Mittwoch, 24. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

Hunderttausende auf der Plaza ColónHunderttausende Menschen sind heute in der spanischen Hauptstadt Madrid einem Aufruf des Sozialen Bündnisses, einem Zusammenschluss von mehr als 900 Organisationen, zum Protest gegen die Kürzungspolitik der Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy gefolgt. Wichtigste Unterstützer dieses »Marsch auf Madrid« waren die grossen Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT, aber auch zahlreiche linke Organisationen und Parteien beteiligten sich aktiv an der Mobilisierung. Zentrale Forderung der Aufrufer war die Durchführung einer Volksabstimmung über die Kürzungen, aber auch die Drohung eines Generalstreiks prägte den Tag. Während die linke CGT bereits einen solchen für den 31. Oktober ausgerufen hat, wollen CCOO und UGT der Regierung noch Zeit für eine Kurskorrektur geben.

Mit Tausenden Autobussen waren die Teilnehmer aus allen Teilen Spaniens nach Madrid gekommen und zogen in zehn Marschsäulen zur Plaza de Colón im Zentrum der Metropole. Dort fand die grosse Abschlusskundgebung statt, die von Blanca Landazuri moderiert wird. Eigentlich arbeitet diese beim Fernsehsender Telemadrid, den die Madrider Lokalregierung von Esperanza Aguirre privatisieren will und dessen Beschäftigte sich dagegen aktiv zur Wehr setzen.

CCOO-Generalsekretär Ignacio Fernández Toxo forderte von der Exekutive erneut die Einberufung eines Referendums über ihre Politik, von der alle Bürger betroffen seien. Er warf der Regierung vor, ein Gesellschaftsmodell anzustreben, das »weniger gerecht, weniger ausgleichend und dafür autoritärer« sei.

Linke Organisationen hatten die Orientierung auf eine Volksabstimmung kritisiert. Es könne nicht darum gehen, die Kürzungen zu legitimieren, der Widerstand müsse sich direkt gegen diese richten. Deshalb hatte etwa die CGT den Aufruf des Sozialen Bündnisses nicht unterzeichnet, aber eigenständig zu der Grossdemonstration mobilisiert.


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