Mittwoch, 12. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Kommunistische Partei LuxemburgsKommunistische Partei LuxemburgsGleich zu Beginn des ersten Rundtischgesprächs zu den EU-Wahlen, das am Montag dieser Woche in Grevenmacher stattfand und vom Luxemburger Informationsbüro des EU-Parlaments veranstaltet wurde, hielt die Spitzenkandidatin der CSV, Frau Reding, darauf, sich von den Aussagen des KPL-Vertreters zu distanzieren, noch bevor sie überhaupt auf die Frage antwortete, die ihr gestellt wurde. Niemand hatte etwas anderes von der früheren Angehörigen der Escher Stahlhelmfraktion der CSV erwartet, denn wenn man zum Establishment gehört, muss man sich selbstverständlich von einer Partei abgrenzen, die mit dem Slogan »Nee zu dësem EUropa vun de Geldsäck« in die Wahlen geht, nicht wahr?

 

In der Zeitung des Bistums, die für Wahrheit zu schlecht ist und die seit Wochen die Werbetrommel für die CSV, ihre Spitzenkandidatin und den CSV-Anwärter auf den Posten des EU-Kommissionspräsidenten rührt, setzt man sich erst gar nicht mit den Kommunisten auseinander. Zum offiziellen Wahlauftakt räumte das Bistumsblatt zwar ein, dass 54 Kandidaten aus neun Parteien zum EU-Parlament kandidieren, vermeidet es aber, den Namen der KPL auch nur zu erwähnen. Was die Kommunisten zu sagen haben, landet im »Luxemburger Wort« ohnehin mit schöner Regelmäßigkeit im Papierkorb.

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Noch bevor der offizielle Wahlkampf überhaupt begann, hatte das »Wort« seine Leser tagelang mit den Resultaten eines »Politbarometers« gefüttert, den das Bistumsblatt zusammen mit RTL von TNS-Ilres durchführen ließ.

Wer auf die Frage »Welcher Partei trauen Sie am ehesten zu, die Interessen Luxemburgs in Europa zu verteidigen?« die KPL nannte, wurde sofort darauf hingewiesen, das gehe nicht, denn eine solche Partei sei im Fragebogen nicht vermerkt.

Weil die Kommunisten stören und den Herrschenden und ihrem verlängerten Arm in den Massenmedien nicht passen, werden sie je nach Bedarf totgeschwiegen, oder ihre Ideen und Vorschläge werden oft bis zur Unkenntlichkeit entstellt, weil sie die kapitalistische Ausbeutergesellschaft grundsätzlich in Frage stellen und die Gesellschaft verändern wollen.

Gegen diese antikommunistische Gehirnwäsche ist nur anzukommen, wenn die KPL gestärkt wird, wenn die »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« eine größere Verbreitung findet und wenn in geduldigen Diskussionen mit der Bevölkerung, mit Familienangehörigen, Arbeitskollegen und Bekannten Überzeugungsarbeit geleistet und die Argumente und Alternativen der Kommunisten erläutert werden. Dazu sind auch die notwendigen Finanzen erforderlich, denn während die »staatstragenden Parteien« Hunderttausende Euro ausgeben können, um den Schaffenden eine Gehirnwäsche zu verpassen, leidet die kommunistische Aufklärungsarbeit bis dato noch immer unter mehr als bescheidenen Finanzen, so dass das Programm und die Alternativen der Kommunisten »zu dësem EUropa vun de Geldsäck« nicht in alle Haushalte gelangen kann.

Während der verbleibenden Tage bis zu den EU-Wahlen gilt es daher alle Möglichkeiten zu nutzen, um die Schaffenden aufzuklären, sie davon zu überzeugen, die Kommunisten in allen Hinsichten und auch in der Wahlkabine zu stärken und anschließend – unabhängig von der antikommunistischen Wühlarbeit der Geldsäcke und ihrer Wasserträger – die Arbeit für eine Welt des Friedens, der Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit unbeirrt fortzusetzen.

Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek / RedGlobe

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