06 | 12 | 2019
Der US-Fernsehprediger Pat Robertson hat während einer Fernsehsendung ohne Umschweife zur Ermordung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez aufgerufen. Chavez sei ein "gefährlicher Feind" der USA, sagte der 75-jährige ehemalige Präsidentschaftskandidat in seiner Fernsehshow "The 700 Club". "Wenn er glaubt, wir wollten ihn umbringen, dann ist das genau das, was wir tun sollten", sagte Robertson.
Der Fernsehprediger bedauerte, dass die USA während der Unruhen in Venezuela im April 2002 nicht für den Sturz von Chavez gesorgt hätten. Chavez ruiniere die Wirtschaft seines Landes und mache es zu einem Einfallstor für Kommunismus und islamischen Extremismus auf dem ganzen südamerikanischen Kontinent. Den "Diktator" in Caracas zu beseitigen sei "viel billiger, als einen Krieg zu beginnen", sagte Robertson mit Blick auf den Irak-Krieg.
Die US-Regierung hat sich von diesen Äußerungen distanziert. Die Äußerungen von Pat Robertson seien "unangemessen" und spiegelten nicht die Position der US-Regierung wider, sagte Außenamtssprecher Sean McCormack am Dienstag in Washington. Auch Verteidigungsminister Donald Rumsfeld verwahrte sich gegen "jedwede Unterstellung", derzufolge sich die USA in venezolanische Angelegenheiten einmischen wollten.

Der venezolanische Botschafter in den USA, Bernardo Alvarez, forderte das Weiße Haus auf, Robertsons Äußerungen in der "schärfst möglichen Form" zu verurteilen. "Wir sorgen uns um die Sicherheit unseres Präsidenten", sagte Alvarez in Washington. Es sei die Pflicht der USA, internationale Gesetze zu respektieren und die Sicherheit von Chavez bei künftigen US-Aufenthalten zu garantieren, etwa bei seiner bevorstehenden Reise zur UN-Vollversammlung im September.

Auch Venezuelas Vizepräsident José Vicente Rangel verurteilte den Vorfall und erklärte, der erneute Mordaufruf gegen den venezolanischen Präsidenten über US-Fernsehsender stelle den "Kampf der USA gegen den Terrorismus" auf die Probe.

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