Mittwoch, 12. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Festung EuropaFestung EuropaDie Festung Europa mordet weiter. In der vergangenen Nacht sind Medienberichten zufolge mindestens 82 Menschen getötet worden, als ihr Schiff kurz der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa auf Grund lief und in Flammen aufging. Wie die Küstenwache mitteilte, konnten rund 160 der insgesamt 500 Passagiere gerettet werden. Es wird deshalb befürchtet, dass die Zahl der Toten noch deutlich weiter steigen wird. Es war die zweite Katastrophe vor Lampedusa innerhalb einer Woche, erst am Montag waren 13 Menschen ertrunken, nachdem ihr Schiff auf Grund gelaufen war.

 

Tausende Menschen versuchen jedes Jahr, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Durch die Abschottung der EU gegen die Flüchtlinge sind sie gezwungen, sich in die Hände von Schlepperbanden zu begeben, die sie häufig auf schrottreifen und völlig überladenen Schiffen auf die lebensgefährliche Reise schicken. Schätzungen sprechen davon, dass in den vergangenen 25 Jahren rund 19000 Flüchtlinge die Überfahrt nicht überlebt haben. Für die vergangenen zehn Jahre beziffert die italienische Nachrichtenagentur ANSA die Zahl der Getöteten auf mindestens 6200 Menschen. Als „schwarzes Jahr“ bezeichnet die Organisation Fortress Europe das Jahr 2011, als allein in diesen zwölf Monaten 1800 Menschen starben.

Lampedusas Bürgermeister Nicolini forderte ein Umdenken. Es müsse Schluss sein mit dem fortgesetzten Horror - „worauf warten wir noch, unsere Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen?“

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