Donnerstag, 22. November 2018
Solidaritätsanzeige

Aktivisten der TKP auf dem Taksim-PlatzDer Rückzug der Polizei aus Taksim Platz, wo das Volk mit großer Entschlossenheit seit Tagen Widerstand leistet, kann weder als die gute Absicht der Regierung noch als ein Grund zum Fest betrachtet werden. Unser Volk besiegte den Polizeiterror. Jetzt darf kein Stillstand geben. Die verantwortlichen Beamten, die Istanbul seit Tagen im Pfeffergas erstickt haben und die Polizeikräfte, die selbst bei ihrem Rückzug aus Taksim Platz die Menschen unkontrolliert angegriffen haben müssen einzeln zur Rechenschaft gezogen werden. Darüber hinaus muss das Volk der Regierung für alle Handlungen ihrer Herrschaft die Rechnung präsentieren. Aus diesen Gründen ist der Slogan »Rücktritt von Tayyip«, der seit gestern rund um die Türkei sein Echo findet, nicht ein sinnloses und leeres Schlagwort.

 

Dieser Slogan ist die Stimme des Volkes, das den Angriffen der Polizei in anderen Städten, insbesondere in Ankara Widerstand leistet. Diese Stimme muss gestärkt werden. Diese Stimme wird nicht nur die völlig widersprüchlichen Erklärungen der Regierung über die Zukunft des Gezi Parkes bagatellisieren, sondern den Weg für die Rettung des gesamten Landes ebnen.

Jetzt aber muss das Volk wie ein Flut fließen. Die TKP (Kommunistische Partei der Türkei) ruft alle Bewohner von Istanbul nach Taksim Platz, und unser Volk in anderen Städten sich in die laufenden Proteste zu beteiligen. Das Volk, das aufgestanden ist, jetzt muss es seine Feinde am Kragen packen.

Zentrale der Kommunistischen Partei der Türkei



Istanbul revoltiert gegen Erdogan! Aufruf zur Solidarität mit den Protestierenden in Istanbul

Der Taksim-Platz ist wieder zum Symbol für den Widerstand der couragierten türkischen Zivilgesellschaft gegen staatlichen Despotismus und Polizeigewalt geworden. Seit Tagen protestieren Aktivisten, Studenten, Menschenrechtsaktivisten, Naturschützer und die Kommunisten gegen die Abholzung der Bäume und die Umgestaltung des Parks nach Wünschen des Despoten Erdogan zu einem Einkaufszentrum.

Inzwischen sind es Zehntausende, die der massiven Staatsgewalt trotzen und sich gegen den autoritären Stil der AKP-Regierung wehren. Die AKP-Regierung reagiert mit aller Härte auf »Occupy-Gezi«, die Polizei geht mit Wasserwerfern und Pfefferspray gegen die Demonstranten vor, knüppelt sie nieder und nimmt die AktivistInnen in Gewahrsam. Gestern wurden mehrere hundert AktivistInnen verletzt. Amnesty International und andere Menschenrechtsorganisationen haben das Vorgehen der Sicherheitskräfte bereits verurteilt.

Die AKP-Regierung bestimmt, wie viele Kinder junge Frauen kriegen sollen, welche Fernsehserien die Menschen schauen dürfen, wie sie sich zu kleiden haben, wo sie sich küssen können; verhaftet Studenten, die gegen Studiengebühren protestieren, stellt die Journalisten unter Terrorverdacht, die die Regierung kritisieren, macht ganze Stadtteile platt, um sie kommerziell zu nutzen. Vor kurzem hat das Parlament überdies beschlossen, Alkohol quasi zu verbannen. Wir sagen, es reicht, wir lassen uns dies alles nicht mehr gefallen!

Wir rufen zum Aufstand gegen die menschenverachtende Politik der AKP-Regierung!
Wir rufen: »YETER« (Es reicht!)
Und wir rufen alle Aktivistinnen und Aktivisten zur Solidarität mit den Demonstranten und Verletzten und Festgenommenen in Istanbul auf!
Der Widerstand ist überall!

Regionalkomitees der Kommunistischen Partei der Türkei in Mainz, Rüsselsheim, Aschaffenburg und Darmstadt.


Wir bedanken uns bei den Genossinnen und Genossen der TKP, die uns die Übersetzungen der Erklärungen übermittelt haben!

Fotos von heute aus Istanbul: https://www.facebook.com/TurkiyeKomunistPartisi/photos_stream

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