09 | 12 | 2019

Abgeschaltet wegen Streik: TelemadridDer spanische alternative Gewerkschaftsbund CGT hat bereits eine Bilanz zum Auftakt des heute im ganzen Land stattfindenden Generalstreiks gezogen. Der Ausstand werde von der Mehrheit der Arbeiterklasse befolgt, die Beteiligung sei sehr viel höher als bei der letzten vergleichbaren Aktion am 29. September 2010. Die wichtigsten Industriebetriebe sowie Flug- und Seehäfen seien lahmgelegt, einige Tageszeitungen seien heute nicht erschienen und mehrere Fernsehsender hätten den Betrieb einstellen müssen.

Wir dokumentieren nachstehend den Wortlaut der Erklärung der CGT in eigener Übersetzung.

Heute um 0.00 Uhr hat der von der CGT und zahlreichen gewerkschaftlichen und sozialen Organisationen des ganzen Staates ausgerufene Generalstreik begonnen. In dieser zweiten Einschätzung (eine erste war bereits mitten in der Nacht herausgegeben worden, sie ist inhaltlich weitgehend identisch - Anm. d. Red.) über die Beteiligung am Morgen zeigt sich uns, dass der Streik von den Arbeitern in ihrer Mehrheit befolgt wird. So können wir feststellen, dass im Industriebereich die Produktion bei Unternehmen wie EADS, Seat, VW, Opel, Ford, Nissan usw. sowie in den Industriegebieten alle großen Städte weiter stillsteht. Ebenfalls gestoppt sind die wichtigsten Chemie-Unternehmen , Michelin in Vitoria, Repsol in Puertollano und der petrochemische Komplex von Tarragona.

Die Medien strahlen entweder keine Sendungen aus, wie Telemadrid und Canal Sur, oder verbreiten wie RNE und TVE aufgezeichnete Programma. Die Zeitungen Gara und Berria erscheinen heute nicht.

Hervorzuheben ist die grosse Streikbeteiligung im Transportbereich aller grossen Städte. In Madrid, Barcelona, Zaragoza oder Valencia gibt es bei Bussen, Metro, Nahverkehrszügen und Strassenbahnen nur einen Notbetrieb. In Madrid ist die Einhaltung des Notfahrplans der Metro nicht garantiert, und in Barcelona bleiben zahlreiche Metrostationen geschlossen. Ebenfalls lahmgelegt sind die die Flughäfen Barajas (Madrid) und El Prat (Barcelona). In mehr als 30 Seehäfen wird keine Arbeit geleistet, darunter in denen von Algeciras, Barcelona und Valencia. Der Stromverbrauch ist im Vergleich zum vergangenen Donnerstag um 23 Prozent zurückgegangen.

Als CGT stellen wir fest, dass dieser Generalstreik gegen die von den verschiedenen Regierungen und Verwaltungen verabschiedeten Arbeitsreform und unsozialen Massnahmen, zu dem die spanische Gesellschaft aufgerufen worden ist, von der Mehrheit der Arbeiterklasse unterstützt und befolgt wird. Die Bürgerschaft hat darauf mit einer  massenhaften Beteiligung reagiert, die diesmal sehr viel höher ist als beim letzten Generalstreik am 29. September 2010.

Es ist hervorzuheben, dass in Madrid ein riesiges Polizeiaufgebot aufgestellt worden ist, um die Hauptstadt zu einem Beispiel für Repression und Hetze zu machen. Im ganzen Staatsgebiet hat es hat bereits 33 Festnahmen gegeben, den größten Teil davon in der Hauptstadt. Als CGT rufen wir die gesamte Bürgerschaft, aktive oder erwerbslose Arbeiter, Jugendliche und Studierende, auf, sich massenhaft an den Streikposten, Aktionen und Demonstrationen zu beteiligen, die am heutigen Tag in den Städten des spanischen Staates durchgeführt werden, sowie am heutigen Tag nicht zu konsumieren.

Quelle: CGT / RedGlobe

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