnis „braunau gegen rechts“ ruft zu einer Demonstrationskundgebung am Samstag, dem 14. April 2012, in Braunau am Inn auf. Gerade das letzte Jahr habe vielfällig gezeigt, welche Gefahr von der extremen Rechten ausgeht, so das Bündnis. Die große Tragödie der Anschläge in Norwegen, die 77 überwiegend Kinder und Jugendliche das Leben kostete, und das Bekanntwerden der neonazistischen Attentatsserie in Deutschland bilden nur die Spitze des Eisbergs. „Denn auch wenn diese Gräueltaten in ihrer Brutalität kaum zu übertreffen sind, ist das Gedankengut der Täter kein Einzelfall. Im Gegenteil! Rassismus, Antisemitismus und Hetze gegen MigrantInnen gehören heute beinahe wieder zum guten Ton“, erklärt Stefan Klingersberger, Mitorganisator der diesjährigen antifaschistischen Demonstration in Braunau am Inn.



Rechte Parteien wie Straches FPÖ, Boulevardblätter, rechte Internetseiten, Neonazi-Gruppierungen, aber auch bürgerliche PolitikerInnen leisten teils offen, teils verdeckt ihren Beitrag zum Entstehen eines zunehmend hasserfüllten Klimas. Klingersberger warnt: „Europaweit ist die rechtsextreme Szene im Vormarsch und gerade in Oberösterreich verspüren Neonazis starken Aufwind!“

Am Freitag, dem 22. Juli 2011, am selben Tag an dem der Rechtsextremist Anders Breivik in Norwegen sein grausames Blutbad verrichtete, schlug auch der österreichische Neonazi Johann Neumüller zu. Er wollte Österreich „von Ausländern befreien“ und attackierte deshalb mit einem Kleinkalibergewehr eine rumänische Nachbarsfamilie in Traun. Der 65-jährige Nachbar starb noch am Tatort, seine Frau und sein Sohn wurden schwer verletzt.

Und auch im Bezirk Braunau treten Neonazis immer offener auf: Skinheads posieren vor dem Hitler-Geburtshaus für Erinnerungsfotos, Hakenkreuze werden gleich reihenweise tätowiert, SS-Symbole offen gezeigt und selbst vor Gewalt schrecken Braunauer Neonazis nicht mehr zurück. Der Linzer Rechtsextremismus-Experte Thomas Rammerstorfer bestätigt: „Braunau ist zur Hochburg einer neonazistischen Jugendkultur geworden. So schlimm ist es wohl sonst nirgends in Österreich!“

Dies alles kann nicht stillschweigend toleriert zu werden! Das Bündnis „braunau gegen rechts“ organisiert seit Jahren rund um den Hitler-Geburtstag eine antifaschistische Demonstration um ein deutliches Zeichen gegen Faschismus und Rechtsextremismus zu setzen. „Angesichts der beunruhigenden Entwicklung der Braunauer Neonazi-Szene braucht es am Samstag, dem 14. April 2012, einen breiten, gemeinsamen Protest gegen Rechts!“, erklärt Stefan Klingersberger vom Bündnis „braunau gegen rechts“ abschließend.

Demonstration: Gemeinsam gegen rechte Gewalt!
Samstag, 14. April 2012, um 15 Uhr am Bahnhof Braunau

Weitere Informationen: www.braunau-gegen-rechts.at

 

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