Donnerstag, 22. November 2018
Solidaritätsanzeige

Kommunistische Partei der Italienischen SchweizKommunistische Partei der Italienischen SchweizKürzlich wurde einer Lehrerin russischer Herkunft die Anstellung in einem Schulungsinstitut, beim ISSAL in Lausanne, verweigert. Die Begründung verrät nicht nur eine Ignoranz in geopolitischen Angelegenheiten auf Seiten der Administration der Schule, sondern ist auch vom menschlichen und gewerkschaftlichen Standpunkt aus überaus schwerwiegend: »Die Philosophie unserer Schule verbietet uns die Anstellung einer Person mit Staatsbürgerschaft eines Staates, der illegal einen anderen besetzt«, hat tatsächlich der Direktor Martin Freiburghaus erklärt. Der russische Aussenminister, Sergej Lawrow, hat zurecht geantwortet: »Wir würden gerne erfahren, wie viele der 140 Dozenten dieser Schule Bürger von Ländern sind, welche Jugoslawien bombardiert haben.«

 

Die Kommunistische Partei der Italienischen Schweiz (PC) verurteilt diesen Akt des Rassismus, der sich in den Kontext eines neuen »kalten Krieges« einfügt, den man sich erhofft, seit die Europäische Union und die USA die ukrainische Regierung gewaltsam gestürzt haben, nachdem diese beschlossen hatte, die Verhandlungen mit Brüssel und mit den westlichen Multinationalen zu blockieren. Durch einen Staatsstreich unter Hegemonie faschistischer Parteien, die sich vom Nazi-Kollaborateur Stepan Bandera inspirieren lassen, dessen Porträt heute in Kiew prangt, hat sich eine Putschistenjunta aufgeworfen, welche – neben ihrem Willen, die örtlich starke Kommunistische Partei zu verbieten – rassistische Massnahmen gegen die russischstämmigen Bürger ergreift, die blutig unterdrückt werden (zum Beispiel im Scheiterhaufen des Hauses der Gewerkschaften von Odessa). Doch anstatt als Opfer gelten die Russen als Henker.

Die Tessiner Sektion der Partei der Arbeit der Schweiz, die sich Partito Comunista nennt, erklärt: »Wir sind tief besorgt über das Klima des offensichtlichen Russenhasses, der in unserem Land existiert und unterstreichen die Notwendigkeit einer friedlichen Auseinandersetzung, in der die Rolle der neutralen Schweiz sich nicht auf die Unterwürfigkeit gegenüber den atlantischen Partnern reduzieren darf, welche den Konflikt in Osteuropa verschärfen wollen: Bern muss sich vielmehr für unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil mit den aufstrebenden Ländern der BRICS öffnen und gleichzeitig eine Strafuntersuchung gegen Martin Freiburghaus wegen Rassismus einleiten; und dasselbe sollten die Gewerkschaften tun, damit nicht ein gefährliches Präjudiz für die Anstellung der Arbeitnehmer auf der Grundlage ihres Passes geschaffen wird.«

Quelle: Kommunistischen Partei der Italienischen Schweiz (PC) / RedGlobe

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