Mittwoch, 14. November 2018
Solidaritätsanzeige

SteviaSteviaDer französische Lebensmittelkonzern Danone will als erster europäischer Konzern den natürlichen Süßstoff Stevia für seine Produktpalette einführen. Im Juni komme in Frankreich ein neuer Fruchtjoghurt aus der Produktreihe »Taillefine« auf den Markt, der mit Stevia gesüßt werden solle, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Während in Deutschland das Süßkraut noch immer als Lebensmittel verboten und nur als Badezusatz (!) erlaubt ist, hatte Frankreich im Dezember als erstes EU-Land die Verwendung von Stevia erlaubt. Das nahezu kalorienfreie Kraut aus Südamerika ist rund dreihundertmal süßer als Zucker, weshalb zur Süßung von Backwaren und Süßspeisen oft nur ein halber Teelöffel des zum Beispiel als Pulver oder in Tropfenform angebotenen Stevia benötigt wird. Ausserdem beeinflusst es nicht den Blutzuckerspiegel und ist somit auch für Diabetiker geeignet.

Trotzdem kapituliert Danone vor der mächtigen Zuckerlobby. Weil Stevia angeblich einen »Nachgeschmack von Lakritze« habe, werde dem neuen Fruchtjoghurt weiterhin 2,5 Prozent Rohrzucker beigegeben, kündigte Danone die Verbrauchertäuschung an.

Bis heute fehlt Stevia in der Europäischen Union die Zulassung durch die EU-Kommission, denn nutzen würde der Einsatz dem Verbraucher, nicht aber er der Zuckerindustrie und der chemischen Lebensmittelindustrie. Diese Giganten setzen Milliarden mit künstlichen Süßstoffen um, die gerne auch aus Gentechnik gewonnen werden. Der Chemielobby war es bisher gelungen, die Markteinführung von Stevia zu verhindern. In den frühen achtziger Jahren kam eine Studie der University of Illinois in Chicago zu dem Ergebnis, dass ein Abbauprodukt von Stevia potentiell krebserregend wirken könnte. Mitgewirkt an dieser Studie hatte - die chemische Süßstoffindustrie. Damit hatten die Behörden in den USA und Europa den Grund, eine Verarbeitung der Pflanze in Lebensmitteln zu verbieten. In Japan hingegen ist Stevia seit den siebziger Jahren im Einsatz und bestimmt dort 40 Prozent des Süßstoffmarkts.

Stevia rebaudiana, so die Fachbezeichnung für die Pflanze, ist eine Staude, die ursprünglich im Gebiet der Amambai-Bergkette zwischen Paraguay und Brasilien vorkommt. Seit hunderten von Jahren wird Stevia von den Einwohnern in Südamerika bei der Zubereitung von Speisen und Getränken und als Heilpflanze verwendet. Erst 1887 »entdeckte« nder Naturwissenschaftler Moisés Bertoni diese Pflanze und machte damit das Wissen der Indígenas auch der restlichen Welt zugänglich. Das Hauptinteresse galt von da an den süßen Inhaltsstoffen, den Steviolglycosiden (auch Diterpenglykoside genannt). Hinzu kommen aber auch noch weitere Wirkungen. So zeigt sich in Zubereitungen aus den fermentierten Blättern eine sehr starke antioxidative Wirkung, die jene des Grünen-Tees sogar übersteigt. Da Stevia eine plaquehemmende Wirkung hat, finden wir Zusätze von Stevia immer mehr in Zahnpasten und Mundwassern.

Die Blätter von Stevia rebaudiana, sowie die daraus isolierten Steviolglycoside bieten im Vergleich mit anderen Süßmitteln für den Verbraucher viele markante Vorteile. So sind Stevia und Steviolglycoside keine chemischen, sondern rein natürliche Produkte und enthalten absolut keine Kalorien. Die Blätter können in ihrem Ursprungszustand verwendet werden, dank ihrer sehr großen Süßkraft, ist ein geringer Verbrauch erforderlich. Die Pflanze ist nicht toxisch, sowohl Blätter als auch die Steviolglycoside können gekocht werden und sind beständig bis zu einer Erhitzung von 200°C. Auch für Kinder sind sie eine ideale Süße, denn sie machen nicht abhängig und fördern kein Karies.

Weitere Informationen: Free Stevia

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