16 | 12 | 2019

Streikauftakt in MadridIn mehreren Ländern Europas finden heute Generalstreiks und Großdemonstrationen gegen den Sozialabbau durch die Regierungen der Europäischen Union statt. Zu dem Aktionstag hat der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) aufgerufen. Schwerpunkte der Aktionen sind Spanien und Portugal, wo die Gewerkschaften zu 24-stündigen Generalstreiks aufgerufen haben. Auch in Italien, Zypern und Malta gibt es Ausstände, während in Frankreich und anderen Ländern Großdemonstrationen stattfinden sollen. In Deutschland beschränken sich der DGB und seine Einzelgewerkschaften weitgehend auf symbolische Kleinveranstaltungen, während linke Initiativen in einigen Orten zumindest zu Solidaritätsdemonstrationen aufgerufen haben.

 

Wie die spanischen Gewerkschaften in ersten Einschätzungen mitteilen, wird der Generalstreik in diesem Land "massenhaft" befolgt. Die Beteiligung werden höher ausfallen als bei früheren Aktionstagen, sagte der Sprecher des größten Gewerkschaftsbundes CCOO, Fernando Lezcano, am frühen Mittwochmorgen. In Spanien ist dies bereits der zweite Generalstreik in diesem Jahr und der neunte seit dem Ende der Franco-Diktatur.

Wie Sprecher des Gewerkschaftsbundes UGT erklärten, liegt die Streikbeteiligung etwa in der Metallindustrie sowie in der Auto-, Schiffs- und Luftfahrtproduktion bei nahezu 100 Prozent. Besonders gross sei die Beteiligung der Arbeiter bei SEAT Martorell, bei Volkswagen Navarra, Ford Almusafes, Bosch Madrid, Nissan Barcelona und anderen Konzernen. Auch die Bauarbeiten an den größten Infrastrukturprojekten wurden eingestellt. Bei den größten Energiekonzernen wie Repsol oder Endesa liegt die Streikbeteiligung ebenfalls bei nahezu 100 Prozent.

In Portugal verzeichnet der Gewerkschaftsbund CGTP ebenfalls eine hohe Beteiligung. In der Hauptstadt Lissabon werde der Ausstand zu 85 Prozent befolgt, teilte die Organisation am Morgen mit. Besonders aktiv beteiligen sich hier einer um 7 Uhr morgens veröffentlichten Übersicht zufolge die Angestellten zahlreicher Krankenhäuser am Ausstand. Doch auch in zahlreichen Privatunternehmen wie Renault, Bosch oder Europack ruht die Produktion.

In Italien ruft der größte Gewerkschaftsbund CGIL zu vier- bis achtstündigen Arbeitsniederlegungen im ganzen Land und zu Großdemonstrationen gegen die Austeritätspolitik auf. Nur in der Toscana wurde der Streikaufruf wegen der dort herrschenden Unwetter ausgesetzt.

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